Zukunftsreise Biotechnologie und Wege der Finanzierung im Vereinigten Königreich
Diese Zukunftsreise führt Sie zu den größten und erfolgreichsten Biotechnologieclustern im Vereinigten Königreich in das goldene Dreieck von Cambridge, Oxford und London. Neben einem Treffen mit der Europäischen Arzneimittel- Agentur und Firmenbesuchen bildet der Besuch der internationalen Investment und Biopartnering Messe Biotrinity einen besonderen Schwerpunkt der Reise. Dort erwarten Sie u.a. 75 Investmentunternehmen aus 12 Ländern. Sie haben die einzigartige Möglichkeit Venture Capital Unternehmen und VertreterInnen von Forschungseinrichtungen, aus der Pharmabranche persönlich, in one-to-one Gesprächen kennenzulernen.
Die Teilnahmegebühren an der Zukunftsreise betragen EUR 300 (exkl. USt.) für Mitglieder der WKÖ und beinhalten die Eintrittskarten zur Biotrinity Konferenz (http://www.biotrinity.com), sowie die Teilnahme an den Networking Events und den Bustransfer.
Die Reise- und Aufenthaltskosten sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.
Haben Sie Interesse? Dann melden Sie sich bitte bis Montag, 20. Februar 2012, an.
Für weitere Informationen verweisen wir auf das geplante Programm. Das Anmeldeformular finden Sie unter: http://portal.wko.at?654866&626.
Haben Sie noch Fragen? Gerne ist Frau Mag. Marie Katharine Traunfellner ( T +44 20 7584 4411 | E london@wko.at) für Sie da.
EventarchivHohe Auszeichnung für Biotechnologie
Am 22. November nahm Tanja Stoifl, MSc., Absolventin des Studiengangs Medizinische und Pharmazeutische Biotechnologie der IMC Fachhochschule Krems, den Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung für ihre herausragende Masterarbeit entgegen.
Auch 2011 wurden wieder Würdigungspreise des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung an die besten Absolventinnen und Absolventen von Diplomstudien bzw. Masterstudien vergeben. Insgesamt wurden die 50 besten Absolventinnen und Absolventen des Studienjahres 2010/2011 mit dem „Würdigungspreis 2011“ in Höhe von jeweils € 2.500 ausgezeichnet. Einen von den fünf Preisen, der für österreichische Fachhochschulen vorgesehen ist, erhielt Tanja Stoifl. Mit ihr freute sich Prof. Dr. Viktoria Weber (DUK), Prof. (FH) Dr. habil. Wolfgang Schütt, Institutsleiter und Prof. (FH) Mag. Dana Mezricky.
Stoifl befasste sich mit dem Thema: „Adsorbent Materials For Extracorporeal Blood Purification In Liver Failure“. Ihre Arbeit wurde von Prof. Dr. Viktoria Weber, Zentrum für biomedizinische Technologie der Donauuniversität Krems sowie von der Fa. Protista Biotechnlogy in Lund, Schweden, betreut.
Die Ergebnisse dieser überragenden Arbeit dienen zur Entwicklung und Charakterisierung im Bereich der Blutreinigung, kurz gesagt als unterstützende Therapie von Sepsis und Leberversagen. Das Kernthema der Arbeit war die Entwicklung von Cryogelen für den Einsatz in der extrakorporalen Blutreinigung.
Besonders hervorzuheben ist, dass Stoifl die Ergebnisse ihrer Arbeit bereits auf mehreren wissenschaftlichen Tagungen präsentiert hat und diese auch in Kürze publizieren wird.
„Wir sind alle wirklich sehr stolz. Frau Stoifl ist bereits und zweite Würdigungspreisträgerin am Institut Biotechnologie innerhalb von 4 Jahren. Außerdem haben wir auch noch eine Absolventin, Frau DI (FH) Christine Harrauer, die nach ihrem Abschluss an der IMC FH Krems ein Masterstudium in Pharmazie an der Uni Wien abschloss. Sie erhielt ebenfalls einen Würdigungspreis – so waren wir eigentlich für sie die Grundsteinleger ihrer wissenschaftlichen Karriere,“ freut sich Prof. (FH) Dana Mezricky.
