8.000 BesucherInnen bei der „Langen Nacht der Forschung“ in: Krems, Tulln, Wr. Neustadt, St. Pölten und Wieselburg!
Erstmals fand heuer in Niederösterreich die Lange Nacht der Forschung in 5 Städten statt. 8.000 BesucherInnen zeigen: Forschung und Technologie begeistern die Menschen. „Es freut mich sehr, dass so viele NiederösterreicherInnen die Chance nutzen und sich von den Leistungen der heimischen SpitzenforscherInnen persönlich überzeugen“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(28. April 2012) – Krems, Tulln, Wiener Neustadt, St. Pölten und Wieselburg waren gestern ab 16:30 Uhr die Technologie-Hot-Spots in Niederösterreich. Erstmals fand die Lange Nacht der Forschung in 5 Städten statt. Die Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, ecoplus, organisierte diesen landesweiten Event.
Etwa 8.000 BesucherInnen kamen zu den 249 Stationen in den 3 Technopolstandorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt sowie in der Technologieregion Wieselburg und in der Landeshauptstadt
St. Pölten. „Mit der Langen Nacht der Forschung holen wir Leistungen, die täglich in den heimischen Forschungsstätten vollbracht werden vor den Vorhang und zeigen auf spannende Weise, wie jeder Einzelne von den Forschungsergebnissen profitiert: Der weitere Ausbau des Technologie- und Forschungsstandorts Niederösterreich ist daher eine wesentliche Stoßrichtung unserer Wirtschaftsstrategie 2015“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Science Slam
Ein Highlight war der an allen 5 Standorten abgehaltene Science Slam. Bei einem 3-Minuten-Auftritt präsentierten „on stage“ begabte, kreative JungwissenschaftlerInnen ein Forschungsthema auf unterhaltsame und spannende Weise „on stage“. „Die Darbietungen waren sehr kurzweilig und zeigten, wie begeistert die Jugend Niederösterreichs von Forschung und Entwicklung ist. Dieses Potential gilt es auch in Zukunft zu nutzen und ist die Basis für den weiteren, erfolgreichen Ausbau des Technologiestandorts Niederösterreich“, so LR Dr. Petra Bohuslav.
Fotowettbewerb „Technoblick“
Als ein „Renner“ erwies sich der Fotowettbewerb Technoblick, der an allen 5 Städten stattfand. Die BesucherInnen konnten jene LNF 2012-Station ablichten, die sie am meisten fasziniert hat und auf www.technoblick.at hochladen. Alle Forschungs- und Wissenschaftsfreunde haben ab sofort die Möglichkeit, für das tollste und interessanteste Bild bis einschließlich 30. Mai 2012 abzustimmen. Das Bild mit den meisten Stimmen gewinnt ein Apple iPad.
Krems
Rund 2.500 BesucherÍnnen zählten am Campus Krems sowie im Bioscience Park die 63 Projektstationen zu den Themenschwerpunkten Medizin, Gesundheit und Wohlbefinden, Lebensräume, Internet und Cyberspace. (teilnehmende Standorte: Donau-Universität Krems, IMC Fachhochschule Krems, Bioscience Park Krems / RIZ Nord, Kino im Kesselhaus)
Dabei tauchten sie bei der IMC FH Krems in die Welt der C.S.I Krimiserie-Helden ein, wenn sie die Hintergründe über das so genannte DNA-Profiling erfuhren. Medizinisch ging es auch bei der Präsentation der neuen Verfahren bei Zahnimplantaten zur Sache. Aber auch moderne Blutreinigungsverfahren, die in einer spannenden Videoshow gezeigt wurden, lockten hunderte BesucherInnen an. In den Biotechnologielabors an der IMC FH Krems wurde hinter die Kulissen geblickt und man erfuhr, was hinter den explosiven Experimenten steckt.
Tulln
36 Projektstationen, 1.250 begeisterte Gäste – so die Bilanz der Langen Nacht der Forschung am Technopol Tulln (teilnehmende Standorte: TZT Technologiezentrum Tulln, Fachhochschule Wr. Neustadt – Campus Tulln, Universität für Bodenkultur/Standort Tulln – IFA, Universitäts- und Forschungszentrum Tulln – UFT, Landwirtschaftliche Fachschule). „Ein Besuchermagnet war die in dieser Form weltweit einzigartige Gendatenbank im AIT mit über 600.000 Genen und Genomen von Bäumen, Pflanzen und Tieren. In dieser Station beobachteten die BesucherInnen das vollautomatische Robotersystem beim Sortieren der DNA-Proben“, zieht auch ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki eine positive Bilanz.
Und auch die unterschiedlichen Arten von Schimmelpilzen am UFT waren beliebt. Alle BesucherInnen konnten Schimmelproben zur Station mitzubringen (z.B. Schimmel auf Tapete, Stoff, Silikon etc.) und die Experten bestimmten, ob es sich um Schimmel handelt und um welche Art.
