LISA Live Berichterstattung von der 2013 Bio International Convention
Life Science Austria berichtet
Es verspricht eine spannende BIO zu werden, natürlich auch für die österreichischen Teilnehmer. Auch dieses Jahr wird Österreich mit einer großen Delegation von 15 Firmen und Forschungsorganisationen dabei sein. Auch dieses Jahr berichtet LISA Live von der 20. Bio International Convention in Chicago. Von 22. – 25. April können Sie auf www.chemiereport.at über die Ereignisse auf der Messe als auch über die Erfahrungen der österreichischen Delegation nachlesen.
News Archiv
Biotechnologie: Kooperations- und Lieferchancen in Südkorea und China
Im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go-international, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Wirtschaftskammer Österreich, lädt Sie das AußenwirtschaftsCenter Seoul zum Austria Showcase Life Sciences – Biotechnologie, Kooperations- und Lieferchancen in Südkorea ein.
Die Reise wird von der Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, Frau KommR Brigitte Jank, geführt.
Lesen Sie über die vergangene österreichische Delegationsreise Pharma und Biotechnologie 2012 nach China oder laden Sie unseren Fachreport China: Pharma und Biotechnologie herunter.
Warum teilnehmen?
- Führende koreanische Unternehmen sind permanent auf der Suche nach innovativen Partnern und haben hohe Investitionsbereitschaft
- B2B Gesprächen mit potentiellen F&E sowie Vertriebspartnern, strategischen und Venture Capital-Investoren
- Lernen Sie die koreanischen Gegebenheiten vor Ort kennen
- Präsentieren Sie sich beim “Austrian Life Science and Medical Investment Forum“ vor koreanischen Entscheidungsträgern aus Politik, Forschung, Universitäten und den großen Marktplayern
- Chinesische Unternehmen sind besonders an ausländischer Technologie interessiert, da sie selbst oft nur geringe F&E Aktivitäten haben
Höhepunkte sind:
- Kennenlernen und Besuch der wichtigsten F&E Zentren in Korea
- Kennenlernen und Besuch der wichtigsten koreanischen Marktplayer
- Erfahrungsaustausch (Kamingespräch) mit bereits aktiven Zulieferanten in Korea
- das ChinaBio Partnering Forum in Peking
Anmeldung, Kosten & Programm
- Frist per 01.03.2013
- Anmeldeformular
- Anmeldeformular für das LISA ChinaBio Partnering Forum
- für Mitglieder EUR 700
- für Nichtmitglieder EUR 1.400
- vorläufiges Programm
acib im Rampenlicht der internationalen Biotechnologie
Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) präsentierte in Istanbul seine Forschung in einer eigenen acib-Konferenz im Rahmen des 15. European Congress on Biotechnology. Gut 1000 WissenschafterInnen nahmen an dieser größten Biotech Veranstaltung in Europa teil.
Biotechnologie für die industrielle Produktion“, war das Motto des 15. Europäischen Kongress über Biotechnologie, der von 23. bis 26. September in Istanbul über viele Bühnen ging (ECB15). acib (Austrian Centre of Industrial Biotechnology) war nicht nur Partner der Veranstaltung, sondern hat dort viele spannende Forschungsergebnisse im internationalen Rampenlicht präsentiert.
Beim Kongress ging es insgesamt um alle Schwerpunktfelder der Biotechnologie: Bioenergie, Treibstoffe & Raffinerietechnologie, Humangenetik & Stammzellenforschung, Klimawandel samt biologischer Lebensmitteltechnologien sowie um den Einsatz von Computern & Informationstechnologie für die Medizin von morgen. 25 acib-MitarbeiterInnen haben sowohl im Hauptprogramm als auch in einem speziellen „acib-Symposium“ ihr Wissen präsentiert.
