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Roche startet eine strategische Kooperation mit Technoclone

Ziel ist die Erweiterung des Reagenzportfolios von Roche in der Gerinnungsdiagnostik

24.01.2012 Roche hat heute den Beginn einer strategischen Kooperation mit Technoclone bekanntgegeben. Technoclone ist ein in Wien ansässiges Unternehmen, das auf die Herstellung von Reagenzien für die kardiovaskuläre und Gerinnungsdiagnostik spezialisiert ist. Diese enge Kooperation untermauert die Strategie von Roche zur Neuausrichtung im Bereich der Laborgerinnung. Nach Beendigung des Vertriebsabkommens mit STAGO und der Akquisition von Verum Diagnostica (Multiplate) im Dezember 2011 wird Roche ab diesem Jahr ein neues, innovatives Gerinnungs-Portfolio mit zwei neu entwickelten Systemen, einem umfangreichen Parametermenü und einem Plättchenfunktions-Analyzer anbieten.

„Durch die strategische Kooperation mit Technoclone wird Roche sein Reagenzportfolio erweitern und stärkt dadurch weiter den Bereich der Gerinnungsdiagnostik. Aufgrund der langjährigen Erfahrung im Gerinnungsmarkt und der Nähe zur Wissenschaft trägt Technoclone entscheidend zu unserem Ziel bei, medizinischen Mehrwert für Patienten zu schaffen. Wir werden uns gemeinsam in der klinischen Forschung und der Entwicklung zukünftiger Reagenzien engagieren, da neuartige diagnostische Möglichkeiten einen wesentlichen Beitrag zu den zielgerichteten Behandlungsoptionen von morgen leisten werden”, sagt Colin Brown, Leiter Roche Professional Diagnostics.

Technoclone, gegründet 1987 mit Firmensitz in Wien, bietet ein vollständiges Portfolio für Gerinnungsdiagnostik und darüber hinaus Tests zur Protein- und Fettstoffwechsel-Diagnostik an. Mit der Akquisition der ehemaligen Immundiagnostik Division von Baxter 1998 expandierte Technoclone zu einem internationalen Anbieter mit globalen Logistikstrukturen. Technoclone besitzt mehr als zehn internationale Patente im Bereich Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen und arbeitet eng mit Universitäten und Forschungsinstituten zusammen.

„Angesichts der herausragenden globalen Position von Roche als Marktführer in der In-Vitro-Diagnostik wird unsere Kooperation die stetige (Weiter-)Entwicklung von Gerinnungsreagenzien auf Roche-Geräteplattformen vorantreiben, die die Erwartungen unserer Kunden erfüllen werden. Wir freuen uns sehr, durch diese Kooperation ein Teil der neuen, umfassenden Strategie von Roche in der Gerinnungsdiagnostik zu sein und sind überzeugt, dass unsere Partnerschaft weltweit sowohl für Klinik und Labor als auch für Patienten positive Auswirkungen haben wird”, erklärt Veronika Binder, CEO von Technoclone.

Als Teil der strategischen Kooperation entwickeln Roche und Technoclone gemeinsam ein vollständiges Angebot an Gerinnungsreagenzien, das Teil des Parametermenüs für die beiden neuen cobas Gerinnungs-Plattformen sein wird, die Roche ab 2012 auf den Markt bringen wird. Die Analysensysteme cobas t 411 und cobas t 611, die dieses Jahr eingeführt werden, wurden basierend auf den Anforderungen des modernen Gerinnungslabors von niedrigem bis hohem Durchsatz entwickelt. 2014 werden diese beiden Systemen um drei weitere cobas t-Gerinnungssysteme ergänzt, die auch den Bedarf nach höchstem Probendurchsatz und sehr komplexen Laboranforderungen abdecken.

Globale Trends zeigen eine steigende Nachfrage nach Routine- und Spezialdiagnostik, während sich Labore zunehmend konsolidieren, konzentrieren und Prozesse automatisieren. Gleichzeitig fördern eine alternde Bevölkerung, steigende Gesundheitskosten, wissenschaftliche Fortschritte und eine Vielzahl dringender Erfordernisse in der Gerinnungsmedizin das Bestreben nach einer immer weiter verbesserten Patientenbehandlung. Aus diesen Trends leiten wir unsere Ansprüche ab, an denen wir unsere kontinuierlichen (Weiter-)Entwicklungen ausrichten. So aufgestellt wird Roche in den nächsten Jahren neue Maßstäbe im Bereich der Gerinnungsdiagnostik setzen.

