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BEGINN EINER KLINISCHEN PHASE II-STUDIE IM AKUTEN LUNGENVERSAGEN MARKIERT WICHTIGEN ENTWICKLUNGSMEILENSTEIN

Wien, 19. Dezember 2011 – APEIRON Biologics AG (Apeiron) hat heute angekündigt, dass GlaxoSmithKline (GSK), exklusiver weltweiter Lizenznehmer von Apeiron´s Projekt rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2  (rhACE2; GSK2586881, früher APN01), eine klinische Phase II-Studie in Patienten mit akutem Lungenversagen initiiert hat.

Apeiron gab heute den Beginn einer klinischen Phase IIa-Studie mit rhACE2 in Patienten mit akutem Lungenversagen bekannt. Diese Studie wird von GSK, dem exklusiven weltweiten Lizenznehmer für das Projekt, gesponsert. Sie wird in Intensivstationen einer Reihe von klinischen Zentren in USA und Kanada durchgeführt werden.

Das akute Lungenversagen (Acute Lung Injury, ALI) ist eine schwere Lungenerkrankung, die durch diverse zugrunde liegende Indikationen wie Sepsis, Aspiration von Mageninhalt, Trauma, postoperative Komplikationen, akute Pankreatitis oder Lungenentzündung hervorgerufen werden kann. Aktuelle Untersuchungen belegen eine weltweite Inzidenz von jährlich einigen hunderttausend Fällen. Zur Zeit gibt es keine pharmazeutischen Therapien zur Behandlung dieses lebensbedrohlichen Syndroms. Die schwerwiegendste Form von ALI, das akute respiratorische Distress Syndrom (ARDS), weist eine Mortalitätsrate von 20-40% auf. Die Wirksamkeit von GSK2586881 wurde in mehreren präklinischen Tiermodellen von ALI/ARDS  untersucht. Weiters wurde in einer Phase I-Studie an gesunden Probanden die Verträglichkeit der Testsubstanz sowie deren pharmakologisches Profil untersucht. GSK hat im Jänner 2010 eine exklusive weltweite Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung von GSK2586881 erworben. Der finanzielle Umfang des Abkommens beruht auf zukünftigen Entwicklungserfolgen in mehreren Indikationen und beträgt in Summe EUR 230 Mio.

Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron betonte: “Wir sind begeistert, dass unser innovatives Biologikum APN01 nach nur 6 Jahren Entwicklung jetzt von unserem Lizenznehmer GSK in einer Phase II-Studie in ALI-Patienten getestet wird. Diese Studie wird uns Informationen über die Verträglichkeit, über das pharmakologische Profil sowie erste Hinweise zur Wirksamkeit des rekombinanten Enzyms in diesen schwer erkrankten Patienten liefern. Der Beginn dieser Studie ist für Apeiron ein wichtiger Meilenstein in der klinischen Entwicklung neuer Therapien für schwere Erkrankungen mit unbefriedigenden Therapieoptionen.”

Zu Apeiron (Stand Dezember 2011):

Apeiron ist eine privat finanzierte Wiener Biotechnologie-Firma, die immunologische/biologische Therapien gegen Krebs entwickelt. Das Portfolio besteht aus fünf Projekten in klinischer Entwicklung und einigen präklinischen Ansätzen. Klinische Entwicklungsprojekte sind das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301), das seit kurzem in einer Phase II-Studie im Neuroblastom sowie auch im Melanom klinisch getestet wird, sowie APN311, ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Neuroblastom, der bereits in Phase III getestet wird. Weiters entwickelt Apeiron eine liposomale topische Formulierung der rekombinanten humanen Superoxid-Dismutase (APN201) zur Verhinderung oder Behandlung von Hautschäden, die im Zusammenhang mit Bestrahlungstherapien von Krebs auftreten. Das rekombinante humane Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881, zuvor APN01) wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 25 Mitarbeiter.