St. Pölten
In St. Pölten tauchten bei 47 Stationen insgesamt etwa 1.250 BesucherInnen in die spannende Welt der Forschung ein! (teilnehmende Standorte: FH St. Pölten, Voith AG). An der FH St. Pölten erzeugte die interaktive Weste FatCatZero Musik, wenn der leitfähige Stoff berührt wurde. Was intelligente Kleidung leisten kann, faszinierte die Besucher bei der Pitoti-Kollektion, die durch Handgesten die Lichtstimmungen verändert.
Mit viel Technik ging es bei der Voith AG zur Sache! Der Renner war das 3D-Kino, wo man hautnah das Innere einer Turbine erleben konnte. Nach dem Besuch bei der Voith AG war jedem Einzelnen klar, was der Unterschied zwischen Kaplan-, Pelton- und Francisturbine ist.
Wieselburg
Mit viel Energie kamen 1.250 Personen zu den 40 Projektstationen in Wieselburg (teilnehmende Standorte: Technologiezentrum Wieselburg Land, AMU Austrian Marketing University – Campus Wieselburg, BLT – lfz Francisco Josephinum, LMTZ – lfz Francisco Josephinum und BAW – Bundesamt für Wasserwirtschaft). Wer das Technologiezentrum Wieselburg Land besuchte, weiß nun mit Sicherheit, wie man richtig heizt und so Umweltbelastungen möglichst gering hält. Am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt wiederum wurde den Besuchern mit Hautmessungen alles zum Thema BioFeedback verraten. Aber auch was genau in unserem vor sich geht, wenn wir im Supermarkt unser Lieblingsprodukt sehen!
Wiener Neustadt
63 Projektstationen und 1.750 BesucherInnen machten Wiener Neustadt auch heuer wieder zu einem Hot-Spot der Langen Nacht der Forschung (teilnehmende Stationen: TFZ Technologie- und Forschungszentrum, Fachhochschule Wr. Neustadt, Aviaticum) Mit Hilfe eines Rasterkraftmikroskops ließen sich Oberflächen dreidimensional im Mikro- und Nanobereich abbilden. Im Flugmuseum Aviaticum erzählte die Geschäftsführerin über die spannende Entwicklung der Pilotinnen in der Pionierzeit der Luftfahrtgeschichte und lud zum Flug in den Flugsimulator.
Technologieland Niederösterreich
Im Jahr 2000 wurde die Technologieoffensive des Landes Niederösterreich gestartet. Speerspitze ist das im Jahr 2004 ins Leben gerufene Technopolprogramm, das von ecoplus umgesetzt wird. „Seit Beginn des Programms wurden und werden über 100 Projekte in der Größenordnung von über 130 Millionen Euro initiiert. In den drei Technopolen und im Technologiezentrum Wieselburg-Land arbeiten über 1.040 Forscherinnen und Forscher“, sagt LR Dr. Petra Bohuslav.
Die Lange Nacht der Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikationsoffensive „Technologie“, die vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, auf der einen Seite das Interesse der Jugend für Technologie und Forschung zu wecken und auf der anderen Seite die Leistungen der Forscherinnen und Forscher vor den Vorhang zu holen. „Das Interesse an der diesjährigen Langen Nacht der Forschung, die erstmals in 5 Städten in ganz Niederösterreich stattfand, zeigt, dass wir mit dieser Strategie am richtigen Weg sind“, resümiert Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus.at
Newsarchiv
Die „Lange Nacht der Forschung“ erstmals in 5 Städten Niederösterreichs: Fast 250 Stationen – für jeden etwas dabei!
Heuer findet am 27. April in Niederösterreich die „Lange Nacht der Forschung“ erstmals in 5 Städten statt. „Für die BesucherInnen wird ein spannendes Programm geboten und jeder kann sehen: Investitionen in die Technologie und Forschung lohnen sich: Für den Wirtschaftsstandort und vor allem für die Menschen in unserem Bundesland“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(18. April 2012) – Für Technologiebegeisterte und alle, die es noch werden möchten, ist der 27. April 2012 der ideale Tag. Mit der „Langen Nacht der Forschung“, die an 5 Standorten in Niederösterreich (Wieselburg, St. Pölten, Krems, Tulln und Wiener Neustadt) stattfindet, steht ein echtes Highlight am Programm.
Ab 16:30 Uhr öffnen die Forschungseinrichtungen bei freiem Eintritt ihre Pforten. Die BesucherInnen erwartet ein spannendes Programm und sehen an 249 Stationen die Leistungen, die tagtäglich von den heimischen ForscherInnen erbracht werden. „Die Vernetzung von Wirtschaft und Forschung ist das Erfolgsrezept des Technologiestandorts Niederösterreich. Basis ist das 2004 gestartete Technopolprogramm, das von ecoplus umgesetzt wird. An den Technopolen Krems, Tulln und Wr. Neustadt treffen SpitzenforscherInnen mit Top-Unternehmen zusammen und erarbeiten innovative Produkte, von denen der Standort Niederösterreich und vor allem die Menschen profitieren“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Die „Lange Nacht der Forschung“ findet in Niederösterreich bereits zum vierten Mal statt. Bei der letzten „Langen Nacht“ im Jahr 2010 an den drei Technopolstandorten wurden 10.000 BesucherInnen gezählt. Heuer präsentieren sich neben den drei Technopol-Standorten auch die Technologieregion Wieselburg und die Landeshauptstadt St. Pölten. Knapp 250 Stationen werden an 19 Schauplätzen bei freiem Eintritt Wissenswertes über niederösterreichische Forschung präsentieren. In allen Städten wird auch ein kostenloser LNF 2012 Shuttlebus angeboten, der die BesucherInnen zu den Stationen sicher durch die Nacht bringt.
