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FORTSCHRITTE BEI WUNDHEILUNG: KLARER BELEG FÜR WIRKUNG NEUER SUBSTANZ ZUR THERAPIE DES DIABETISCHEN FUSSES

Wirkstoff von Tissue Med Biosciences beschleunigt Wundheilung & Businessentwicklung

Krems, 10. August 2011 – Die Wirksamkeit einer neuen Substanz zur beschleunigten Wundheilung wurde jetzt in präklinischen Studien klar belegt. Im direkten Vergleich mit Konkurrenztherapien ist der Wirkstoff bei der Behandlung chronischer Wunden eindeutig überlegen. Gemeinsam mit einer umfassenden Kombination von Heilungseffekten bietet der Wirkstoff des österreichischen Biotechnologieunternehmens Tissue Med Biosciences eine attraktive Behandlungsalternative – und mit der Therapie diabetisch bedingter Wunden eine vielversprechende Geschäftsgrundlage. Diese wird nun mit einer Kapitalrunde ausgebaut, um rasch klinische Studien beginnen zu können.

Hat man Diabetes Typ 2, folgen weitere Probleme auf dem Fuß – meist auf dem eigenen. Denn 15 Prozent aller Diabetiker entwickeln dort chronische Wunden. Diese als “Diabetischer Fuß” bezeichnete Erkrankung führt oftmals zu einer monatelangen Behandlung, verschlechtert die Lebensqualität der Erkrankten und kann sogar zur Amputation führen. Tatsächlich sind die mit der Behandlung verbundenen Kosten für die Krankenkassen enorm. Eine Therapieform, die einen rascheren Wundverschluss erlaubt, ist daher intensiv nachgefragt. Zwar existieren verschiedene Behandlungskonzepte, die einzelne Vorteile bieten, doch bleibt die Wundheilung noch immer hinter der eines gesunden Menschen deutlich zurück. Vor Kurzem konnte nun das österreichische Biotech-Unternehmen Tissue Med Biosciences einen Wirkstoff isolieren, der mehrere Behandlungsvorteile vereint. Eine molekulargenetisch hergestellte Form des als TMBP-3 bezeichneten Wirkstoffes wurde nun im Rahmen der präklinischen Prüfung ausführlich getestet und zeigte einen überragenden Erfolg bei der Wundheilung.

WIRKT OHNE WUNDER

Dazu der Gründer des Unternehmens, Dr. Rudolf Berger: “Bereits nach einer Woche haben wir bei ersten Tieren, die ähnlich Diabetikern eine verzögerte Wundheilung haben, gesehen, dass die mit TMBP-3 behandelten Wunden verheilt waren. Das konnte bei der Behandlung mit anderen Therapien nicht festgestellt werden. Dass diese Heilungsbeschleunigung auch von der Dosis des Wirkstoffes abhing, ist ein weiterer, deutlicher Beleg für dessen Effizienz.”

Die nun belegte Effizienz von TMBP-3 ist auch auf die einmalige Kombination von physiologischen Prozessen zurückzuführen, die dieser Wirkstoff positiv beeinflusst. So bewirkt er eine Zellteilung von menschlichen Hautzellen und damit den Wundverschluss. Zusätzlich unterstützt TMBP-3 die Bildung von neuen Blutgefäßen und fördert auch bestimmte Immunreaktionen, die Infektionen der Wunde entgegenwirken. Weiters wurde beobachtet, dass TMBP-3 seine Wirkung sehr rasch erzielt, selbst im Wundsekret nur sehr langsam abgebaut wird und lange im Wundareal verbleibt. Dies sind alles drei Aspekte, die zur effizienten Wirkung der Substanz beitragen.

Diese Belege kommen nicht ganz überraschend. Bereits in-vitro-Tests zeigten, dass TMBP-3 großes Potenzial hat. Diese ergaben einen um ein Vielfaches schnelleren Wundverschluss. Die jetzt zusätzlich erfolgte Bestätigung im Tiermodell hat das Unternehmen bestärkt, den Wirkstoff raschestmöglich für die notwendigen klinischen Studien vorzubereiten. Diese sind für das Jahr 2012 geplant. Zu der benötigten Finanzierung der weiteren Entwicklung meint Dr. Berger: “Erfreulicherweise ist TMBP-3 günstig in der Herstellung und der weltweite Bedarf wird mit der Alters- und Wohlstandsentwicklung der Bevölkerung und der damit verbundenen Zunahme der Patienten mit Diabetes Typ 2 rapide steigen. Der Anwendungsbereich von TMBP-3 ist auch nicht auf den Diabetischen Fuß beschränkt. Andere chronische Wunden wie Dekubitus, also das Wundliegen, oder Ulcus cruris, das offene Bein, könnten genauso behandelt werden wie Verbrennungen und Operationswunden. Das sind attraktive Einstiegsbedingungen für private Investoren in Österreich, mit denen wir in den nächsten Monaten in Gesprächen sein werden.”