Die nächste Möglichkeit, sich vor Ort über das Bildungsangebot der IMC FH Krems zu informieren gibt es am 26. November im Rahmen des IMC openhouse von 09.00 – 15.00 Uhr Am Campus Krems.
Mehr unter www.fh-krems.at
IMC FH Krems – Die internationale Dimension des Studierens
Die IMC FH Krems im Herzen Niederösterreichs gilt mit 96 Partneruniversitäten und Studierenden aus über 50 Ländern der Welt als eine der internationalsten und innovativsten Fachhochschulen Österreichs. Derzeit werden 25 Vollzeit- bzw. berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Life Sciences angeboten. Die praxisorientierten Studiengänge auf hohem akademischen Niveau können jeweils mit einem Bachelor bzw. Master abgeschlossen werden und bieten den Studierenden beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere. Vorlesungssprachen sind Englisch und Deutsch, darüber hinaus werden Berufspraktika, internationale Austauschprogramme und Auslandssemester angeboten. Hohe internationale Anerkennung genießt die IMC FH Krems auch durch die Auszeichnung des International Centre of Excellence in Tourism and Hospitality education, THE-ICE, sowie die Mitgliedschaft im weltweiten Netzwerk der European Foundation for Management Development, EFMD. www.fh-krems.ac.at
Presse-Rückfragenhinweis
Michaela Sabathiel
IMC Fachhochschule Krems
Piaristengasse 1, 3500 Krems
Tel: +43 (0)2732 802 –530
marketing@fh-krems.ac.at
Österreichische Biotechnologie Firmenumfrage jetzt online
Die zentralen Ergebnisse der Firmenumfrage zum Zustand der österreichischen Biotechnologie, die die BIOCOM AG im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend und der Austria Wirtschaftsservice GesmbH (aws) durchgeführt hat. Die Daten wurden von Februar bis Mai 2011 erhoben, unter Berücksichtigung der Leitlinien und Definitionen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).
Mehr Informationen, sowie den gesamten Report zum Download auf der Seite Zahlen und Fakten.
NewsarchivBiotechnologie-Sektor 2011
Der österreichische Biotechnologie-Sektor 2011
Die Lebenswissenschaften und mit ihnen die ‚Biotechnologie werden in Österreich als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien angesehen, um neue Entwicklungen voranzutreiben und ökonomisches Potenzial zu generieren. Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat eine lebendige Szene innovativer Biotechnologieunternehmen Österreich einen prominenten Platz auf der Landkarte der Lebenswissenschaften in Europa verschafft.
Die Biotechnologie ist in Österreich noch jung – im Durchschnitt ist ein Unternehmen gerade einmal sieben Jahre alt. Und doch hat die Branche innerhalb kürzester Zeit eine kritische Masse erreicht und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor herangewachsen. Mehr als drei Milliarden Euro erlösten 2010 die österreichischen Unternehmen, die entweder zum Teil mit biotechnologischen Methoden arbeiten oder sich komplett der Biotechnologie verschrieben haben. 2,865 Milliarden entfielen auf die 36 biotechnologisch aktiven Unternehmen, zu denen Konzerne wie Baxter, Boehringer Ingelheim, Sandoz oder Sanochemia gehören. Sie beschäftigen 5.810 Menschen, die meisten davon in hochqualifizierten Positionen.
Die 77 dedizierten Biotechnologieunternehmen kommen zusammengenommen auf einen Umsatz von 161 Millionen Euro und beschäftigen 1.470 Mitarbeiter. Durch stabiles Wachstum wird die Bedeutung der Biotechnologie in Österreich auch für die nächsten Jahre weiter steigen.
