Life Sciences in Österreich
Wir machen Innovationen von morgen schon heute möglich
Österreich hat sich der nachhaltigen Entwicklung seiner Life Sciences-Branche verschrieben. Die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft unserer Life Sciences-Branche beruht auf unseren exzellenten Ingenieurs- und Wissenschaftsleistungen. Mit großen als auch kleinen Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich sowie Anbietern von Schlüsseltechnologien und zugehörigen Dienstleistern, bietet Österreich ein dynamisches Umfeld für die Life Sciences-Industrie.
Im Laufe der vergangenen Jahre konnte sich die österreichische Life Sciences-Szene über einige herausragende Lizenz Deals freuen. Nach Kooperationen von Intercell, AFFiRiS und Apeiron mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline wurde ein weiterer Global Player in Österreich aktiv – Boehringer-Ingelheim (BI). Das Jahr 2010 schloss mit dem größten jemals in Österreich abgeschlossen Lizenzdeal: Die Antikörper-Firma f-star unterschrieb einen Vertrag mit Boehringer-Ingelheim, der potentielle Meilensteinzahlungen von bis zu 1,26 Milliarden Euro umfasst. Im September 2011 legte f-star mit einem 500 Millionen Deal mit Merck Serono noch einmal nach.
Auch abseits der klassischen Lizenzdeals investieren die Großen immer wieder in den Life Science Standort Österreich. Im August 2011 übernahm GE Healthcare den oberösterreichischen Entwickler und Anbieter von Zellkulturmedien für die biomedizinische Forschung PAA Laboratories. 2010 eröffnete B. Braun Austria eine eigene Entwicklungseinheit in Graz, um einen neuartigen Glukosesensor zu entwickeln und klinisch zu testen. Auch Fresenius Medical Care, ein führender Anbieter von Produkten für die Dialyse, hat 2010 in Niederösterreich einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort eröffnet.Diese Erfolgsgeschichten haben einmal mehr gezeigt, dass Österreich sich in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Life Sciences entwickelt hat.
Ein toller Standort für Ihr Life Sciences-Unternehmen
Vor allem in der Biotechnologie hat Österreich im internationalen Vergleich sehr viel zu bieten. Unsere Unternehmen gehören beispielsweise zu den Weltmarktführern in der Entwicklung neuer Vakzine und Antiinfektiva. Innovative
Spin-offs wie die börsennotierte Intercell oder AVIR Greenhills und Nabriva können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. In der Krebsforschung gibt es international renommierte Forschungsinstitute wie das Institut für molekulare Pathologie (IMP) in Wien oder Oncotyrol in Innsbruck. Auch innovative Start-Ups sind aktive Player auf dem Gebiet Krebs: Die Wiener Firma Apeiron beispielsweise entwickelt ein Mittel zur Behandlung des Neuroblastoms. Der personalisierten Medizin kommt in Österreich ebenfalls immer mehr Bedeutung zu. Die Tiroler Firma Biocrates ist führend auf dem Gebiet der diagnostischen Biomarkerforschung und in Graz ist beispielsweise die größte europäische Biobank beheimatet – mit fast vier Millionen Gewebeproben. In der industriellen Biotechnologie forschen die in Europa einzigartigen Zentren Austrian Centre of Industrial Biotechnology (ACIB) und Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) unter anderem an neuen Produktionstechniken.
Heimische Weltmarktführer gibt es auch in der Medizintechnik: Greiner Bio One in Oberösterreich ist einer der großen Player in der Herstellung und dem Vertrieb von Plastiklaborausstattung. Weltweiter Technologieführer bei implantierbaren Hörgeräten ist die Tiroler Firma Med-El, und der deutsche Prothesenhersteller Otto Bock betreibt einen seiner wichtigstenForschungsstandorte in Wien: das revolutionäre Kniegelenk C-Leg wurde nicht nur in Österreich entwickelt, es wird hier auch gefertigt und in die ganze Welt exportiert.
Auch die kleinen Medizintechnikhersteller bringen innovative Produkte zur Marktreife und sind auf dem Weg zum Weltmarktführer von morgen. Die Tiroler Firma Ergospect hat ein Pedalergometer auf den Markt gebracht, mit dem es erstmals möglich ist, Stoffwechselerkrankungen der Muskulatur nicht-invasiv zu diagnostizieren. Mittlerweile werden die Produkte sogar in Indien und Japan gekauft. Die oberösterreichische Firma Anagnostics wiederum spezialisiert sich auf Systeme und Tests für die Life Science Forschung und klinische In vitro-Diagnostik. Mit dem hyborg hat das Unternehmen einen Analyseautomaten entwickelt, der Proben völlig automatisiert nach vielen verschiedenen Merkmalen untersucht. Die Technologie der Testkartuschen hybcell wird laufend für weitere Anwendungsgebiete ausgebaut – aktuell vor allem in den Bereichen der onkologischen Tests und der Infektionsdiagnostik.
Diese Erfolge wurden vor allem möglich durch herausragende ForscherInnen, die auch bereit sind, sehr viel persönliches Risiko zu tragen. Nicht zuletzt führt jedoch das großartige Wirtschaftsklima dazu, dass Life Sciences-Firmen florieren. Österreich ist laut einer Mercer Study nicht nur das Land mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Auch Steuerbedingungen, wie 10% Forschungsprämie für Investitionen in F&E und die Körperschaftssteuer von 25%, sind wesentliche Faktoren zur Betriebsansiedlung. Multinationale Großunternehmen sowie Start-up-Unternehmen profitieren von maßgeschneiderten Finanzierungsmaßnahmen und einer hohen Bandbreite an gut dotierten Förderungen.