Tatsächlich beträgt allein die weltweite Anzahl an Typ-2 Diabetikern rund 350 Mio. – über 50 Mio. von ihnen werden an einem Diabetischen Fuß erkranken. Zudem wird erwartet, dass diese Zahlen, nach einer Verdoppelung in den letzten 20 Jahren, weiter rasch steigen werden. Verantwortlich sind dafür, neben der demografischen Entwicklung, der zunehmende Wohlstand auch in den Schwellenländern. Insgesamt ist die Behandlung der chronischen Wunden der Patienten ausgesprochen kosten- und personalintensiv. Die von Tissue Med Biosciences entwickelte Behandlung bietet da eine Alternative, die den Patienten, ebenso wie dem Gesundheitssystem, zugutekommen wird.

Über Tissue Med Biosciences (TMB) (Stand August 2011)

Tissue Med Biosciences (TMB) entwickelt neue Therapien für chronisch degenerative Erkrankungen in den Bereichen Wundheilung, Muskelerkrankungen und Kardiologie. Die Basis der Therapien von Tissue Med Biosciences sind humane, rekombinante Proteine. Die von TMB entwickelten Proteine sind effizient, sicher in der Anwendung und kostengünstig in der Produktion. Ein Produktkandidat für die Wundheilung wird im Jahr 2012 in klinischen Studien untersucht werden.

Kontakt Tissue Med Biosciences:

Dr. Rudolf Berger
Geschäftsführer
Magnesitstraße 1
3500 Krems, Österreich
T +43 / (0)664 / 3829192
E rb@tmbiosciences.com

W http://www.tmbiosciences.com

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Metabolomische Biomarkerforschung zur Diabetes-Früherkennung

Internationales Expertengespräch über Status quo, Benefits und Chancen von Metabolomics in Ernährungswissenschaften, Diabetologie und Endokrinologie

Metabolomische Biomarkerforschung bezeichnet ein junges Forschungsfeld, das sowohl in der Medizin als auch in der Ernährungswissenschaft große Hoffnung für die Früherkennung von genetisch bedingten Krankheiten birgt. Erstmalig zu diesem Thema findet heute in Wien ein Round Table Gespräch mit hochrangigen internationalen Experten statt, die über den Status quo sowie der Zukunft der Metabolomics im Bereich Diabetologie und Ernährung diskutieren. Das Tiroler Biotech-Unternehmen Biocrates unterstützt diese Wissenschaften mit wertvollen Forschungsergebnissen und Produkten und setzt damit wichtige Meilensteine in der Diabetes-Früherkennung und der Personalisierten Medizin.

Das junge Forschungsfeld der „Metabolomics“

Der Begriff „Metabolom“ bezeichnet die Gesamtheit der Stoffwechselprodukte eines Organismus, wobei das Metabolom die Ansammlung von Metaboliten darstellt. Das Metabolom fasst alle charakteristischen Stoffwechsel-Eigenschaften einer Zelle bzw. eines Gewebes zusammen.

Metabolomics ermöglicht es, ein medizinisches Profil für jedes Individuum zu erstellen, und kann so z.B. vorhersagen, wie hoch das individuelle Risiko ist, eine bestimmte Krankheit zu erleiden, oder wie der Körper auf ein bestimmtes Medikament reagieren wird.

„Untersuchungen des Metaboloms können wichtige Informationen über Erkrankungen wie Krebs, des Nervensystems, Asthma oder Diabetes“ liefern, so Univ.-Prof. Dr. Jerzy Adamski vom Helmholtz Zentrum München. Durch den Bereich der Metabolomics können Risikoabschätzungen für den Ausbruch von Erkrankungen sowie neue diagnostische Verfahren und Therapien entwickelt werden. Durch die Analyse der Wechselwirkungen zwischen dem Genom (Information über die Gesamtheit der Gene), dem Metabolom und Umweltfaktoren können laut Adamski präventive gesundheitsrelevante Maßnahmen abgeleitet werden.