Kontakt Apeiron:

Dr. Hans Loibner, CEO
Campus-Vienna-Biocenter 5
1030 WienT +43 / 1 / 865 65 77
E apeiron@apeiron-biologics.com
W www.apeiron-biologics.com

Redaktion & Aussendung:

PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung
Mariannengasse 8
1090 Wien
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Newsarchiv

ONKOLOGIE-ALLIANZ: APEIRON UND ST. ANNA KINDERKREBSFORSCHUNG GEGEN NEUROBLASTOM

Wien, 22. Juni 2011 – Das in Wien ansässige Biotechnologieunternehmen APEIRON Biologics AG (Apeiron) stärkt seine Onkologie-Pipeline: Das Unternehmen wird die klinische Entwicklung einer Immuntherapie gegen das Hochrisiko-Neuroblastom begleiten. Diese wurde bisher von der Wiener St. Anna Kinderkrebsforschung und weiteren Partnern entwickelt und befindet sich bereits in einer europaweiten Phase III Studie. Die Therapie basiert auf einem monoklonalen Antikörper (ch14.18), für dessen Zulassung und Kommerzialisierung Apeiron im Zuge der Vereinbarung die exklusiven Rechte erhält. Damit stellt dieser Antikörper jetzt die klinisch am weitesten fortgeschrittene Substanz im Portfolio des Unternehmens dar. Apeiron erreicht so einen weiteren Meilenstein seiner Entwicklungsstrategie zur Behandlung des Neuroblastoms, die zu Jahresbeginn mit der Lizenzierung eines klinischen Phase II Projekts von Merck KGaA begonnen wurde.

Die APEIRON Biologics AG (Apeiron) mit Sitz in Wien gab heute den Abschluss einer Vereinbarung mit der St. Anna Kinderkrebsforschung und dem europäischen Neuroblastom-Kliniknetzwerk SIOPEN bekannt. Im Zuge dieser Vereinbarung erhält Apeiron die Rechte zur weiteren Entwicklung sowie zur Vermarktung des Antikörpers ch14.18. Dieser monoklonale Antikörper zeigt therapeutische Wirkung bei einer bestimmten aggressiven Krebsform von Kleinkindern: dem Hochrisikoneuroblastom. Dabei richtet sich der Antikörper gezielt gegen eine als GD2-Antigen bezeichnete Oberflächenstruktur der Neuroblastomzellen und führt dadurch zu einer immunologischen Abwehr gegen diese Zellen.

Als Teil der Übereinkunft wird Apeiron eine bereits europaweit laufende Phase III Studie mit ch14.18 maßgeblich unterstützen und erhält im Gegenzug die exklusiven und weltweiten Rechte zur Zulassung und Vermarktung des monoklonalen Antikörpers. Auf Grund der überschaubaren Anzahl von Schwerpunktkliniken, an denen das Hochrisiko-Neuroblastom behandelt wird, erwägt Apeiron die eigenständige Vermarktung dieser vielversprechenden Therapie.

Mit der Produktion des Antikörpers in marktreifer Qualität beauftragte Apeiron das österreichische Unternehmen Polymun Scientific, das dieses Biologikum auch bisher für alle klinischen Aktivitäten von St. Anna / SIOPEN hergestellt hat und mit dem Apeiron seit Jahren in mehreren Projekten erfolgreich kooperiert.

Dr. Hans Loibner, Vorsitzender des Vorstands von Apeiron, meint anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der Vereinbarung: “Diese neuartige Form der Zusammenarbeit mit der St. Anna Kinderkrebsforschung und dem europäischen Neuroblastom Kliniknetzwerk SIOPEN ist ein sehr bedeutender Schritt für Apeiron. Diese Non-Profit Organisationen haben bisher bemerkenswerte klinische Entwicklungsarbeit geleistet, die wir nun mit unserem industriellen Know-how ergänzen können. Gleichzeitig wird dadurch unser Portfolio durch ein innovatives, marktnahes Projekt der Krebsimmuntherapie erweitert.”