Niederösterreich sucht seine/n Nachwuchs-Forscher/in
Eine Kooperation mit der ORF-eins-Wissenschaftssendung Newton macht es möglich! Während der Langen Nacht der Forschung 2012 begeben sich die Moderatoren der ORF Newton Sendung in den fünf Städten live auf die Suche nach dem/der niederösterreichischen Nachwuchsforscher/in. Bei einem 3-Minuten-Science-Slam können begabte, kreative JungwissenschaftlerInnen ein Forschungsthema unterhaltsam und spannend „on stage“ präsentieren.
„Den fünf Niederösterreich-Gewinnern winkt eine gemeinsame Reise nach Genf ins CERN, dem Europäischen Kernforschungsinstitut. Liveausschnitte aus den Shows werden am 5. Mai in der ORF-eins-Newton Sendung zu sehen sein“, erklärt Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Fotowettbewerb „Technoblick“
Außerdem wird in allen 5 Städten ein Fotowettbewerb stattfinden: Die BesucherInnen können jene LNF 2012-Station ablichten, die sie fasziniert und diese ganz persönlichen Impressionen auf www.technoblick.at hochladen. Alle Forschungs- und Wissenschaftsfreunde haben in der Folge die Möglichkeit für das tollste und interessanteste Bild bis einschließlich 30. Mai 2012 abzustimmen. Das Bild mit den meisten Stimmen gewinnt ein Apple iPad.
Krems
Am Campus Krems sowie im Bioscience Park erwarten die BesucherInnen 63 Projektstationen. Themenschwerpunkte: Medizin, Gesundheit und Wohlbefinden, Lebensräume, Internet und Cyberspace.
Neue Verfahren der Implantation von Zahnimplantaten werden hier genauso vorgestellt wie moderne Blutreinigungsverfahren, die in einer spannenden Videoshow gezeigt werden. In den Biotechnologielabors an der IMC FH Krems erlebt man eine Reihe von aufregenden, explosiven und spannenden Experimenten und jeder erfährt, was hinter den Versuchen steckt. Auch in die Welt von C.S.I. Krimis kann man bei der IMC FH Krems eintauchen, wenn die BesucherInnen die Hintergründe zum DNA-Profiling erfahren.
Tulln
Lernen und Experimentieren kann man bei der Langen Nacht der Forschung auch an 36 Projektstationen in Tulln. „Warum kommt der an der FH Wr. Neustadt Campus Tulln aufgebaute Zug erst bei -196°C so richtig auf Touren? Wie lässt sich innerhalb von Sekunden ein cremiges Eis zaubern? Und wie bekommt man die Luft aus einem Ballon ohne ihn zu zerstören? Diese und viele andere Fragen können Sie im Zuge der Mitmach-Experimente selber lösen“, lädt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki zur Langen Nacht der Forschung ein.
Am UFT Tulln wiederum lagern in einer weltweit einzigartigen Gendatenbank im AIT über 600.000 Gene und Genome von Bäumen, Pflanzen und Tieren bei 20° Celsius. In dieser Station können die BesucherInnen das vollautomatische Robotersystem beim Sortieren der DNA-Proben beobachten. Auch die unterschiedlichen Arten von Schimmelpilzen werden am UFT gezeigt. Alle BesucherInnen können Schimmelproben zur Station mitzubringen (z.B. Schimmel auf Tapete, Stoff, Silikon etc.) und die Experten bestimmen, ob es sich um Schimmel handelt und um welche Art.
St. Pölten
Spannendes gibt es auch in St. Pölten an 47 Stationen zu sehen! An der FH St. Pölten erzeugt die interaktive Weste FatCatZero Musik, wenn der leitfähige Stoff berührt wird. Die Pitoti-Kollektion verändert Lichtstimmungen durch Handgesten. An dieser Station sieht man, was intelligente Kleidung leisten kann!
Bei der Voith AG wiederum erfahren die BesucherInnen alles über Kaplan-, Pelton- und Francisturbinen. In einem 3D-Kino erlebt man dabei sogar hautnah das Innere einer Turbine!
Wieselburg
40 Projektstationen laden zum ersten Mal nach Wieselburg. Das Technologiezentrum Wieselburg-Land steht dabei zum Beispiel ganz im Zeichen der Energie. Gezeigt wird, wie man richtig heizt, um Umweltbelastungen möglichst gering zu halten und hohe Wirkungsgrade zu erreichen.
Im Labor der Sinne am Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt beschäftigt sich eine Station mit der Frage, was in unserem Körper passiert, wenn wir im Supermarkt unser Lieblingsprodukt sehen. Oder wie wir von neuen Angeboten überrascht werden. Mit Hilfe von Hautmessungen erfahren die BesucherInnen alles zum Thema: Bio-Feedback!