Prof. Alois Jungbauer informierte über Bioprozesstechnologie und das ideale Umsetzen vom biotechnischen Produktionsverfahren vom Labor- zum Industriemaßstab; vom Fingerhut- zum Swimmingpool-Maßstab sozusagen. Kathrin Greimel berichtete über den „Biolack“, der bei acib entwickelt wurde. Dabei sind Schwermetalle, die man bislang für die Lackhärtung brauchte, durch Enzyme ersetzt. Besagte Schwermetalle wurden als potenziell Krebs erregend eingestuft. Margit Winkler referierte über die „künstliche Leber“: Das weltweit erste Testsystem im präparativen Maßstab, das im Reagenzglas den Abbau von Medikamenten wie im Körper simuliert. Bei Regina Grillaris Vortrag ging es um neue Leber-Zellinien, mit denen sich eine mögliche Nephrotoxizität besser voraussagen lässt als bisher. Biokat Award 2012 Preisträger Prof. Wolfgang Kroutil erzählte über revolutionäre enzymatische Ansätze in der präparativen organischen Chemie. „Für uns sind Kongress wie dieser ideale Möglichkeiten, unsere Forschung auf internationaler Ebene zu präsentieren“, erklärt Prof. Anton Glieder, wissenschaftlicher Geschäftsführer des acib, und freut sich über viel Interesse am acib.
Über acib
Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) ist das österreichische K2-Zentrum für industrielle Biotechnologie. Es ist ein internationaler Zusammenschluss von derzeit acht Universitäten und 30 Projektpartnern, darunter bekannte Namen wie BASF, DSM, Sandoz, Boehringer Ingelheim RCV, Jungbunzlauer, F. Hoffmann-LaRoche, Novartis, VTU Technology oder Sigma Aldrich. Eigentümer sind die Universitäten Innsbruck und Graz, die TU Graz, die BOKU Wien sowie Joanneum Research.
Beim acib forschen und arbeiten derzeit rund 190 Beschäftigte an mehr als 30 Forschungsprojekten. Das Budget bis 31.12. 2014 macht ca. 60 Mio. Euro aus. Öffentliche Fördermittel (58% des Budgets) bekommt das acib von der Forschungsförderungsgesellschaft der Republik Österreich (FFG), der Standortagentur Tirol, der Steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) und der Technologieagentur der Stadt Wien (zit) sowie aus dem FP7 der EU.
Das Kompetenzzentrum acib – Austrian Centre of Industrial Biotechnology – wird im Rahmen von COMET – Competence Centers for Excellent Technologies durch das BMVIT, BMWFJ sowie die Länder Steiermark, Wien und Tirol gefördert. Das Programm COMET wird durch die FFG abgewickelt.
Rückfragehinweis:
Thomas Stanzer Public Relations acib GmbH Petersgasse 14, 8010 Graz M: thomas.stanzer@acib.at T: +43 316 873 9312 F: +43 316 873 9302 www.acib.at News ArchivProFem: Biopharma Unternehmen mit neuem Fokus gewinnt FemPower
Das Wiener Biopharma-Unternehmen ProFem hat mit seinem medizinischen Fokus auf vernachlässigte Frauenerkrankungen den FemPower-Call der Stadt Wien gewonnen. Das von einer Medizinerin geleitete Unternehmen entwickelt derzeit eine Behandlung von chronischem Scheidenpilz. Eine rein weibliche Indikation, die trotz ihres Marktpotenzials das Unternehmen vor Herausforderungen bei der Finanzierung stellte. Das Unternehmen konnte sich nun an die Spitze der 13 aus dem FemPower-Programm geförderten Projekte reihen – und damit sein klinisches Studienprogramm bis ins nächste Jahr durchfinanzieren.
Das Wiener Biopharma-Unternehmen ProFem gab heute den Gewinn des aktuellen FemPower-Calls der Stadt Wien bekannt. Dieses von der ZIT – die Technologieagentur der Stadt Wien GmbH – verwaltete Programm unterstützt leitende Funktionen von Frauen in der betrieblichen Forschung. Bei ProFem verantwortet die Medizinerin und Biochemikerin DI DDr. Marion Noe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, nicht “nur” die Forschung, sondern als CEO das gesamte Unternehmen. Dieses punktete im FemPower-Programm ganz besonders auch durch den Fokus seiner Entwicklungsprogramme: vernachlässigte Krankheiten von Frauen.