Über Technoclone:

Technoclone wurde 1987 gegründet und ist ein global führender Hersteller von Gerinnungsdiagnostika. Technoclone war weltweit das erste Unternehmen, das eine komplette Produktpalette von ELISA-Systemen mit monoklonalen Antikörpern auf dem Gebiet der Fibrinolyse und ein eigenes patentiertes System zur Bestimmung von Aktivität und Antigen in derselben Probe anbieten konnte. Das Unternehmen besitzt zurzeit mehr als zehn internationale Patente für Diagnose und Therapie von Gefäßerkrankungen und kooperiert eng mit Universitäten und internationalen Forschungskonsortien. Weitere Informationen finden Sie unter www.technoclone.com

Über Roche:

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit größtes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von In-vitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern, sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2010 beschäftigte Roche weltweit über 80.000 Mitarbeitende und investierte mehr als 9 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 47,5 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland mehr als 13.000 Mitarbeitende, davon über 7.500 in Mannheim. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.roche.com und www.roche.de.

Alle erwähnten Markennamen sind gesetzlich geschützt.

Weitere Informationen erhalten Sie über:

Roche Diagnostics Deutschland GmbH
Dr. Monika Mölders
Leiterin Kommunikation Mannheim
Sandhofer Straße 11668305
Mannheim
Telefon (0621) 759 8743
E-Mail: rdg.presse@roche.com

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Wertschöpfung bleibt in der Steiermark

Trotz der Übersiedlung von Roche Diagnostics Graz nach Rotkreuz (CH) bleiben wesentliche Wertschöpfungs-Anteile in der Steiermark: 2011 werden Aufträge im Wert von über 16 Mio. Euro an Zulieferer, und auch nach der endgültigen Standortschließung Mitte 2014 eine Wertschöpfung von rund 12 Mio. jährlich erwartet.

(Graz, 7. Dezember 2011) Roche-CEO Dr. Severin Schwan und der steirische Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann hatten bereits Anfang des Jahres vereinbart, dass große Teile der Wertschöpfung weiterhin in der Steiermark bleiben. Nun sind die konkreten Zahlen bekannt: Ein Auftragsvolumen von mehr als 16 Millionen Euro für steirische Zulieferer für 2011; ab Mitte 2014 wird eine Wertschöpfung von rund 12 Mio. Euro jährlich am Standort Steiermark erwartet. Profitieren werden davon die Unternehmen Seidel Elektronik (Auftragsvolumen 5 Mio., sieben neue Arbeitsplätze), M&R (4,5 Mio. plus Folgeauftrag von 2,5 Mio.), VTU Engineering (1,8
Mio.), VESCON Systemtechnik (900.000 Euro), Kozar Präzisionstechnik (800.000 Euro, drei neue Arbeitsplätze), Prototypenbau Meister (426.000 Euro). Im Bereich der Wissenschaft gibt es Kooperationen u.a. mit der Medizinischen Universität Graz sowie dem Research Center for Pharmaceutical Engineering RCPE (Rahmenvertrag über 1,25 Mio. Euro).

Für den steirischen Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann sind diese Erfolge ein Beleg dafür, dass wir damit Wertschöpfung und wichtige Arbeitsplätze in der Steiermark nicht nur halten, sondern ausbauen können. Buchmann weiter: Den steirischen Unternehmen aus dem Bereich Humantechnologie, eines von drei Leitthemen in der Steiermark, werden diese Aufträge auch Türen zu anderen Konzernen öffnen und Wachstum ermöglichen. Ich danke Roche-CEO Dr. Severin Schwan und seinem Team vor Ort in Graz für die Handschlagqualität und das deutliche Commitment zur Steiermark.”

Mir war es von Anfang persönlich wichtig, dass Roche auch zukünftig Synergien mit strategischen Partnern in der Steiermark nutzt und damit die regionale Wertschöpfung in der Steiermark bei Roche langfristig abgesichert werden kann , erläutert DI Ulrich Kanter, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Graz GmbH. Kanter weiter: Das Land Steiermark ist durch seine hoch-spezialisierten Unternehmen, zahlreiche Universitäten und erstklassigen F&E-Einrichtungen als Standort international attraktiv und bietet viele interessante Kooperationsmöglichkeiten in- und außerhalb der Clusterlandschaft. Ich freue mich, dass der Humantechnologie-Cluster den Standort Graz beim Aufbau dieser Kooperationen erfolgreich unterstützt hat und dass Roche auch nach der Absiedelung aus Graz dem Cluster als wichtiges Mitglied erhalten bleibt.