Wiener Neustadt
63 Projektstationen machen Wiener Neustadt auch heuer wieder zu einem Hot-Spot der Langen Nacht der Forschung.
Mit Hilfe eines Rasterkraftmikroskops lassen sich Oberflächen dreidimensional im Mikro- und Nanobereich abbilden. Dadurch können mit dieser Technologie unter anderem auch verschiedene Materialien und Bausteine von Zellen bis zur molekularen Auflösung beobachtet werden. Zu sehen ist das Spezial-Mikroskop am Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt.
Im Flugmusuem Aviaticum erzählt die Geschäftsführerin über die spannende Entwicklung der Pilotinnen in der Pionierzeit der Luftfahrtgeschichte. Haben Sie gewusst, dass zum Beispiel 1910 und 1911 Lilly Steinschneider und Bozena Lagler die Motorfluglizenz in Österreich erhielten? Der Flugsimulator steht dann exklusiv für Frauen den ganzen Abend zur Verfügung!
Das gesamte Programm der LNF 2012 in Niederösterreich finden Sie unter: www.lnf2012.at/noe
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus.at
Forscher der Med Uni Graz arbeiten an Entwicklung eines „Virtuellen Patienten“ Gesamter Medizinbereich des internationalen Projekts wird von Graz aus koordiniert
Graz, am 01. März 2012: Die Entwicklung eines speziellen Computermodells, eines „Virtuellen Patienten“, welches eine personalisierte Diagnose und Therapie ermöglicht, das ist das Ziel der EU-Großforschungsinitiative ITFoM (IT Future of Medicine). Die Planungsphase wird bereits mit rund 1,5 Million Euro gefördert. Ende des Jahres wird von der EU entschieden, ob das Pilotprojekt als „Flagship-Projekt“ ausgewählt und dann mit rund 1 Milliarde Euro über 10 Jahre gefördert wird.
Simulationen am Computermodell eines Patienten
Kein Mensch gleicht dem anderen. Nicht nur Aussehen und Charakter, sondern auch die biologischen Prozesse in einer Zelle sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Will man die Wirksamkeit und Effizienz medizinischer Therapien steigern, muss diese Tatsache berücksichtigt werden. Ein großes Bestreben der heutigen Medizin ist es Patientengruppen zu definieren, bei denen ein Medikament entweder besonders gut oder überhaupt nicht wirksam ist. Dieses Konzept berücksichtigt jedoch nur begrenzt die Komplexität der biologischen Vorgänge und Umweltfaktoren, die in einem einzelnen Patienten letztlich den individuellen Krankheitsverlauf bestimmen.
Das Projekt ITFoM geht einen großen Schritt weiter und entwickelt mathematische Modelle, mit deren Hilfe simuliert werden kann, wie ein Medikament bei einem individuellen Patienten wirkt. Durch ein Modell, welches auf jedes Individuum optimal zugeschnitten ist und seine anatomischen, physiologischen und genetischen Eigenschaften berücksichtigt, soll es möglich werden, Krankheiten auf einer individuellen Ebene zu verstehen und optimierte Therapien zu finden. Mathematische Modelle benötigen sehr zuverlässige Daten um korrekte Aussagen zu treffen. Aufgrund der enormen Fortschritte der Analysetechnik ist es möglich, dass die Sequenzierung eines Genoms, die vor wenigen Jahren noch 50.000 Euro gekostet hat, schon bald Teil der medizinischen Routine wird. Aber nicht nur die Gene geben Auskunft über uns. Auch Transkriptome (Gesamtheit aller in einer Zelle hergestellten RNA-Moleküle), Proteome (Gesamtheit der in einer Zelle vorliegenden Proteine) und Metabolome (Gesamtheit aller Stoffwechselprodukte in einer Zelle) zusammen mit klinischen Daten und Umweltfaktoren bilden die Grundlage für ein an jeden Patienten spezifisch angepasstes Computermodell. Einige wenige dieser Faktoren werden heute schon routinemäßig bestimmt, es fehlt jedoch die Integration in ein Gesamtmodell sowie Vergleichbarkeit und Qualitätsstandards, wie sie für solch große Datenmengen notwendig sind. Im Rahmen des ITFoM Projektes wird daher ein umfangreicher Referenzdatensatz bestehend aus allen oben beschrieben Daten erstellt, welcher in Folge die Basis für alle weiteren Forschungstätigkeiten bildet. Die Erstellung dieses Referenzdatensatzes wird von der Medizinischen Universität Graz koordiniert und wesentliche Teile der biologischen Proben und Daten werden in Graz gesammelt und erstellt.
Partner aus 15 Ländern
An dem Projekt arbeiten derzeit 24 Kernmitglieder und 32 Kooperationspartner aus 15 Ländern. Das Team hochrangiger Grundlagenforscher aus Europa und internationaler Industriepartner wird von Prof. Hans Lehrach, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik in Berlin, koordiniert. Der gesamte Medizinbereich des internationalen Projekts wird von der Med Uni Graz abgewickelt. Die Aufgaben in diesem Bereich umfassen die Definition der medizinischen Anforderungen an die mathematischen Modelle, die Erstellung eines Referenzdatensatzes und die Validierung der Ergebnisse in einem medizinischen Umfeld.