Die „rote“ Biotechnologie mit ihrem Fokus auf pharmazeutische Wirkstoffe, Diagnostika und neue Therapien sowie und die „weiße“ Biotechnologie, bei der es um die Entwicklung biotechnischer Prozesse für die Industrie geht, sind dabei die nach Umsätzen größten Teilbereiche im österreichischen Biotechnologie-Sektor. Alleine 97 Millionen Euro und damit 60% des Gesamtumsatzes entfallen auf den Gesundheitssektor, der Umsatz in der industriellen Biotechnologie lag 2010 bei rund 17 Millionen Euro, ein Anteil von 11%.
Ob weiß oder rot – geografisch gesehen hat die Biotechnologie in Österreich einen klaren Schwerpunkt in Wien. 43 und damit mehr als jedes zweite dedizierte Biotechnologieunternehmen hat seinen Sitz in der Bundeshauptstadt.
Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der dedizierten Biotechnologie-Unternehmen haben 2010 den Umsatz übertroffen. Dies ist ein weiterer Beleg für die Innovationskraft der Branche. Insgesamt investierten die Firmen 173 Millionen Euro in zukünftige Produkte, das entspricht 107% des Umsatzes.
Die Investoren halten die Biotechnologie für ein zukunftsträchtiges Feld. Die Finanzierungen in der österreichischen Biotechnologie zeigten sich im Jahr 2010 auf hohem Niveau. Insgesamt flossen Gelder in Höhe von rund 79 Millionen Euro in die Branche – addiert man Mittel von Wagniskapitalgebern, privaten Investoren, Fördermittel, Kredite und sonstige Zuwendungen zusammen. Den Löwenanteil stellten mit 35 Millionen Euro dabei private Investoren und Business Angels zur Verfügung, Wagniskapitalfonds bildeten mit einer Gesamtsumme von 19 Millionen Euro die zweitgrößte Finanzquelle für die Biotechnologie-Unternehmen.
Mehr Zahlen und Fakten können Sie im Austrian Biotechnology Sector Survey 2011 nachlesen.
Life Sciences in Österreich
Wir machen Innovationen von morgen schon heute möglich
Österreich hat sich der nachhaltigen Entwicklung seiner Life Sciences-Branche verschrieben. Die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft unserer Life Sciences-Branche beruht auf unseren exzellenten Ingenieurs- und Wissenschaftsleistungen. Mit großen als auch kleinen Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich sowie Anbietern von Schlüsseltechnologien und zugehörigen Dienstleistern, bietet Österreich ein dynamisches Umfeld für die Life Sciences-Industrie.
Im Laufe der vergangenen Jahre konnte sich die österreichische Life Sciences-Szene über einige herausragende Lizenz Deals freuen. Nach Kooperationen von Intercell, AFFiRiS und Apeiron mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline wurde ein weiterer Global Player in Österreich aktiv – Boehringer-Ingelheim (BI). Das Jahr 2010 schloss mit dem größten jemals in Österreich abgeschlossen Lizenzdeal: Die Antikörper-Firma f-star unterschrieb einen Vertrag mit Boehringer-Ingelheim, der potentielle Meilensteinzahlungen von bis zu 1,26 Milliarden Euro umfasst. Im September 2011 legte f-star mit einem 500 Millionen Deal mit Merck Serono noch einmal nach.
Auch abseits der klassischen Lizenzdeals investieren die Großen immer wieder in den Life Science Standort Österreich. Im August 2011 übernahm GE Healthcare den oberösterreichischen Entwickler und Anbieter von Zellkulturmedien für die biomedizinische Forschung PAA Laboratories. 2010 eröffnete B. Braun Austria eine eigene Entwicklungseinheit in Graz, um einen neuartigen Glukosesensor zu entwickeln und klinisch zu testen. Auch Fresenius Medical Care, ein führender Anbieter von Produkten für die Dialyse, hat 2010 in Niederösterreich einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort eröffnet.Diese Erfolgsgeschichten haben einmal mehr gezeigt, dass Österreich sich in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Life Sciences entwickelt hat.