Dazu Dr. Noe: “Spezielle weibliche Erkrankungen werden in der medizinischen Forschung stiefmütterlich behandelt. Auch heute noch! Das ist nicht nur gesundheitspolitisch erstaunlich sondern auch wirtschaftlich kurzsichtig.” Wie kurzsichtig, zeigen die Zahlen des Marktpotenzials für das erste Entwicklungsprodukt von ProFem: 3 Milliarden Dollar werden jährlich weltweit für die Behandlung vaginaler Scheideninfektionen ausgegeben. Denn 75 Prozent aller Frauen sind in ihrem Leben mindestens einmal davon betroffen – und 5 bis 10 Prozent sind sogar chronisch erkrankt. Nun entwickelt ProFem eine neue Behandlung für chronischen Scheidenpilz, die in naher Zukunft klinisch getestet wird.
Im Jahr 2010 gelang es zunächst, das Unterstützungsprogramm und Netzwerkangebot der INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH, für die ProFem zu gewinnen. Ein Angebot, das laut Dr. Noe bei der effizienten Unternehmensplanung sehr half: “Dank dieser Unterstützung konnten wir unsere Entwicklungspläne marktgerecht adaptieren und uns gleichzeitig stark auf die Umsetzung dieser Pläne konzentrieren. So gelang es, für den FemPower-Call der Stadt Wien wirklich überzeugende Projektpläne einzureichen.” Wie überzeugend, belegt der 1. Platz von 13 geförderten Projekten – aus insgesamt 50 Einreichungen. Ein Erfolg, der dem Unternehmen nun, zusammen mit der ebenfalls gewährten PreSeed-Förderung der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws), die Finanzierung des ersten Teils des klinischen Studienprogramms seines Medikaments gegen chronischen Scheidenpilz erlaubt. Damit ergibt sich auch eine hervorragende Ausgangssituation für potenzielle neue Investorinnen und Investoren, die das Unternehmen nun zur zügigen Umsetzung der weiteren Entwicklungsvorhaben gewinnen möchte.
Das neue Medikament setzt auf eine smarte Kombination zweier bereits zugelassener Wirkstoffe. Einer dieser Wirkstoffe erlaubt es, eine hartnäckige Wuchsform des Scheidenpilzes Candida albicans aufzulockern und ihn so gleichzeitig der heilenden Wirkung des zweiten Wirkstoffs zu exponieren. Tatsächlich liegt diese Infektion häufig in Form sogenannter Biofilme vor. Dabei handelt es sich um spezielle Anhäufungen von Mikroorganismen, die sich durch Vernetzung und eine Schutzschicht effizient gegen äußere Einwirkungen schützen. Dies reduziert auf signifikante Weise die therapeutische Effizienz von Medikamenten zur Behandlung der Infektion – ein Problem, das mit der Wirkstoffkombination des ProFem Medikaments schon bald beseitigt werden könnte.
Über ProFem (Stand September 2012): Das Gründerteam der Firma ProFem GmbH befasst sich seit 2006 mit der Entwicklung neuer Medikamente für spezifische Frauenkrankheiten. ProFem konzentriert sich damit auf einen medizinischen Bereich, für den ein auffälliger Mangel an innovativen Therapieansätzen bei gleichzeitig hohem therapeutischem Bedarf besteht. Das erste Zielgebiet sind therapieresistente chronische Infektionen im Urogenitalbereich. Das 2012 gegründete Unternehmen hat seinen Firmensitz in Wien und wird seit 2010 von INiTS unterstützt.
Kontakt ProFem:
DDr. Marion Noe CEO ProFem GmbH Riglergasse 4 1180 Wien T +43 / (0)676 / 720 30 70 E marion.noe@chello.at News ArchivZukunftsreise Biotechnologie und Wege der Finanzierung im Vereinigten Königreich
Diese Zukunftsreise führt Sie zu den größten und erfolgreichsten Biotechnologieclustern im Vereinigten Königreich in das goldene Dreieck von Cambridge, Oxford und London. Neben einem Treffen mit der Europäischen Arzneimittel- Agentur und Firmenbesuchen bildet der Besuch der internationalen Investment und Biopartnering Messe Biotrinity einen besonderen Schwerpunkt der Reise. Dort erwarten Sie u.a. 75 Investmentunternehmen aus 12 Ländern. Sie haben die einzigartige Möglichkeit Venture Capital Unternehmen und VertreterInnen von Forschungseinrichtungen, aus der Pharmabranche persönlich, in one-to-one Gesprächen kennenzulernen.