Metabolomics und Diabetes

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, die zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte führt. Diese Art des Diabetes wurde früher auch „nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus“ oder „Altersdiabetes“ genannt. In den letzten Jahren findet sich Diabetes mellitus Typ 2 aber auch immer öfter bei jüngeren Personen und sogar bei Jugendlichen.

„Diabetes ist eine der größten Herausforderung für die Gesundheitssysteme westlicher Gesellschaften“, erläutert Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze, Vorstand des Instituts für Sozialmedizin und Vorsitzender dieses internationalen Experten Round Tables, „wissenschaftliche Fortschritte in diesem Bereich helfen nicht nur persönliches Leid zu lindern, sondern können auch zu einer wirtschaftlichen Genesung unseres Gesundheitssystems einen maßgeblichen Beitrag leisten.“

Eine unsachgemäße Blutzuckereinstellung und Behandlung kann zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes ist, neben der genetischen Veranlagung, Übergewicht (vor allem ein erhöhter Bauchumfang), sowie ein hoher Blutdruck (Hypertonie) und erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin). Diese Ansammlung von Risikofaktoren wird als Metabolisches Syndrom bezeichnet. Der junge Forschungszweig der Metabolomics bietet bereits erste Ansätze für die präventive Früherkennung eines Diabetes-Risikos noch vor Ausbruch der Krankheit. Univ.-Prof. Dr. Michael Roden, vom Deutschen Diabetes Zentrum Düsseldorf merkt an, „Es ist an der Zeit, neue Forschungsrichtungen wie die der Metabolomik weiter voranzutreiben und zu optimieren. Vor allem sollten Biomarker zur frühzeitigen Aufklärung der Entstehung und Entwicklung von Krankheiten mit allen daran beteiligten Faktoren rasch entwickelt werden.“

Was bedeutet Metabolomics für die Personalisierte Medizin?

Zahlreiche Medikamente reagieren bei vielen Menschen unterschiedlich. Aus diesem Grund sollten Medikamente maßgeschneidert werden, da eine Größe nicht für alle passt.

Jede Zelle unseres Körpers enthält einen individuellen genetischen Code, der dem Körper erklärt, welche Proteine, z.B. Enzyme, er herstellen soll. Diese Enzyme helfen den Medikamenten, ihre Wirkung zu entfalten und entscheiden somit darüber, wie der Körper darauf reagiert. Medikamente der Zukunft könnten intelligente Mechanismen enthalten, die direkt an der richtigen Stelle und auf dem richtigen Wege helfen. Das Risiko von Nebenwirkungen kann somit reduziert und Medikamente könnten insgesamt sicherer gemacht werden.

Metabolomics in der Personalisierten Medizin bietet darüber hinaus den Vorteil der besseren Diagnose und der Prognose des weiteren Krankheitsverlaufs. Eine Krankheit kann somit frühzeitig erkannt und diagnostiziert werden, noch bevor der Patient unter Symptomen leidet. Dies wäre ein weiterer Meilenstein in der Präventivmedizin.

Metabolomics in der Ernährungsforschung

Über den Zusammenhang von Ernährung und Metabolomics führt Univ.-Prof. Dr. Hannelore Daniel von der Technischen Universität München aus: „Unsere Ernährung spielt bei nahezu allen lebensstilbedingten Erkrankungen (u.a. Diabetes Typ 2, kardiovaskuläre und Tumor-Erkrankungen) eine prominente Rolle.“ Laut Daniel können Metabolom-Analysen des Blutes, z.B. nach der Nahrungsaufnahme, individuelle Unterschiede in der Verwertung der Nahrung aufzeigen. Sie sieht im Bereich der Metabolomics eine große Chance, frühzeitig ernährungsbedingte Krankheitsrisiken zu erkennen.

Technologien und Tools der Biomarkerforschung

Mit Hilfe der Molekulardiagnostik und ihrer neuen Technologien (wie Genomics, Proteomics, Transcriptomics und Metabolomics) wird es zukünftig gelingen, noch mehr über die verschiedenen Ausprägungen einer Krankheit und entsprechend differierenden Behandlungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Patienten herauszufinden.

Rückfragehinweis:

Michael Leitner, Public Health PR

Tel.: +43/1/602 05 30-92,

e-mail: michael.leitner@publichealth.at

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