Ein toller Standort für Ihr Life Sciences-Unternehmen
Vor allem in der Biotechnologie hat Österreich im internationalen Vergleich sehr viel zu bieten. Unsere Unternehmen gehören beispielsweise zu den Weltmarktführern in der Entwicklung neuer Vakzine und Antiinfektiva. Innovative
Spin-offs wie die börsennotierte Intercell oder AVIR Greenhills und Nabriva können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. In der Krebsforschung gibt es international renommierte Forschungsinstitute wie das Institut für molekulare Pathologie (IMP) in Wien oder Oncotyrol in Innsbruck. Auch innovative Start-Ups sind aktive Player auf dem Gebiet Krebs: Die Wiener Firma Apeiron beispielsweise entwickelt ein Mittel zur Behandlung des Neuroblastoms. Der personalisierten Medizin kommt in Österreich ebenfalls immer mehr Bedeutung zu. Die Tiroler Firma Biocrates ist führend auf dem Gebiet der diagnostischen Biomarkerforschung und in Graz ist beispielsweise die größte europäische Biobank beheimatet – mit fast vier Millionen Gewebeproben. In der industriellen Biotechnologie forschen die in Europa einzigartigen Zentren Austrian Centre of Industrial Biotechnology (ACIB) und Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) unter anderem an neuen Produktionstechniken.
Heimische Weltmarktführer gibt es auch in der Medizintechnik: Greiner Bio One in Oberösterreich ist einer der großen Player in der Herstellung und dem Vertrieb von Plastiklaborausstattung. Weltweiter Technologieführer bei implantierbaren Hörgeräten ist die Tiroler Firma Med-El, und der deutsche Prothesenhersteller Otto Bock betreibt einen seiner wichtigstenForschungsstandorte in Wien: das revolutionäre Kniegelenk C-Leg wurde nicht nur in Österreich entwickelt, es wird hier auch gefertigt und in die ganze Welt exportiert.
Auch die kleinen Medizintechnikhersteller bringen innovative Produkte zur Marktreife und sind auf dem Weg zum Weltmarktführer von morgen. Die Tiroler Firma Ergospect hat ein Pedalergometer auf den Markt gebracht, mit dem es erstmals möglich ist, Stoffwechselerkrankungen der Muskulatur nicht-invasiv zu diagnostizieren. Mittlerweile werden die Produkte sogar in Indien und Japan gekauft. Die oberösterreichische Firma Anagnostics wiederum spezialisiert sich auf Systeme und Tests für die Life Science Forschung und klinische In vitro-Diagnostik. Mit dem hyborg hat das Unternehmen einen Analyseautomaten entwickelt, der Proben völlig automatisiert nach vielen verschiedenen Merkmalen untersucht. Die Technologie der Testkartuschen hybcell wird laufend für weitere Anwendungsgebiete ausgebaut – aktuell vor allem in den Bereichen der onkologischen Tests und der Infektionsdiagnostik.
Diese Erfolge wurden vor allem möglich durch herausragende ForscherInnen, die auch bereit sind, sehr viel persönliches Risiko zu tragen. Nicht zuletzt führt jedoch das großartige Wirtschaftsklima dazu, dass Life Sciences-Firmen florieren. Österreich ist laut einer Mercer Study nicht nur das Land mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Auch Steuerbedingungen, wie 10% Forschungsprämie für Investitionen in F&E und die Körperschaftssteuer von 25%, sind wesentliche Faktoren zur Betriebsansiedlung. Multinationale Großunternehmen sowie Start-up-Unternehmen profitieren von maßgeschneiderten Finanzierungsmaßnahmen und einer hohen Bandbreite an gut dotierten Förderungen.