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Weitere Investments stärken Pharma-Standort

Nun ist Politik gefragt, positive Signale zu setzen

Die heutige Eröffnung der beiden neuen Gebäude von Novartis in Schaftenau, in denen nun Originator-Biologika und Biosimilars erzeugt werden, zeigt, dass der Standort Österreich für die pharmazeutische Industrie sowohl Attraktivität als auch Potenzial besitzt.

„Wir müssen es in Europa und in Österreich – als führender Biotech-Standort – im starken globalen Wettbewerb als Chance begreifen, jetzt eine gute Grundlage für kommende Investments zu schaffen“, empfiehlt Sylvia Hofinger, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Chemischen Industrie. „Wir gratulieren Novartis zur Erweiterung und freuen uns über das positive Signal zum Standort.“ 

Laut Hofinger muss nun auch von Seiten der Politik ein klares Bekenntnis zum Pharma-Standort folgen. „Die Entscheidung für diese Investments wurde von Novartis schon vor Jahren getroffen, als es noch ein gemeinsames Verständnis für Prioritäten zwischen Gesundheitsministerium, Krankenkassen und Industrie gab. Um auch in Zukunft Investitionsentscheidungen zu Gunsten eines österreichischen Standorts zu drehen, muss die neue Regierung eine gute Basis für Life Science und Pharma in Österreich schaffen“, fordert Hofinger.

Eine vom Fachverband in Auftrag gegebene Wertschöpfungsanalyse zeigt beachtliche, wirtschaftliche Effekte der Pharmaindustrie. So erwirtschaftet die Branche einen Beitrag von 2,8 Prozent zum gesamten BIP und beschäftigt 15.000 Personen direkt, indirekt sogar 63.000.

Mit einer Investition von 100 Mio. Euro und 190 neuen Arbeitsplätzen verstärkt Novartis nun die bedeutende Rolle der Pharmaindustrie in Österreich und sorgt für eine solide Wirtschaftslage. Gleichzeitig ermöglicht das Unternehmen durch den Ausbau im Bereich der Biopharmazeutika ein qualitativ hochwertiges und zukunftsfähiges Gesundheitswesen „made in Austria“.

Der Fachverband unterstützte die vor einem Jahr vom BMWFW veröffentlichte „Zukunftsstrategie Life Sciences und Pharmastandort Österreich“ als ein politisches und positives Signal für Österreichs Forschung und Wirtschaft. „Die Strategie beinhaltet eine Vielzahl standortstärkender Maßnahmen, an denen die neue Regierung unbedingt festhalten muss und die nun umgesetzt werden müssen. Um weiteren Investitionen den Weg zu ebnen, muss an der Attraktivität des Standortes gearbeitet und jegliche Schwächung vermieden werden“, so Hofinger. 

Rückfragehinweis:
FCIO Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
Dorothea Pritz
+43(0)5 90 900-3364
pritz@fcio.at
www.fcio.at

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