Univ. Doz. Dr. Ruth Ladenstein, Leiterin des Koordinierungszentrums für klinische Studien an der St. Anna Kinderkrebsforschung, Oberärztin am St. Anna Kinderspital und Europäische Präsidentin von SIOP, meint: “Wir sind davon überzeugt, mit Apeiron einen idealen Partner für unser Projekt gefunden zu haben, bei dem es um die letzten Phasen der Entwicklung einer dringend benötigten Therapie für das Hochrisikoneuroblastom geht. Mit dem Einsatz der Immuntherapie und anderer Therapieverbesserungen hoffen wir, die Überlebenschancen für Kinder mit Hochrisikoneuroblastomen um 30% anzuheben, sodass ein Überleben für 60-70% der Kinder in Zukunft realistisch erscheint.”

Finanzielle Details zu der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.

Fotos der Pressekonferenz ab 12.30 Uhr zum Download unter:

http://www.apeiron-biologics.com/news/pk_20110622/pk_20110622.html

Über Apeiron (Stand Juni 2011):

Apeiron ist ein privat finanziertes Biotech-Unternehmen mit Sitz in Wien. Apeiron entwickelt schwerpunktmäßig biologische/immunologische Therapien und Begleittherapien gegen Krebs.

Zusammen mit dem Abschluss für den Antikörper ch14.18 betreibt Apeiron fünf Projekte, die sich im Stadium klinischer Prüfung befinden. Dazu zählt das Immunzytokin hu14.18-IL2, welches sich kurz vor Eintritt in eine Phase II/III Studie (für bestimmte Neuroblastompatienten) befindet und auch im Melanom klinisch getestet wird. Ebenfalls klinisch geprüft wird eine liposomale Formulierung rekombinanter humaner Superoxid Dismutase (SOD) zur Prophylaxe bzw. Behandlung von Hautschäden im Zuge von Bestrahlungstherapien bei Krebs. Ein weiteres klinisches Projekt mit rekombinantem humanem Angiotensin Converting Enzyme 2 wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert. Es steht vor Eintritt in eine Phase II Studie für die Therapie des akuten Atemnotsyndroms und ist auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen potentiell einsetzbar. Apeiron ist seit 2006 aktiv und beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeiter.

Über ch14.18:

ch14.18 ist ein Maus-Human chimärer monoklonaler Antikörper gegen das GD2 Gangliosid Antigen, das an der Oberfläche von Neuroblastomzellen stark exprimiert ist. Der Antikörper wird durch Fermentation von speziellen Säugerzellen produziert (Chinese Hamster Ovary Zellen; der gängigste Zelltyp für die Herstellung kommerzieller monoklonaler Antikörper) und aus dem Kulturüberstand gereinigt. Die Antitumorwirkung von ch14.18 beruht vor allem auf der Auslösung von körpereigenen immunologischen Mechanismen zur Zerstörung von Tumorzellen, an denen der Antikörper aufgrund seiner Spezifität für GD2 bindet. ch14.18 hat bereits in einer von SIOPEN durchgeführten Phase I Studie klinische Wirkung bei Kindern mit Hochrisikoneuroblastom im Sinn von Remissionen evidenter Erkrankung gezeigt und wird derzeit in einer großen multizentrischen Phase III Studie sowie weiteren Studien in vielen europäischen Ländern getestet. In der Phase III Studie wird auch untersucht, ob die gleichzeitige Gabe von Interleukin 2, einem kommerziell erhältlichen körpereigenen Immunzellen aktivierenden Protein, die Wirkung von ch14.18 verbessert. Positive Ergebnisse dieser Phase III Studie können für eine Registrierung des Produktes verwendet werden.