Die Teilnahmegebühren an der Zukunftsreise betragen EUR 300 (exkl. USt.) für Mitglieder der WKÖ und beinhalten die Eintrittskarten zur Biotrinity Konferenz (http://www.biotrinity.com), sowie die Teilnahme an den Networking Events und den Bustransfer.
Die Reise- und Aufenthaltskosten sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.
Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bitte bis Montag, 20. Februar 2012, an.
Für weitere Informationen verweisen wir auf das geplante Programm. Das Anmeldeformular finden Sie unter: http://portal.wko.at?654866&626.
Haben Sie noch Fragen? Gerne ist Frau Mag. Marie Katharine Traunfellner ( T +44 20 7584 4411 | E london@wko.at) für Sie da.
Event ArchivHohe Auszeichnung für Biotechnologie
Am 22. November nahm Tanja Stoifl, MSc., Absolventin des Studiengangs Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie der IMC Fachhochschule Krems, den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung für ihre herausragende Masterarbeit entgegen.
Auch 2011 wurden wieder Würdigungspreise des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung an die besten Absolventinnen und Absolventen von Diplomstudien bzw. Masterstudien vergeben. Insgesamt wurden die 50 besten Absolventinnen und Absolventen des Studienjahres 2010/2011 mit dem „Würdigungspreis 2011“ in Höhe von jeweils € 2.500 ausgezeichnet. Einen von den fünf Preisen, der für österreichische Fachhochschulen vorgesehen ist, erhielt Tanja Stoifl. Mit ihr freute sich Prof. Dr. Viktoria Weber (DUK), Prof. (FH) Dr. habil. Wolfgang Schütt, Institutsleiter und Prof. (FH) Mag. Dana Mezricky.
Stoifl befasste sich mit dem Thema: „Adsorbent Materials For Extracorporeal Blood Purification In Liver Failure“. Ihre Arbeit wurde von Prof. Dr. Viktoria Weber, Zentrum für biomedizinische Technologie der Donauuniversität Krems sowie von der Fa. Protista Biotechnlogy in Lund, Schweden, betreut.
Die Ergebnisse dieser überragenden Arbeit dienen zur Entwicklung und Charakterisierung im Bereich der Blutreinigung, kurz gesagt als unterstützende Therapie von Sepsis und Leberversagen. Das Kernthema der Arbeit war die Entwicklung von Cryogelen für den Einsatz in der extrakorporalen Blutreinigung.
Besonders hervorzuheben ist, dass Stoifl die Ergebnisse ihrer Arbeit bereits auf mehreren wissenschaftlichen Tagungen präsentiert hat und diese auch in Kürze publizieren wird.
„Wir sind alle wirklich sehr stolz. Frau Stoifl ist bereits und zweite Würdigungspreisträgerin am Institut Biotechnologie innerhalb von 4 Jahren. Außerdem haben wir auch noch eine Absolventin, Frau DI (FH) Christine Harrauer, die nach ihrem Abschluss an der IMC FH Krems ein Masterstudium in Pharmazie an der Uni Wien abschloss. Sie erhielt ebenfalls einen Würdigungspreis – so waren wir eigentlich für sie die Grundsteinleger ihrer wissenschaftlichen Karriere,“ freut sich Prof. (FH) Dana Mezricky.
Die nächste Möglichkeit, sich vor Ort über das Bildungsangebot der IMC FH Krems zu informieren gibt es am 26. November im Rahmen des IMC openhouse von 09.00 – 15.00 Uhr Am Campus Krems.