Begleitend werden ethische und soziale Fragestellungen sowie mögliche Auswirkungen auf das europäische Gesundheitssystems untersucht.
Ein Blick in die Zukunft
„War in der Vergangenheit die Physik ein treibender Motor in der Entwicklung der Computerindustrie, man denke nur an die Hochleistungscomputer und das Internet quasi als Nebenprodukt der Forschung des CERN, so wird diese treibende Kraft in Zukunft von der Medizin ausgehen“, sagt Prof. Zatloukal. Ein kleines Beispiel aus der Krebsbehandlung soll dies verdeutlichen. Eine bestimmte häufig eingesetzte Chemotherapie bei Darmkrebs führt in der Regel bei etwa 45% der Patienten zu einer Verkleinerung des Tumors. Da man aber nicht unterscheiden kann, bei welchen Patienten dies der Fall ist, wird die Therapie natürlich allen
angeboten. Dies führt einerseits zu hohen Kosten von bis zu 30.000 Euro und bringt andererseits nicht immer den gewünschten Erfolg. Die Medizin wird sich aber nicht einfach dadurch verändern, dass neue Daten verfügbar sind. Bei einem komplexen Gesundheitssystem gilt es innovative Prozesse anzustoßen, zu motivieren, und einen Diskussionsprozess zu moderieren. Wie ändert sich das Berufsbild eines Arztes, wenn
zukünftig „Kollege Computer“ auf den Plan tritt? Wird ein Arzt seine vorgeschlagene Therapie am „Virtuellen Patienten“ erproben, und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Diese und verwandte Fragestellungen werden in ITFoM durch die medizinische Plattform bearbeitet, wobei „außer Frage steht, dass die letztgültige Entscheidung, wie gut eine Simulation am Computer auch sein mag, immer durch einen Arzt getroffen wird“, sagt Prof. Zatloukal.
Facts & Figures
- Ziel: Konzept-Entwicklung für das Flagship-Projekt ITFoM
- EU-Programm: Future and Emerging Technologies (FET), http://cordis.europa.eu/fp7/ict/programme/fet_en.html
- EU-Förderung: rund 1,5 Millionen Euro
- Laufzeit: 1 Jahr
- Mögliche Förderung als „Flagship-Projekt“: 1 Milliarde Euro über 10 Jahre
- Projektpartner: 56 akademische Einrichtungen und Industriepartner
- Projektkoordination: Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik Berlin
- Für den gesamten Medizin-Bereich verantwortlich: Medizinische Universität Graz
- http://www.itfom.eu/
Weitere Informationen
Univ.-Prof. Dr. Kurt Zatloukal
Institut für Pathologie der Med Uni Graz
kurt.zatloukal@medunigraz.at
Tel.: 0316/380-4404
Internationale Auszeichnungen, Ausbau der Standorte – Technologiestandort Niederösterreich 2011 im Aufwind!
Das Technopolprogramm des Landes Niederösterreich läuft auf vollen Touren. „Insgesamt 108 Projekte mit einem Volumen von rund 138 Millionen Euro wurden seit dem Jahr 2004 an den Standorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt sowie dem Technologiezentrum Wieselburg Land umgesetzt“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(29. Dezember 2011) – „Vor 11 Jahren wurde die Technologieoffensive des Landes Niederösterreich gestartet. Seither positioniert sich unser Bundesland als moderner Wirtschaftsstandort mit innovativer Spitzentechnologie. Die angesiedelten Hightech-Betriebe und Forschungseinrichtungen haben sich über die Grenzen Niederösterreichs hinaus einen Namen gemacht“, sagt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Einen wesentlichen Anteil daran hat das im Jahr 2004 begonnene Technopolprogramm, das von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, umgesetzt wird. Seit seinem Start wurden 108 Forschungsprojekte mit einem gesamten Projektvolumen von rund 138 Millionen Euro initiiert und umgesetzt. Insgesamt arbeiten rund 1050 Forscherinnen und Forscher an den drei Technopolstandorten in Krems, Tulln und Wiener Neustadt sowie am Technologiezentrum in Wieselburg-Land. Darüber hinaus wurden 26Unternehmen gegründet oder angesiedelt, die wiederum über 400 neue Arbeitsplätze im Hochtechnologiebereich geschaffen haben.
„Die Erfolge des Technopolprogramms werden auch international anerkannt. Bei den jährlich von der Europäischen Union ausgeschriebenen „RegioStars“-Auszeichnungen ist das Technopolprogramm unter den 16 Finalisten für das kommende Jahr 2012. Insgesamt wurden 40 Projekte eingereicht“, sagt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Am Technopol Tulln wurde heuer das neue Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) eröffnet. Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und das Austrian Institute of Technologie (AIT) arbeiten hier auf den Gebieten der erneuerbaren Rohstoffe, Bio- und Umweltressourcen zusammen. „Damit wurden 250 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Tulln geschaffen“, berichtet LR Dr. Bohuslav. Außerdem ging auch der diesjährige Karl Ritter von Ghega Innovationspreis an Romer Labs Diagnostic GmbH, die am Technopol Tulln angesiedelt sind.