Über die St. Anna Kinderkrebsforschung:

Im Juni 1988 nahm die außeruniversitäre St. Anna Kinderkrebsforschung unter der Leitung von Univ.Prof. Dr. Helmut Gadner ihren Betrieb auf. In den letzten 23 Jahren leistete die St. Anna Kinderkrebsforschung in vielen Bereichen Pionierarbeit zur Verbesserung der Behandlungsqualität und Heilungschancen krebskranker Kinder und Jugendlicher. Mittlerweile ist ein multidisziplinäres wissenschaftliches Team aus Medizinern, Molekularbiologen und Technikern in zehn kooperierenden Arbeitsgruppen auf Gebieten der Tumorzytogenetik, Immunologie, Molekular- und Zellbiologie von Kinderkrebszellen und der klinischen Forschung erfolgreich und international anerkannt tätig. Zur objektiven Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen wird die St. Anna Kinderkrebsforschung alle drei Jahre durch eine internationale Expertenkommission überprüft, die auch Vorschläge zur Weiterentwicklung gibt. Seit Beginn finanziert sich das schlank administrierte Institut primär aus Spendengeldern und kompetitiv eingeworbenen Drittmitteln.

Über SIOPEN:

SIOPEN (Society of Paediatric Oncology European Neuroblastoma Network) ist ein europäisches Forschungsnetzwerk für klinische Studien und integrierte Forschung, das sich zum Ziel setzt, das Überleben bei Hochrisikopatienten zu verbessern und risikoadaptierte Behandlungen einzuführen, um eine verbesserte Überlebensqualität zu erreichen. Durch harmonisierte Arbeitsschritte und Qualitätsmanagementsysteme wurde der Weg zu neuen Erkenntnissen in der Tumorbiologie des Neuroblastoms bereitet. Ein Web-basiertes Datenbank- und Kommunikationssystem erlaubt es, klinische Studien in 18 europäischen Ländern gemeinsam durchzuführen und mit relevanten Forschungsdaten zu verknüpfen. Dieses Konzept wird derzeit erfolgreich bei der Durchführung der europäischen Phase III Studie in Hochrisikopatienten mit minimaler Resterkrankung eingesetzt, in welcher die Wirkung einer Immuntherapie mit dem ch14.18 Antikörper mit und ohne Interleukin 2 untersucht wird.

Kontakt Apeiron:

Dr. Hans Loibner, CEO
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Kontakt St. Anna Kinderkrebsforschung:

Univ. Doz. Dr. Ruth Ladenstein
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APEIRON ERWIRBT LIZENZ-OPTION FÜR NEUARTIGE ANTITUMOR-SUBSTANZEN VON DER CLEVELAND CLINIC

Wien (Österreich)/Cleveland (USA), 15. März 2011 – APEIRON Biologics AG gab heute bekannt, dass sie mit der Cleveland Clinic (USA) eine exklusive Option über die Einlizensierung einer Reihe von neuartigen Antitumor-Substanzen abgeschlossen hat. Diese Substanzen wirken durch die Stimulierung des Immunsystems gegen Krebs und werden derzeit an der Cleveland Clinic als Medikamente gegen verschiedene Krebserkrankungen entwickelt. In präklinischen Modellen haben diese Substanzen bei oraler Gabe bereits Antitumor-Aktivität bei geringer Toxizität gezeigt. Diese Transaktion folgt auf eine Reihe von erfolgreichen Einlizensierungen, die Apeiron in den letzten sechs Monaten abgeschlossen hat.

APEIRON Biologics AG, Wien und die Cleveland Clinic Foundation (Cleveland, USA) haben eine Reihe von Abkommen abgeschlossen, die den Rahmen für eine Zusammenarbeit bezüglich neuer Anti-Tumorsubstanzen bilden. Diese werden derzeit an der Cleveland Clinic entwickelt. Die Zusammenarbeit beinhaltet eine Option auf eine weltweite, exklusive Lizenz für diese Substanzen, sowie ein von Apeiron unterstütztes Forschungsabkommen mit der Cleveland Clinic bezüglich dieser Substanzen und des damit verbundenen Ansatzes.

