Klinische Studie zur Vermeidung von Hautschädigungen infolge Strahlentherapie bei Brustkrebs erfolgreich
Wien, 5. März 2013 – APEIRON Biologics AG (Apeiron) gab heute bekannt, dass die im März 2012 gestartete klinische Studie der liposomal formulierten, rekombinanten Superoxid-Dismutase (Projektname APN201) in allen analysierten Endpunkten erfolgreich abgeschlossen wurde.
Apeiron meldete heute, dass die klinische Studie mit APN201 (eine liposomale Formulierung der humanen rekombinanten Superoxid-Dismutase) abgeschlossen wurde und alle Endpunkte erreichte. Die doppelt verblindete, Placebo-kontrollierte Studie wurde an der Abteilung für therapeutische Radiologie und Onkologie der Medizinischen Universität Graz durchgeführt. Behandelt wurden 20 Brustkrebspatientinnen, welche nach brusterhaltender Operation bestrahlt wurden.
Superoxid-Dismutase (SOD) ist das potenteste in der Natur vorkommende antioxidative Enzym und es macht hoch-reaktive Sauerstoffradikale unschädlich, welche während der Strahlentherapie entstehen und wirkt dadurch stark anti-inflammatorisch. Ungefähr jeder zweite Krebspatient wird zusätzlich zur Chemotherapie und Operation auch bestrahlt. Dadurch entstehen oft akute Hautschädigungen, welche mit Verbrennungen vergleichbar sind. Diese können schwerwiegend sein und sogar zum Abbruch der Strahlentherapie führen. Diese Kollateralschäden der Strahlentherapie werden heute ausschließlich symptomatisch mit Hautcrèmes behandelt.
In dieser Pilotstudie (Phase Ib) wurde APN201 täglich aufgetragen und hat sich als sicher und gut verträglich erwiesen ohne Substanz-bezogene unerwünschte Nebenwirkungen. Außerdem zeigte APN201 erste Hinweise auf Wirksamkeit in Bezug auf Schmerzen, Erythem-Intensität (Hautrötung) und der Zeitdauer bis zum Auftreten von Dermatitis zweiten Grades. Aufgrund der kleinen Studiengröße sind diese Resultate nicht statistisch signifikant. Daher sind nun längere Wirksamkeitstests in Patienten mit Kopf-Hals-Krebs geplant, welche zu einer höheren Inzidenz von stärkerer Strahlendermatitis tendieren.
APN201 wird in Kollaboration mit der österreichischen CMO Polymun Scientific klinisch entwickelt.
Dr. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron: “Wir freuen uns sehr über diese ersten klinischen Erfahrungen mit unserer liposomal formulierten, humanen SOD in Krebspatientinnen und den positiven Studienresultaten aus Graz. Wir sind überzeugt, dass APN201 das Potenzial hat, die erste ursächliche Therapie für strahlungsbedingte Dermatitis und andere inflammatorische Erkrankungen zu werden.”
Universitätsprofessorin Karin S. Kapp, MD, Klinikvorständin an der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie in Graz und Leiterin der Studie, kommentierte: “Akute Hautschäden, welche während einer hoch dosierten Strahlentherapie auftreten können, sind ein ernsthaftes Problem für viele Krebspatienten und können in gewissen Fällen sogar den Therapieabbruch erzwingen. Daher ist es von äußerstem klinischen und wissenschaftlichem Interesse, diese Nebeneffekte der Bestrahlung zu mindern oder sogar zu verhindern. Es ist sehr spannend, in Zusammenarbeit mit der Apeiron an einer Lösung hierfür zu arbeiten.”
Über Apeiron Biologics AG (Stand März 2013):
Apeiron ist eine großteils privat finanzierte Wiener Biotechnologiefirma, die mehrere Ansätze zur Krebs-Immuntherapie entwickelt. Zu den Produkten zählen fünf klinische Projekte (bis Phase III) sowie einige präklinische Ansätze. Das fortgeschrittenste Projekt, APN311, ist ein Antikörper zur Behandlung des Neuroblastoms, einer schweren pädiatrischen Krebserkrankung. Das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301) wird zur Zeit klinisch sowohl im Neuroblastom als auch im Melanom getestet. Weiters untersucht Apeiron klinisch eine topische Liposomenformulierung der rekombinanten Superoxid Dismutase (APN201), einer biologischen Substanz mit potenten anti-inflammatorischen und gewebs-schützenden Eigenschaften. Zusätzlich verfolgt die Firma zwei innovative und komplementäre Ansätze (APN401, APN411) zur Stimulation von Immunzellen, um die Reaktivität des Immunsystems gegen Krebs zu erhöhen. Apeiron hat Anfang 2010 ihr Projekt APN01, rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881) an GlaxoSmithKline (GSK) auslizensiert. GSK testet diesen Ansatz zur Zeit in einer Phase II Studie im akuten Lungenversagen. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 23 Mitarbeiter.
Über SOD:
Die SOD ist ein körpereigenes Enzym mit bedeutender anti-oxidativer Funktion. Es bewirkt den Abbau schädlicher Superoxide und reduziert dadurch das Ausmaß der damit verbundenen Gewebsschäden.
Rekombinante, humane SOD wurde bereits in mehreren klinischen Studien getestet und zeigte bei der Behandlung bestimmter Entzündungsprozesse Hinweise auf Wirksamkeit.