Mehr unter www.fh-krems.at
IMC FH Krems – Die internationale Dimension des Studierens
Die IMC FH Krems im Herzen Niederösterreichs gilt mit 96 Partneruniversitäten und Studierenden aus über 50 Ländern der Welt als eine der internationalsten und innovativsten Fachhochschulen Österreichs. Derzeit werden 25 Vollzeit- bzw. berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Life Sciences angeboten. Die praxisorientierten Studiengänge auf hohem akademischen Niveau können jeweils mit einem Bachelor bzw. Master abgeschlossen werden und bieten den Studierenden beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere. Vorlesungssprachen sind Englisch und Deutsch, darüber hinaus werden Berufspraktika, internationale Austauschprogramme und Auslandssemester angeboten. Hohe internationale Anerkennung genießt die IMC FH Krems auch durch die Auszeichnung des International Centre of Excellence in Tourism and Hospitality education, THE-ICE, sowie die Mitgliedschaft im weltweiten Netzwerk der European Foundation for Management Development, EFMD. www.fh-krems.ac.at
Presse-Rückfragenhinweis
Michaela Sabathiel
IMC Fachhochschule Krems
Piaristengasse 1, 3500 Krems
Tel: +43 (0)2732 802 –530
marketing@fh-krems.ac.at
Österreichische Biotechnologie Firmenumfrage jetzt online
Die zentralen Ergebnisse der Firmenumfrage zum Zustand der österreichischen Biotechnologie, die die BIOCOM AG im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Austria Wirtschaftsservice GesmbH (aws) durchgeführt hat. Die Daten wurden von Februar bis Mai 2011 erhoben, unter Berücksichtigung der Leitlinien und Definitionen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Mehr Informationen, sowie den gesamten Report zum Download auf der Seite Zahlen und Fakten.
News ArchivBiotechnologie
Der österreichische Biotechnologie-Sektor 2011
Die Lebenswissenschaften und mit ihnen die ‚Biotechnologie werden in Österreich als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien angesehen, um neue Entwicklungen voranzutreiben und ökonomisches Potenzial zu generieren. Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat eine lebendige Szene innovativer Biotechnologieunternehmen Österreich einen prominenten Platz auf der Landkarte der Lebenswissenschaften in Europa verschafft.
Die Biotechnologie ist in Österreich noch jung – im Durchschnitt ist ein Unternehmen gerade einmal sieben Jahre alt. Und doch hat die Branche innerhalb kürzester Zeit eine kritische Masse erreicht und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor herangewachsen. Mehr als drei Milliarden Euro erlösten 2010 die österreichischen Unternehmen, die entweder zum Teil mit biotechnologischen Methoden arbeiten oder sich komplett der Biotechnologie verschrieben haben. 2,865 Milliarden entfielen auf die 36 biotechnologisch aktiven Unternehmen, zu denen Konzerne wie Baxter, Boehringer Ingelheim, Sandoz oder Sanochemia gehören. Sie beschäftigen 5.810 Menschen, die meisten davon in hochqualifizierten Positionen.
Die 77 dedizierten Biotechnologieunternehmen kommen zusammengenommen auf einen Umsatz von 161 Millionen Euro und beschäftigen 1.470 Mitarbeiter. Durch stabiles Wachstum wird die Bedeutung der Biotechnologie in Österreich auch für die nächsten Jahre weiter steigen.
Die „rote“ Biotechnologie mit ihrem Fokus auf pharmazeutische Wirkstoffe, Diagnostika und neue Therapien sowie und die „weiße“ Biotechnologie, bei der es um die Entwicklung biotechnischer Prozesse für die Industrie geht, sind dabei die nach Umsätzen größten Teilbereiche im österreichischen Biotechnologie-Sektor. Alleine 97 Millionen Euro und damit 60% des Gesamtumsatzes entfallen auf den Gesundheitssektor, der Umsatz in der industriellen Biotechnologie lag 2010 bei rund 17 Millionen Euro, ein Anteil von 11%.