Die Substanzen, Tyrosin Phosphatase Inhibitoren (TPI), sind konstruiert worden, um SHP-1, eine Protein-Tyrosin-Phosphatase, zu inhibieren. SHP-1 hat eine Schlüsselfunktion als negativer Regulator der Aktivierung von Immunzellen. Eine Hemmung von SHP-1 führt zu einer Aktivierung des Immunsystems gegen Krebs.

Hans Loibner, CEO von Apeiron, kommentierte diese Vereinbarungen: “Das ist eine großartige Zusammenarbeit für Apeiron. Wir beurteilen diese von der Cleveland Clinic entwickelten Substanzen als sehr attraktive Chance, da sie dafür entworfen sind, das Immunsystem von Krebspatienten zu aktivieren.” Und weiter: “Die Cleveland Clinic ist eine führende Forschungs- und Entwicklungsorganisation und eine der Top-Kliniken in den USA.”

“Wir sind sehr ermutigt durch die Entwicklungen, die wir bezüglich dieser neuartigen Substanzen gesehen haben, und wir hoffen, diese Medikamente werden eines Tages Patienten helfen”, sagte Chris Coburn, Executive Director der Cleveland Clinic Innovations.

Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Über Apeiron (März 2011)

Apeiron Biologics AG ist ein privat finanziertes Biotech-Unternehmen mit Sitz in Wien. Nach dem Abschluss eines Lizenzabkommens mit GSK im Jahr 2010 bezüglich des Hauptprojektes APN01 (rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2, rhACE2) hat Apeiron das Projekt-Portfolio mit einem Fokus auf biologische / immunologische Krebstherapien und verwandte Ansätze erweitert. Aufbauend auf innovativen eigenen Projekten hat Apeiron exklusive Rechte für das Phase II Projekt hu14.18-IL2 (APN301) von MerckSerono erworben, einem Antikörper-basierenden Biologikum zur Behandlung von Neuroblastom, Melanom und anderen Krebserkrankungen. Weiters wurde das Phase II Projekt rekombinante humane Superoxiddismutase (APN201) von Polymun einlizensiert, ein natürlich vorkommendes Enzym, das zunächst zur Behandlung von Nebenwirkungen bei bestimmten Krebstherapien entwickelt werden soll.

Kontakt Apeiron:

Dr. Hans Loibner, CEO
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Apeiron entwickelt Merck-Therapeutikum weiter

Das in Wien ansässige Biotechnologieunternehmen Apeiron – beteiligt ist auch der Chef des Wiener Instituts für molekulare Biotechnologie (IMBA), Josef Penninger – will sich in Zukunft in Sachen Krebstherapie stärker engagieren. Vom deutschen Pharmakonzern Merck wurden die Rechte für die Weiterentwicklung und den Vertrieb für ein neues Immuntherapeutikum erworben.

Es handelt sich um einen Antikörper, an den der eigentliche Wirkstoff – Interleukin-2 – gekoppelt ist. “Wir wollen hu14.18-IL2 als Behandlung gegen das Neuroblastom bei Kindern entwickeln. Das ist zwar eine seltene Krebserkrankung von Kindern, bei der es aber nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt”, sagte Apeiron-Vorstandsvorsitzender Hans Loibner gegenüber der APA.

Merck hat den Biotech-Wirkstoff bis zur Phase II der klinischen Prüfungen entwickelt. Dazu liegt eine Studie mit rund 25 Patienten nach einem Fehlschlag der ersten Therapie oder wieder aufgetretener Neuroblastom-Erkrankung vor. Eine weitere frühe Untersuchung wurde auch an Melanompatienten durchgeführt. Die von Merck unterstützte Neuroblastom-Studie hat offenbar erste Anzeichen einer möglichen Wirkung gezeigt. Für eine Zulassung benötigt man natürlich noch eine größere Studie, in der im Vergleich zu den bisher vorhandenen Therapien eine klar bessere Wirkung belegt werden kann (Studie der Phase III).