Lieferantenreisen zu Roche-Standorten in Deutschland und der Schweiz

Die vom Humantechnologie-Cluster gemeinsam mit Roche Diagnostics Graz im Juni dieses Jahres organisierten Reisen für steirische Zulieferer zu Roche-Standorten in Deutschland und der Schweiz waren ein voller Erfolg. Im Oktober konnten sich dann internationale Technologie-Scouts des Roche-Konzerns am Standort Graz von der Innovationskraft steirischer Unternehmen, Kompetenzzentren und Universitäten überzeugen. Bereits im Juni wurde im Rahmen der Lieferantenreise nach Rotkreuz (CH) der 4,5-Millionen-Euro-Auftrag an die M&R Automation GmbH, eines rund 200 Mitarbeiter zählenden Unternehmens für industrielle Automation mit Sitz in Grambach bei Graz, bekannt. Nun wurde auch ein Folgeauftrag in der Höhe von 2,5 Mio. Euro für eine zusätzliche Sensorfertigungsanlage erteilt. Aber auch für andere steirische Unternehmen gibt es Aufträge im Gesamtausmaß von über 16 Millionen Euro.

Steirisches Know-how für Roche Diagnostics

Folgende Aufträge mit steirischen Unternehmen sowie Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen sind konkret in Umsetzung begriffen:

Outsourcing von Baugruppen

SEIDEL Elektronik GmbH Nfg. KG

Die Firma Seidel Elektronik aus Deutschlandsberg wird zukünftig elektromechanische Baugruppen für die Blutgasanalysegeräte von Roche Diagnostics liefern. Das Outsourcing-Projekt umfasst in erster Stufe einen jährlichen Wert von 5 Mio. Euro Umsatz und zusätzlich sieben neue Arbeitsplätze bei der Firma Seidel. Diese Stellen sollen nach Möglichkeit mit Roche-Mitarbeitenden besetzt werden, um den zügigen und risikolosen Know-how-
Transfer zu ermöglichen. DI Andreas Brenner, Geschäftsführer der Firma Seidel, zu dem Outsourcing-Projekt: Wir freuen uns, unser langjährig aufgebautes Know-how im Bereich der Produktion von Medizintechnik nun auch für den Marktführer Roche einsetzen zu dürfen. Wir sehen dieser langfristig angelegten Partnerschaft mit Freude entgegen und streben an, dieses Projekt sowohl in Punkto Umsatz als auch in Punkto Arbeitsplätze noch
weiter auszubauen. Wir werden in den nächsten Wochen Roche-Mitarbeitende zu uns nach Deutschlandsberg einladen.

Kozar Präzisionstechnik

Das Grazer Unternehmen Kozar Präzisionstechnik übernimmt zukünftig die Schlauchkonfektion für die Blutgasanalysegeräte von Roche Diagnostics. Durch diese Outsourcingaktivitäten in der Größenordnung von 800.000 Euro werden zudem drei zusätzliche Arbeitsplätze bei Kozar geschaffen. Bei Roche Diagnostics Graz läuft hierzu eine interne Stellenausschreibung: die Firma Kozar möchte gerne Mitarbeitende und vorhandenes Know-how
übernehmen.

Weitere Aufträge an steirische Unternehmen

Weiters wurde an die Firmen VTU Engineering GmbH ein Auftrag in der Höhe von 1,8 Mio. Euro vergeben, davon rund 0,5 Mio. Euro für eine Begasungsanlage, der Rest für Know-how und Dienstleistungen in der Generalplanung. Ebenso zufrieden sein kann die Firma VESCON Systemtechnik GmbH aus Gleisdorf, welche den Auftrag für eine Produktionsanlage (Produktion von sog. Fluidpacks) in der Höhe von 900.000 Euro lukrieren konnte. Das Grazer Unternehmen Prototypenbau Meister bekam den Zuschlag für verschiedene kleinere Anlagen, wie etwa Trockentunnel, Begasungsschränke und Dispensiervorrichtungen in der Höhe von rund
426.000 EUR.