Ob weiß oder rot – geografisch gesehen hat die Biotechnologie in Österreich einen klaren Schwerpunkt in Wien. 43 und damit mehr als jedes zweite dedizierte Biotechnologieunternehmen hat seinen Sitz in der Bundeshauptstadt.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der dedizierten Biotechnologie-Unternehmen haben 2010 den Umsatz übertroffen. Dies ist ein weiterer Beleg für die Innovationskraft der Branche. Insgesamt investierten die Firmen 173 Millionen Euro in zukünftige Produkte, das entspricht 107% des Umsatzes.
Die Investoren halten die Biotechnologie für ein zukunftsträchtiges Feld. Die Finanzierungen in der österreichischen Biotechnologie zeigten sich im Jahr 2010 auf hohem Niveau. Insgesamt flossen Gelder in Höhe von rund 79 Millionen Euro in die Branche – addiert man Mittel von Wagniskapitalgebern, privaten Investoren, Fördermittel, Kredite und sonstige Zuwendungen zusammen. Den Löwenanteil stellten mit 35 Millionen Euro dabei private Investoren und Business Angels zur Verfügung, Wagniskapitalfonds bildeten mit einer Gesamtsumme von 19 Millionen Euro die zweitgrößte Finanzquelle für die Biotechnologie-Unternehmen.
Mehr Zahlen und Fakten können Sie im Austrian Biotechnology Sector Survey 2011 nachlesen.
Life Sciences in Österreich
Wir machen Innovationen von morgen schon heute möglich
Österreich ist im Bereich der europäischen Life Sciences ein zentraler Standort, der international als wichtige Quelle für weit entwickelte Arzneimittelkandidaten, Produkte, Technologien und Dienstleistungen anerkannt ist. Die Life-Science-Branche ist in Österreich sehr breit gefächert und umfasst kleine und große Unternehmen sowie eine Reihe multinationaler Konzerne, die hier Ihren Hauptsitz haben oder über Produktionsstandorte verfügen – obwohl klein- und mittelständische Unternehmen in den unterschiedlichsten Bereichen dominieren.
Der wirklich erstaunliche Faktor im Bereich der Life Sciences in Österreich ist der hohe Grad der Kooperation zwischen Herstellern, Zulieferernetzwerken und Dienstleistungsanbietern, die alle auf relativ kleinem Raum angesiedelt sind, wodurch die Ergebnisse tatsächlich „Made in Austria“ sind!
Inhalte
Österreichs Life-Science-Branche in Zahlen
In Österreich gibt es über 210 Betriebe im Sektor der Life Sciences, die über 11 500 Mitarbeiter beschäftigen. Über 90% davon sind kleine und mittelständische Unternehmen. Darüber hinaus sind ca. 600 Unternehmen als Zulieferer für den Industriezweig tätig und liefern Komponenten und Dienstleistungen, wodurch die gesamte Wertschöpfungskette österreichisch ist.
Zusätzlich zu namhaften großen multinationalen Konzernen (darunter Sandoz, Roche, Greiner Bio-One, Med-EL, Baxter und Otto Bock, Boehringer-Ingelheim) gibt es viele weitere Unternehmen, die selbst Marktführer sind und Branchenkennern weltweit wohlbekannt sind. Für ein kleines Land mit gerade einmal etwas mehr als acht Millionen Einwohnern ist dies ein starkes Zeichen für den maßgeblichen Beitrag zu den Life Sciences in Europa. Neben diesen Investitionen gibt es eine ganze Reihe an internationalen Risikokapitalinvestitionen in österreichische Life-Science-Unternehmen. Im Jahr 2010 beliefen sich die Investitionen in die Biotechnologie Branchedurch Risikokapitalanleger, private Investoren, Beihilfen, Kredite und andere Zuwendungen auf rund 79 Millionen Euro. Weitere 37 Millionen Euro wurden in österreichische Medizintechnik-Unternehmen investiert.
Das durchschnittliche österreichische Life-Science-Unternehmen ist erst sieben Jahre alt – und dennoch hat der Industriezweig innerhalb kürzester Zeit eine stattliche Größe erreicht und wurde zu einer wesentlichen Wirtschaftskraft.