Das rekombinant hergestellte Protein (Immunzytokin) besteht aus dem monoklonalen Antikörper hu14.18, der gegen das GD2-Protein auf der Oberfläche von Neuroblastom-, Melanom-, Nierenzell- und kleinzelligen Lungenkarzinomen gebildet wird. Damit ergibt sich die mögliche Anwendung beim Neuroblastom, Melanom etc. Der Antikörper soll offenbar das Interleukin-2 (IL-2) gezielt an die Tumorzellen heranbringen. IL-2 gilt seit vielen Jahren als mögliches neues Behandlungsprinzip für verschiedene Krebserkrankungen, weil es die Immunabwehr stimulieren kann. IL-2 hat aber auch bei früheren Behandlungsversuchen zum Teil sehr starke Nebenwirkungen verursacht.

Apeiron hat im Jänner 2010 bekanntgegeben, dass es sein gentechnisch hergestelltes Angiotensin Converting Enzyme 2 zur Entwicklung als Therapie gegen akutes Lungenversagen (ARDS) und gegen andere Erkrankungen an den internationalen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) für bis zu 236 Millionen Euro zur Weiterentwicklung vergeben hat. Das Wiener Biotech-Unternehmen will auch ein ursprünglich vom österreichischen Gentechnik-Pionier Hermann Katinger gestartetes Projekt weiter treiben: Die Superoxiddismutase (SOD) aus Biotech-Produktion zur Prävention und Behandlung von Haut-Strahlenschäden.

apa.at

APA – Austria Presse Agentur, 2011

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Life Sciences in Österreich

Wir machen Innovationen von morgen schon heute möglich

Österreich hat sich der nachhaltigen Entwicklung seiner Life Sciences-Branche verschrieben. Die Dynamik, Kreativität und Innovationskraft unserer Life Sciences-Branche beruht auf unseren exzellenten Ingenieurs- und Wissenschaftsleistungen. Mit großen als auch kleinen Firmen im therapeutischen, medizintechnischen und diagnostischen Bereich sowie Anbietern von Schlüsseltechnologien und zugehörigen Dienstleistern, bietet Österreich ein dynamisches Umfeld für die Life Sciences-Industrie.

Im Laufe der vergangenen Jahre konnte sich die österreichische Life Sciences-Szene über einige herausragende Lizenz Deals freuen. Nach Kooperationen von Intercell, AFFiRiS und Apeiron mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline wurde ein weiterer Global Player in Österreich aktiv – Boehringer-Ingelheim (BI). Das Jahr 2010 schloss mit dem größten jemals in Österreich abgeschlossen Lizenzdeal: Die Antikörper-Firma f-star unterschrieb einen Vertrag mit Boehringer-Ingelheim, der potentielle Meilensteinzahlungen von bis zu 1,26 Milliarden Euro umfasst. Im September 2011 legte f-star mit einem 500 Millionen Deal mit Merck Serono noch einmal nach.

Auch abseits der klassischen Lizenzdeals investieren die Großen immer wieder in den Life Science Standort Österreich. Im August 2011 übernahm GE Healthcare den oberösterreichischen Entwickler und Anbieter von Zellkulturmedien für die biomedizinische Forschung PAA Laboratories. 2010 eröffnete B. Braun Austria eine eigene Entwicklungseinheit in Graz, um einen neuartigen Glukosesensor zu entwickeln und klinisch zu testen. Auch Fresenius Medical Care, ein führender Anbieter von Produkten für die Dialyse, hat 2010 in Niederösterreich einen neuen Forschungs- und Entwicklungsstandort eröffnet.Diese Erfolgsgeschichten haben einmal mehr gezeigt, dass Österreich sich in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Zentrum für Life Sciences entwickelt hat.