Wissenschaftskooperationen

Eine Kooperation, die sich aus dem Cluster-Netzwerk entwickelt hat, ist jene zwischen Ventana und der Medizinischen Universität Graz. Ventana Medical Systems, Inc., ein Mitglied der Roche-Gruppe, ist der führende Anbieter automatisierter Diagnosesysteme für die pathologische Anatomie. Die Instrumente und Reagenzsysteme von Ventana finden weltweit Anwendung in den Bereichen klinische Histologie und Zytologie sowie in pharmazeutischen Forschungslabors. Ulrich Kanter zur Kooperation: Ventana und die MedUni Graz werden gemeinsam an der Entwicklung und Validierung diagnostischer mikroskopischer Testes für Krebspatienten arbeiten. Die Kooperation wird zwei Arten von Projekten umfassen: erstens angewandte Forschungsprojekte, um Daten in Fachzeitschriften zu veröffentlichen, welche helfen, die Mechanismen von Krebs besser zu verstehen, und zweitens Produktentwicklungsprojekte, um Ärzten und Patienten Zugang zu neuartigen Tests zu schaffen. Mit dem Forschungszentrum RCPE (Research Center for Pharmaceutical Engineering)
konnte ein Rahmenvertrag in der Höhe von 1,25 Mio. Euro abgeschlossen werden. Die Forschungskooperation ist für die nächsten zweieinhalb Jahre anberaumt und wird sich hauptsächlich mit Optimierungsprojekten im Pasten-Bereich beschäftigen.

Für den Geschäftsführer des Humantechnologie-Clusters, Dr. Robert Gfrerer, ist die Tatsache, dass Roche auch weiterhin Clustermitglied bleiben und die Kooperationen und Einkäufe am Standort weiterführen wird, ein Beweis für die Stärke des Humantechnologie-Standortes Steiermark. Diese Stärke liegt in der Innovationskraft der steirischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen und darin, dass sehr Vieles durch strategische Kooperationen möglich gemacht wird. Gfrerer sieht darin auch das vom Cluster seit dem Vorjahr verfolgte Prinzip der Smart Specialisation , also der intelligenten Spezialisierung , bestätigt: Mit der Fokussierung auf unsere drei strategischen Korridore Pharmazeutische Verfahrens-, Prozess- und Produktionstechnologie, Biomedizinische Sensortechnologie & Biomechanik sowie Biobank & Biomarkertechnologie bietet die Steiermark Ressourcen und Know-how, das anderswo eben nicht zu bekommen ist.

Human.technology Styria GmbH (HTS)

Ende 2004 fiel der Startschuss für den Humantechnologie-Cluster. Im April 2005 wurde die  Strategie in Form der Declaration of Graz präsentiert. Mittlerweile zählt der Cluster 78 Mitglieder. Innerhalb von sechs Jahren ist es gelungen, sich als Global Player einen Namen zu machen und die Steiermark international als Standort höchst entwickelter Ingenieurs- und Biowissenschaften zu etablieren. Darauf aufbauend wurden drei strategische Korridore in die Zukunft entwickelt: Pharmazeutische Verfahrens-, Prozess- und Produktionstechnologie , Biomedizinische Sensortechnologie & Biomechanik sowie Biobank & Biomarkertechnologie. Im gesamten Stärkefeld werden mit rund 10.000 Beschäftigten mehr als zwei Mrd. Euro Umsatz erzielt. Weitere Infos: http://www.humantechnology.at

Pressekontakt, Rückfragen:

Franz Zuckriegl, MBA
HTS Corporate Communications
21st Channels Neue Medien Entwicklungs GmbH
Reininghausstraße 13, A-8020 Graz
Tel.: +43 316 90.83.17
Mobil: +43 699 100.33.816
E-Mail: fz@21stchannels.com

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Life Sciences in Österreich

Wir machen Innovationen von morgen schon heute möglich

Österreich hat sich der nachhaltigen Entwicklung seiner Life Sciences-Branche verschrieben. Die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft unserer Life Sciences-Branche beruht auf unseren exzellenten Ingenieurs- und Wissenschaftsleistungen. Mit großen als auch kleinen Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich sowie Anbietern von Schlüsseltechnologien und zugehörigen Dienstleistern, bietet Österreich ein dynamisches Umfeld für die Life Sciences-Industrie.

Im Laufe der vergangenen Jahre konnte sich die österreichische Life Sciences-Szene über einige herausragende Lizenz Deals freuen. Nach Kooperationen von Intercell, AFFiRiS und Apeiron mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline wurde ein weiterer Global Player in Österreich aktiv – Boehringer-Ingelheim (BI). Das Jahr 2010 schloss mit dem größten jemals in Österreich abgeschlossen Lizenzdeal: Die Antikörper-Firma f-star unterschrieb einen Vertrag mit Boehringer-Ingelheim, der potentielle Meilensteinzahlungen von bis zu 1,26 Milliarden Euro umfasst. Im September 2011 legte f-star mit einem 500 Millionen Deal mit Merck Serono noch einmal nach.