Ebenfalls in Tulln fand heuer zum ersten Mal der Niederösterreichische Forschungsparcours Enjoy Science. Bei dieser zweitägigen Veranstaltung für AHS- und HTL-Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 16 Jahren absolvierten die Jugendlichen mehrere Forschungsstationen, mit dem Ziel möglichst früh ihr Interesse für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu wecken.
Auch in Krems wurden den Jugendlichen mit dem Donauschiff MS Wissenschaft die Möglichkeiten im Technologiebereich auf spannende Weise näher gebracht.
Am Technopol Wiener Neustadt wurde heuer aufgrund des wachsenden Platzbedarfs der Spatenstich für den zweiten Teil der 4. Ausbaustufe des Technologie- und Forschungszentrums (TFZ) vorgenommen.
„Das TFZ wächst damit um weitere 1.400 m² Labor- und Bürofläche. Die Gesamtinvestitionen der 4. Ausbaustufe betragen damit 22 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung Mitte 2012 werden damit rund 500 Fachkräfte im TFZ arbeiten. Weitere 100 Arbeitsplätze sollen folgen. Der Technopol Wiener Neustadt hat sich als international beispielgebender Forschungs-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort etabliert“, sagt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Auch im Mostviertel ist der Technologiestandort Niederösterreich weiter auf dem Vormarsch. Heuer wurde hier ein eigener Technologiemanager installiert. Speerspitze im Mostviertel ist das Technologiezentrum Wieselburg-Land (TZWL).
„Mit dem Thema Bioenergie haben wir in Wieselburg eine ganz klare Schwerpunktsetzung. Die Auslastung des TZWL von 75 Prozent zeigt auch hier, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Als ecoplus investieren wir permanent in die Infrastruktur der Standorte Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg-Land, um den innovativen Forscherinnen und Forschern ein modernes Umfeld zu bieten“, sagt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus,at
„Lange Nacht der Forschung“ findet 2012 erstmals an fünf Standorten in Niederösterreich statt!
Gleich an fünf Standorten öffnen niederösterreichische Forschungs- und Bildungseinrichtungen am Freitag, 27. April 2012 ihre Türen. „Neben unseren Technopolstandorten in Krems, Tulln und Wiener Neustadt werden die BesucherInnen im nächsten Jahr erstmals in Wieselburg und St. Pölten hautnah spannende Experimente, neueste Untersuchungsmethoden und interessante Einblicke in die Welt der Forschung erleben“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(24. November 2011) – Die „Lange Nacht der Forschung“ ist der größte Forschungsevent in Österreich und wird am 27. April 2012 zum ersten Mal auch in allen 9 Bundesländern stattfinden. Auch Niederösterreich stellt die Leistungen der heimischen Forscherinnen und Forscher am
27. April 2012 wieder einem breiten Publikum vor.
„Unser Bundesland war von Anfang an bei dieser Initiative mit an Bord. Damit verfolgen wir unsere Strategie, die Leistungen unseres Technologiestandorts vor den Vorhang zu holen und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Im Jahr 2010 war die „Lange Nacht der Forschung“ in Niederösterreich ein voller Erfolg. 10.000 Besucherinnen und Besucher kamen in die Technopolstandorte Krems, Tulln und Wiener Neustadt. Im nächsten Jahr wird ein noch größerer Ansturm erwartet, denn den Gästen werden interessante Vorträge, spannende Experimente und Einblicke in die Forschungseinrichtungen an insgesamt fünf Standorten in Niederösterreich geboten.
Standorte mit folgenden Forschungsschwerpunkten:
- Technopol Krems: Biotechnologie und Regenerative Medizin;
- Technopol Tulln: Agrar- und Umweltbiotechnologie, Bioanalytik;
- Technopol Wiener Neustadt: Materialien, Verfahrens- und Prozesstechnologien, Medizin-Technik, Sensorik-Aktorik und Oberflächen;
- Technologieraum Wieselburg: Bioenergie, Agrar- und Lebensmitteltechnologie
- Technologiestandort St. Pölten: Medien, Informatik und Verkehrslösungen
Während der „Langen Nacht der Forschung“ werden die BesucherInnen anhand von Experimenten und Vorführungen etc. erfahren, wie sie von den Leistungen der Forschung in NÖ profitieren. „Niederösterreich entwickelt sich zum Hochtechnologie- und Forschungsstandort. Seit dem Start des Technopolprogramms im Jahr 2004 laufen mehr als 100 Forschungs-Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 130 Millionen Euro. Insgesamt arbeiten mehr als 1.000 Forscherinnen und Forscher an den Technopolen Niederösterreichs. Darüber hinaus wurden mehr als 30 Unternehmen gegründet oder angesiedelt, die wiederum neue Hochtechnologiearbeitsplätze geschaffen haben“, sagt LR Dr. Bohuslav.