Ein toller Standort für Ihr Life Sciences-Unternehmen

Vor allem in der Biotechnologie hat Österreich im internationalen Vergleich sehr viel zu bieten. Unsere Unternehmen gehören beispielsweise zu den Weltmarktführern in der Entwicklung neuer Vakzine und Antiinfektiva. Innovative Spin-offs wie die börsennotierte Intercell oder AVIR Greenhills und Nabriva können sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. In der Krebsforschung gibt es international renommierte Forschungsinstitute wie das Institut für molekulare Pathologie (IMP) in Wien oder Oncotyrol in Innsbruck. Auch innovative Start-Ups sind aktive Player auf dem Gebiet Krebs: Die Wiener Firma Apeiron beispielsweise entwickelt ein Mittel zur Behandlung des Neuroblastoms. Der personalisierten Medizin kommt in Österreich ebenfalls immer mehr Bedeutung zu. Die Tiroler Firma Biocrates ist führend auf dem Gebiet der diagnostischen Biomarkerforschung und in Graz ist beispielsweise die größte europäische Biobank beheimatet – mit fast vier Millionen Gewebeproben. In der industriellen Biotechnologie forschen die in Europa einzigartigen Zentren Austrian Centre of Industrial Biotechnology (ACIB) und Research Center Pharmaceutical Engineering (RCPE) unter anderem an neuen Produktionstechniken.

Heimische Weltmarktführer gibt es auch in der Medizintechnik: Greiner Bio One in Oberösterreich ist einer der großen Player in der Herstellung und dem Vertrieb von Plastiklaborausstattung. Weltweiter Technologieführer bei implantierbaren Hörgeräten ist die Tiroler Firma Med-El, und der deutsche Prothesenhersteller Otto Bock betreibt einen seiner wichtigstenForschungsstandorte in Wien: das revolutionäre Kniegelenk C-Leg wurde nicht nur in Österreich entwickelt, es wird hier auch gefertigt und in die ganze Welt exportiert.

Auch die kleinen Medizintechnikhersteller bringen innovative Produkte zur Marktreife und sind auf dem Weg zum Weltmarktführer von morgen. Die Tiroler Firma Ergospect hat ein Pedalergometer auf den Markt gebracht, mit dem es erstmals möglich ist, Stoffwechselerkrankungen der Muskulatur nicht-invasiv zu diagnostizieren. Mittlerweile werden die Produkte sogar in Indien und Japan gekauft. Die oberösterreichische Firma Anagnostics wiederum spezialisiert sich auf Systeme und Tests für die Life Science Forschung und klinische In vitro-Diagnostik. Mit dem hyborg hat das Unternehmen einen Analyseautomaten entwickelt, der Proben völlig automatisiert nach vielen verschiedenen Merkmalen untersucht. Die Technologie der Testkartuschen hybcell wird laufend für weitere Anwendungsgebiete ausgebaut – aktuell vor allem in den Bereichen der onkologischen Tests und der Infektionsdiagnostik.

Diese Erfolge wurden vor allem möglich durch herausragende ForscherInnen, die auch bereit sind, sehr viel persönliches Risiko zu tragen. Nicht zuletzt führt jedoch das großartige Wirtschaftsklima dazu, dass Life Sciences-Firmen florieren. Österreich ist laut einer Mercer Study nicht nur das Land mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Auch Steuerbedingungen, wie 10% Forschungsprämie für Investitionen in F&E und die Körperschaftssteuer von 25%, sind wesentliche Faktoren zur Betriebsansiedlung. Multinationale Großunternehmen sowie Start-up-Unternehmen profitieren von maßgeschneiderten Finanzierungsmaßnahmen und einer hohen Bandbreite an gut dotierten Förderungen.