Auch abseits der klassischen Lizenzdeals investieren die Großen immer wieder in den Life Science Standort Österreich. Im August 2011 übernahm GE Healthcare den oberösterreichischen Entwickler und Anbieter von Zellkulturmedien für die biomedizinische Forschung PAA Laboratories. 2010 eröffnete B. Braun Austria eine eigene Entwicklungseinheit in Graz, um einen neuartigen Glukosesensor zu entwickeln und klinisch zu testen. Auch Fresenius Medical Care, ein führender Anbieter von Produkten für die Dialyse, hat 2010 in Niederösterreich einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort eröffnet.Diese Erfolgsgeschichten haben einmal mehr gezeigt, dass Österreich sich in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Life Sciences entwickelt hat.

Ein toller Standort für Ihr Life Sciences-Unternehmen

Vor allem in der Biotechnologie hat Österreich im internationalen Vergleich sehr viel zu bieten. Unsere Unternehmen gehören beispielsweise zu den Weltmarktführern in der Entwicklung neuer Vakzine und Antiinfektiva. Innovative Spin-offs wie die börsennotierte Intercell oder AVIR Greenhills und Nabriva können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. In der Krebsforschung gibt es international renommierte Forschungsinstitute wie das Institut für molekulare Pathologie (IMP) in Wien oder Oncotyrol in Innsbruck. Auch innovative Start-Ups sind aktive Player auf dem Gebiet Krebs: Die Wiener Firma Apeiron beispielsweise entwickelt ein Mittel zur Behandlung des Neuroblastoms. Der personalisierten Medizin kommt in Österreich ebenfalls immer mehr Bedeutung zu. Die Tiroler Firma Biocrates ist führend auf dem Gebiet der diagnostischen Biomarkerforschung und in Graz ist beispielsweise die größte europäische Biobank beheimatet – mit fast vier Millionen Gewebeproben. In der industriellen Biotechnologie forschen die in Europa einzigartigen Zentren Austrian Centre of Industrial Biotechnology (ACIB) und Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) unter anderem an neuen Produktionstechniken.

Heimische Weltmarktführer gibt es auch in der Medizintechnik: Greiner Bio One in Oberösterreich ist einer der großen Player in der Herstellung und dem Vertrieb von Plastiklaborausstattung. Weltweiter Technologieführer bei implantierbaren Hörgeräten ist die Tiroler Firma Med-El, und der deutsche Prothesenhersteller Otto Bock betreibt einen seiner wichtigstenForschungsstandorte in Wien: das revolutionäre Kniegelenk C-Leg wurde nicht nur in Österreich entwickelt, es wird hier auch gefertigt und in die ganze Welt exportiert.

Auch die kleinen Medizintechnikhersteller bringen innovative Produkte zur Marktreife und sind auf dem Weg zum Weltmarktführer von morgen. Die Tiroler Firma Ergospect hat ein Pedalergometer auf den Markt gebracht, mit dem es erstmals möglich ist, Stoffwechselerkrankungen der Muskulatur nicht-invasiv zu diagnostizieren. Mittlerweile werden die Produkte sogar in Indien und Japan gekauft. Die oberösterreichische Firma Anagnostics wiederum spezialisiert sich auf Systeme und Tests für die Life Science Forschung und klinische In vitro-Diagnostik. Mit dem hyborg hat das Unternehmen einen Analyseautomaten entwickelt, der Proben völlig automatisiert nach vielen verschiedenen Merkmalen untersucht. Die Technologie der Testkartuschen hybcell wird laufend für weitere Anwendungsgebiete ausgebaut – aktuell vor allem in den Bereichen der onkologischen Tests und der Infektionsdiagnostik.

Diese Erfolge wurden vor allem möglich durch herausragende ForscherInnen, die auch bereit sind, sehr viel persönliches Risiko zu tragen. Nicht zuletzt führt jedoch das großartige Wirtschaftsklima dazu, dass Life Sciences-Firmen florieren. Österreich ist laut einer Mercer Study nicht nur das Land mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Auch Steuerbedingungen, wie 10% Forschungsprämie für Investitionen in F&E und die Körperschaftssteuer von 25%, sind wesentliche Faktoren zur Betriebsansiedlung. Multinationale Großunternehmen sowie Start-up-Unternehmen profitieren von maßgeschneiderten Finanzierungsmaßnahmen und einer hohen Bandbreite an gut dotierten Förderungen.