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus.at
4. Ausbaustufe des TFZ Wiener Neustadt: 22 Millionen Euro für den High-Tech-Standort
Der Spatenstich des 2. Teils der 4. Ausbaustufe des Technologie- und Forschungszentrums (TFZ) Wiener Neustadt ist ein weiterer Meilenstein für den Technologiestandort Niederösterreich. „Niederösterreich als Technologieland zu positionieren ist ein wichtiger Teil der Wirtschaftsstrategie des Landes Niederösterreich“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(19. Oktober 2011) – Der Technopol Wiener Neustadt ist schon heute ein Forschungsstandort internationalen Formats. Mehr als 150 Projekte mit internationalen wissenschaftlichen Partnern und 80 Projekte mit internationalen industriellen Partnern werden hier abgewickelt. Die WissenschafterInnen kommen aus 60 Ländern und auch die Studenten an der FH Wiener Neustadt und am Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) stammen aus 70 Ländern.
„Aufgrund des wachsenden Platzbedarfs wird die 4. Ausbaustufe des TFZ in einem 2. Teil um weitere 1.400 m² an vermietbaren Labor- und Büroflächen ausgebaut. Die Gesamtinvestitionen der 4. Ausbaustufe betragen damit 22 Millionen Euro“, so Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav beim heutigen Spatenstich mit ecoplus Aufsichtsratvorsitzendem KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger, DI Dr. Norbert Gamsjäger, Geschäftsführer Aerospace & Advanced Composites GmbH und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.
Derzeit arbeiten knapp über 400 MitarbeiterInnen am TFZ Wiener Neustadt. Die neuen Räumlichkeiten des 2. Teils der 4. Ausbaustufe wird die Aerospace & Advanced Composites GmbH mit etwa 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beziehen. Auch das Kompetenzzentrum für Tribologie, AC²T research GmbH, das bereits im TFZ angesiedelt ist, erweitert seinen Firmenstandort im 1. Teil der 4. Ausbaustufe um weitere 40 Personen. Die Happy Plating GmbH wird mit weiteren 20 MitarbeiterInnen die TFZ-Räumlichkeiten nutzen.
„Mit der Fertigstellung der 4. Ausbaustufe Mitte 2012 werden damit rund 500 Fachkräfte im TFZ arbeiten. Weitere 100 Arbeitsplätze sollen folgen. Der Technopol Wiener Neustadt hat sich als international beispielgebender Forschungs-, Bildungs- und Wirtschaftsstandort etabliert“, so LR Dr. Bohuslav.
Für den Aufsichtsratsvorsitzenden der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, ecoplus, KO LAbg. Mag. Klaus Schneeberger ist das TFZ eine echte Erfolgsgeschichte: „Angesiedelt im ecoplus Beteiligungspark CNG Civitas Nova, ist das Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt ein echter Job-Motor für die Region: Am gesamten Areal, inklusive des ecoplus Wirtschaftsparks, sind über 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 122 Unternehmen beschäftigt.
Das niederösterreichische Technopolprogramm wird seit 2004 von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich an den Standorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt umgesetzt. Seit Beginn des Programms wurden und werden über 100 Projekte in der Größenordnung von über 130 Millionen Euro initiiert.
„Mittlerweile arbeiten an den drei Technopolen und im Technologiezentrum Wieselburg-Land über 1.030 Forscherinnen und Forscher“, sagt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki. „Wir investieren immer wieder in die Infrastruktur, um unseren Forscherinnen und Forschern jenes Umfeld zu bieten, das sie für ihre Innovationen und Entwicklungen brauchen.“
Die ecoplus Technopole sind technologisch-wirtschaftliche Zentren, die gezielt um anerkannte Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen aufgebaut werden. Mit Hilfe des Technopolprogramms werden Standorte mit einer hohen Dichte an F&E-Einrichtungen, forschungsintensiven Betrieben, sowie spezifischen Aus- und Weiterbildungsstätten als Orte „technologieorientierten Wirtschaftens“ mit Konsequenz weiter entwickelt und mit Unternehmen vernetzt.
„Allein im Jahr 2009 wurde mit den Technopolen eine Gesamtwertschöpfung von rund 120 Millionen Euro für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich generiert. Der totale Beschäftigungseffekt an den Technopolen beläuft sich auf 2.187 Arbeitsplätze, wobei auf zwei hochqualifizierte Arbeitsplätze eine weitere Stelle im Mittelbau kommt“, bilanziert Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus.at
10 Jahre Regionales Innovationszentrum (RIZ) Nord GmbH – Krems ist der Technopol für medizinische Biotechnologie
Der Technopol Krems zählt niederösterreichweit als Zentrum der Biotechnologie. „Die Biomedizinischen Produktionen und High-Tech Laborräumlichkeiten entsprechen österreichweit und in der EU den höchsten Produktionsstandards“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav.
(22. Februar 2011) – Gestern fand die 10 Jahresfeier des Regionalen Innovationszentrums (RIZ) Nord GmbH mit Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav, LAbg. Ingeborg Rinke, Bürgermeisterin von Krems, Mag. Gerhard Schmid, Geschäftsführer RIZ Nord GmbH, Dr. Wolfram Strobl, Geschäftsführer der Fresenius Medical Care Adsorber Tec GmbH und ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki in Krems statt.