Unternehmensstandort Österreich
Im Laufe der letzten Jahre spiegelte sich die Stärke des stetig wachsenden Bereichs der Life Sciences im gesteigerten Interesse von internationalen Unternehmen wider, mit Unternehmen in Österreich Geschäfte zu machen. Darüber hinaus bewährt sich Österreich auch als attraktiver Ort für Geschäftstätigkeiten und ausländische Direktinvestition für viele multinationale Konzerne.
Seit 1982 unterhält der amerikanische Konzern Baxter Bioscience seine größte Niederlassung außerhalb der USA und seinen wichtigsten Forschungsstandort weltweit in Österreich und beschäftigt dort über 4 000 Mitarbeiter. Über 900 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland arbeiten derzeit an der Entwicklung neuer Medikamente sowie an der Verbesserung von Medikamenten, die bereits auf dem Markt sind. Die Life-Science-Abteilung von Baxter in Österreich richtet sein Augenmerk auf die Entwicklung und Herstellung von biotechnologischen und biopharmazeutischen Therapeutika, die zu 90 Prozent exportiert werden. Der deutsche Prosthetik-Hersteller Otto Bock hat ebenfalls Österreich für einen wichtigen Standort gewählt und trägt zur Verbesserung und Wiederherstellung der Lebensqualität von Patienten rund um den Globus bei.
Warum hat Österreich einen so guten Ruf für Investitionen in Life Sciences? Das in New York angesiedelte Reputation Institute führte eine Studie durch, in der Österreich den neunten Platz von 50 im Hinblick auf Vertrauen, Ansehen, Bewunderung und positives Image belegte. Die Mercer-Studie aus dem Jahr 2011 bescheinigte Wien die beste Lebensqualität weltweit. Die umfassende Infrastruktur in Österreich und seine beneidenswerte Lage im geografischen Herzen Europas sind ebenfalls wichtige Gründe. Wenn man noch die Exzellenz der österreichischen Arbeitskräfte, die gut bekannte Qualität seines Bildungssystems und den Top-Status seiner Forschungseinrichtungen berücksichtigt, ist leicht zu erkennen, warum viele Unternehmen Österreich als einen verlockenden Standort für Geschäftstätigkeiten entdecken.
Infrastruktur
Eine großartige Infrastruktur ist eine wesentliche Antriebskraft für die Life Sciences in Österreich. In ganz Österreich gibt es mehrere Wissenschaftsparks, Gründerzentren und Initiativen für Technologietransfer, durch die das Wachstum der nationalen Industrie gewährleistet und eine Vielzahl etablierter multinationaler Konzerne angezogen wurde.
Forschung und Lehre
Die österreichischen medizinischen Universitäten konzentrieren sich auf hochmoderne Forschung und Entwicklung für neue therapeutische Substanzen. Mehr als 55.000 Menschen sind in der medizinischen Forschung beschäftigt. Die Medizinische Universität Graz ist eine von drei österreichischen medizinischen Universitäten mit einer beträchtlichen Bedeutung für die Forschung. Die Universität richtet ihr Augenmerk auf kardiovaskuläre Forschung, Krebsforschung, Molekulare Grundlagen Lipid-assoziierter Erkrankungen (FFL), Neurowissenschaft sowie das Querschnittsthema „Nachhaltige Gesundheitsforschung“. Die Medizinische Universität Innsbruck richtet ihr Augenmerk auf molekulare Life Sciences, Neurowissenschaften, Krebsforschung, molekulare Bildgebung und Sportmedizin. Die Medizinische Universität Innsbruck beherbergt auch mehrere international anerkannte Projekte einschließlich der „österreichischen Proteomik Plattform“ und „Oncotyrol“, die beide Wissenschaftler aus aller Welt anziehen. Die Medizinische Universität Wien nimmt eine starke Rolle bei interdisziplinärer und translationaler Forschung sowie bei klinischen Programmen ein, die verschiedene Disziplinen wie Allergologie & Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften und Gefäßmedizin umfassen.