„Durch die Entwicklung des Impulsprojekts RIZ Nord am Technopol Krems wurde modernste Infrastruktur (Labors und Büros) für hochqualifizierte Wissenschafterinnen und Wissenschafter geschaffen. Denn exzellente Forschungsleistung benötigt exzellente Rahmenbedingungen“, sagt Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav und ergänzt: „In der letzten Dekade trug das RIZ Nord wesentlich zur Erfolgsgeschichte des Technopol Krems bei. Heute liegt hier die Schwerpunktsetzung in den Bereichen der Biomedizin und der Health-Services.“ Insgesamt sind heute im RIZ Nord 26 Unternehmen eingemietet – das entspricht einer Auslastung von 89 Prozent.
Am gesamten Technopol in Krems wird mittlerweile in zahlreichen Technologiefeldern erfolgreich geforscht: Blutreinigungssysteme, Tissue Engineering (Biomaterialien), Zelltherapien, Zellbiologie / Zellphysiologie, Bauphysik – Energie-Systeme, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Visual Computing. „Mit der Donauuniversität Krems, und der Fachhochschule IMC Krems und den insgesamt 4.500 Studentinnen und Studenten gibt es in Krems ein Umfeld, das auch für die Zukunft einen perfekten Standort für Unternehmen garantiert“, so LR Dr. Bohuslav.
Das zeigen auch die Forschungsgebiete der Kremser Wissenschaftler: Forschung zu Blutreinigungsverfahren am Zentrum für Biomedizinische Technologien, Krebsforschung an der IMC – FH Krems, „künstliche Knorpel und Gelenke“ am Zentrum für Regenerative Medizin an der Donau Universität Krems sowie „Heilung chronischer Wunden“ von Tissue Med Bioscience. „Damit die Forscherinnen und Forscher über ein ideales Umfeld verfügen, wurden am Technopol Krems seit 1999 etwa 19,9 Millionen Euro für Infrastrukturprojekte aufgewandt. Den 120 MitarbeiterInnen am Bio Science Park (RIZ + BTZ) stehen über 5.700 m² Mietfläche zur Verfügung“, sagt Dr. Bohuslav.
ecoplus setzt als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich das Technopolprogramm an den Standorten Krems, Tulln und Wiener Neustadt um. „Seit April 2004 wurden durch die Technopolmanager mehr als 95 Forschungsprojekte mit einem Gesamtprojektvolumen von über 124 Millionen Euro initiiert“, sagt ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki.
Weitere Informationen:
Mag. Lukas Reutterer, Büro LR Dr. Petra Bohuslav, Tel: 02742/9005-12026, lukas.reutterer@noel.gv.at
Mag. Gregor Lohfink, ecoplus, Tel: 02742/ 9000-19616, g.lohfink@ecoplus.at
Über LISA
Österreich hat sich der nachhaltigen Entwicklung seiner Life Science Branche verschrieben. Die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft unserer Life Science Branche beruht auf unseren exzellenten Ingenieurs- und Wissenschaftsleistungen. Mit großen als auch kleinen Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich, sowie Anbietern von Schlüsseltechnologien und zugehörigen Dienstleistern, bietet Österreich ein dynamisches Umfeld für die Life Science Industrie.
Österreich ist Standort zahlreicher innovativer Firmen in den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Schlüsseltechnologien und dazugehörige Dienstleister. In den letzten Jahren hat sich Österreich zu einer Drehscheibe für die Life Science Szene entwickelt und viele multinationale Konzerne haben die Stärken Österreichs entdeckt, vorallem die starke Produktkandidaten-Pipeline, die erstklassigen Produkte, Technologien und Dienstleistungen.
Life Science Austria (LISA) bewirbt den österreichischen Life Science Sektor international und ist Hauptansprechpartner in allen Fragen zum Sektor. LISA ist der Entwicklung und dem Wachstum der österreichischen Life Science Szene zu einem führenden Baustein der österreichischen Wirtschaft verpflichtet. International verfolgt LISA das Ziel österreichische Life Science Spitzenleistungen in der gesamten Welt bekannt zu machen.
LISA repräsentiert Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich, sowie Anbieter von Schlüsseltechnologien und zugehörige Dienstleister, die in den fünf österreichischen Life Science Clustern vertreten sind:
- ecoplus (Niederösterreich)
- Gesundheitscluster (Oberösterreich )
- LISAvienna (Wien )
- Human Technology Styria (Steiermark)
- Standortagentur Tirol (Tirol)
Das Team von LISA steht Ihnen für alle Fragen der Finanzierung, Ansiedlung, Projekten und internationalem Marketing im Bereich Life Sciences in Österreich zur Verfügung.
LISA wird von der österreichischen Förderbank austria wirtschaftsservice Gesmbh (aws) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) umgesetzt.
Downloads
Sie möchten mehr über den lebendigen, kreativen und innovativen österreichischen Life Science Sektor erfahren? Blättern Sie durch das Informationsmaterial auf dieser Seite.
Neben Zahlenmaterial können Sie auch Informationsmaterial aus unserem Netzwerk einsehen und runterladen.
Viel Vergnügen beim Lesen!
Österreichisches Firmenverzeichnis 2012
Medica 2011 – österreichisches Ausstellerverzeichnis
Austrian Medical Technology Survey 2011
Download Medical Technology Sectory Survey 2011
Austrian Biotechnology Sector Survey 2011
Download Austrian Biotechnology Sector Survey 2011