Neben den medizinischen Universitäten gibt es weitere renommierte akademische Einrichtungen, die zur Forschung im Bereich der Life Sciences in Österreich beitragen und zu vielen erfolgreichen Life-Science Spin offs geführt haben. Die BOKU zum Beispiel ist die wichtigste Universität des Landes für Bodenschätze und Life Sciences während die Technische Universität Graz und die Technische Universität Wien eine wichtige Rolle in der biowissenschaftlichen Forschung und der Schulung qualifizierter Ingenieure spielen. Die Universität Graz konzentriert sich auf Forschung und Lehre in den molekularen Life Sciences, insbesondere in den Bereichen Enzymologie und Physiologie, während sich die Veterinärmedizinische Universität in Wien vor allem mit dem veterinärmedzinischen Bereich beschäftigt und verstärkt Schnittstellen zur Humanmedizin erforscht. Unter den wichtigsten Forschungszielen finden sich die rasche Erkennung von ansteckenden Krankheiten und die Entwicklung von vorbeugenden, direkten Maßnahmen, um ansteckende Krankheiten einzudämmen und für gesunde Nahrungsmittel zu sorgen.
Neben den universitären Einrichtungen ist die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) die führende Organisation, die wissenschaftliche Forschung außerhalb der Universitäten in Österreich vorantreibt. Das Forschungsportfolio der ÖAW im Bereich der Life Sciences beinhaltet das Research Centre for Molecular Medicine (CeMM), das Gregor Mendel Institute of Molecular Plant Biology (GMI), das Institute for Biomedical Aging Research (IBA) sowie das Institute of Molecular Biotechnology (IMBA). Österreichs größtes außeruniversitäres Forschungsinstitut ist das Austrian Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), das den Forschungsschwerpunkt auf große gesellschaftliche Veränderungen gelegt hat.
Die Max F. Perutz Laboratories (MFPL) sind Teil eines gemeinsamen Forschungs- und Lehrzentrums, das von der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien ins Leben gerufen wurde und an dem 530 Wissenschaftler im Bereich Discovery Research tätig sind und Weiterbildung in Molekularbiologie anbieten.
Die Forschung am Institute of Molecular Pathology (IMP) deckt einen weiten Themenbereich ab und ist hauptsächlich in vier Feldern organisiert: Leben im molekularen und zellulären Bereich, Informationsverarbeitung und Speicherung in neuronalen Schaltkreisen, Entwicklungsmechanismen von Organismen und Krankheiten sowie interdisziplinäre Ansätze, die Ideen und Methoden anderer Bereiche nutzen, um Antworten auf biologische Fragen zu finden. Das gemeinsame Ziel all dieser Bereiche ist es, Mechanismen und Prinzipien, die komplexen biologischen Prozessen zugrunde liegen, zu klären.
Das gemeinsame Ziel all dieser Bereiche ist es, Mechanismen und Prinzipien, die komplexen biologischen Prozessen zugrunde liegen, zu klären.
Förderung von Forschung und Innovation
Zu einem guten Teil wären die erfolgreichen Investitionen der jüngeren Vergangenheit wohl nicht ohne eine Regierung möglich gewesen, die Innovation unterstützt und sich für herausragende akademische Forschung einsetzt. Die daraus resultierende Spitzenforschung an österreichischen Universitäten ist die wichtigste Quelle für Technologietransfer an junge Unternehmen, die in der österreichischen Life-Science-Branche immer zahlreicher werden.
Die österreichische Bundesregierung bekennt sich zu diesem boomenden Sektor und unterstützt die Entwicklung eines unternehmerischen Umfeldes, durch das junge Unternehmensausgründungen erfolgreich arbeiten können. Österreich investiert mit einer Rekordsumme von 2,79% des BIP im Bereich Forschung und Entwicklung bereits weit mehr als der EU-Durchschnitt, der 2009 bei 2,01% lag (Innovation Union Competitiveness Report 2011). Die neue Strategie der Regierung für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovation hat sogar noch höhere Ziele: Österreich soll innerhalb der EU zum führenden Land für Innovation werden und den Anteil von Forschung und Entwicklung bis 2020 auf 3,76% erhöhen.
Darüber hinaus gibt es ein investitionsfreundliches und attraktives Steuersystem: 10% Steuergutschrift für Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie einen einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 25%.