Über Polymun (Stand März 2013):
Polymun Scientific Immunbiologische Forschung GmbH wurde 1992 von Prof. Dr. Hermann Katinger gegründet und bietet seither Auftragsentwicklung und -herstellung von Biopharmazeutika und liposomalen Formulierungen an. Dazu hält Polymun seit 2001 eine Lizenz für die Herstellung von Arzneimitteln nach dem österreichischen Arzneimittelgesetz. Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind Herstellung und Vertrieb von Forschungsreagenzien besonders für den Bereich der HIV-Forschung.
Polymun entwickelt auch Produkte und ist Partner einiger internationaler Forschungsprojekte (EU Rahmenprogramm für Forschung, Bill and Melinda Gates Foundation).
Kontakt Apeiron: Dr. Hans Loibner, CEO Campus-Vienna-Biocenter 5 1030 Wien T +43 / 1 / 865 65 77 E apeiron@apeiron-biologics.com W www.apeiron-biologics.com
Aussendung: PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8 1090 Wien T +43 / 1 / 505 70 44 E contact@prd.at W www.prd.at
Wien, 5. März 2013
News ArchivAPEIRON SCHLIESST LIZENZDEAL FÜR ANTIKÖRPER ZUR KREBS-IMMUNTHERAPIE AB
Früher Erfolg einer gerade begonnenen Initiative zur Kommerzialisierung von APN311
Wien, 21. Jänner 2013: Apeiron Biologics AG (Apeiron) gab heute den Abschluss eines ersten Lizenzabkommens für seine Antikörper-basierte Krebs-Immuntherapie APN311 bekannt. APN311 wird zur Behandlung einer besonders aggressiven Form des kindlichen Neuroblastoms entwickelt. Vor Kurzem initiierte Apeiron eine weltweite Suche nach potenziellen Lizenznehmern für diese Immuntherapie. Paladin Labs Inc. (“Paladin”), eines der führenden kanadischen “Specialty” Pharma-Unternehmen, hat nun mit Apeiron ein exklusives Lizenzabkommen abgeschlossen, in dessen Rahmen Paladin die Marktrechte an APN311 in Kanada und afrikanischen Ländern südlich der Sahara (inklusive Südafrika) erhält. Weitere Details zum Geschäftsabschluss wurden nicht bekanntgegeben.
Heute gab Apeiron den Abschluss eines Lizenzabkommens mit Paladin Labs Inc. (Paladin) bekannt. Hierbei erhält Paladin die exklusiven Marktrechte an der Krebs-Immuntherapie APN311 in Kanada und in Ländern südlich der Sahara, inklusive Südafrika. Dies ist der erste Geschäftsabschluss im Rahmen einer erst kürzlich begonnenen Initiative Apeirons, Partner für die weltweite Vermarktung dieser Immuntherapie zur Behandlung des Neuroblastoms zu identifizieren. APN311 ist der klinisch am weitesten fortgeschrittene Entwicklungskandidat in der Pipeline von Apeiron, die auf immunologische und biologische Krebstherapien fokussiert ist.
Der Vorstandsvorsitzende von Apeiron, Dr. Hans Loibner, meint hierzu: “Die ermutigenden klinischen Resultate mit APN311 haben uns dazu bewegt, mögliche Vermarktungspartner für das Produkt aktiv anzusprechen. Es freut uns sehr, bereits bald nach dem Beginn diesbezüglicher Aktivitäten dieses Geschäft der regionalen Vermarktung abschließen zu können, während wir Verhandlungen mit weiteren Interessenten fortsetzen. Dieser Geschäftsabschluss ist für Apeiron ein wichtiger Meilenstein in unseren Strategien zur Behandlung des Neuroblastoms, die vor zwei Jahren mit der Einlizensierung des Immunzytokins hu14.18-IL2 von Merck KGaA, Deutschland, begonnen haben. Vor allem stellt dieser Abschluss einen wichtigen Fortschritt in unseren Bestrebungen dar, die Therapieoptionen für Kinder zu verbessern, die an Hochrisiko-Neuroblastom erkrankt sind”.
Das Neuroblastom ist abgesehen von Gehirntumoren die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter, bei Säuglingen ist es sogar die am häufigsten diagnostizierte Krebsart. Viele Fälle werden bereits im ersten Lebensjahr festgestellt. APN311 ist ein monoklonaler chimärer Antikörper (ch14.18/CHO), der das auf Neuroblastomzellen selektiv exprimierte GD2 Antigen erkennt und derzeit unter anderem in einer randomisierten Phase III-Studie in Europa klinisch getestet wird.
Apeiron Biologics AG (Stand Jänner 2013) Apeiron ist eine großteils privat finanzierte Wiener Biotechnologiefirma, die mehrere Ansätze zur Krebs-Immuntherapie entwickelt. Zu den Produkten zählen fünf klinische Projekte (bis Phase III) sowie einige präklinische Ansätze. Das fortgeschrittenste Projekt, APN311, ist ein Antikörper zur Behandlung des Neuroblastoms, einer schweren pädiatrischen Krebserkrankung. Das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301) wird zur Zeit klinisch sowohl im Neuroblastom als auch im Melanom getestet. Weiters untersucht Apeiron klinisch eine topische Liposomenformulierung der rekombinanten Superoxid Dismutase (APN201), einer biologischen Substanz mit potenten anti-inflammatorischen und Gewebs-schützenden Eigenschaften. Zusätzlich verfolgt die Firma zwei innovative und komplementäre Ansätze (APN401, APN411) zur Stimulation von Immunzellen, um die Reaktivität des Immunsystems gegen Krebs zu erhöhen. Apeiron hat Anfang 2010 ihr Projekt APN01, rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881) an GlaxoSmithKline (GSK) auslizensiert. GSK testet diesen Ansatz zur Zeit in einer Phase II Studie im akuten Lungenversagen. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 23 Mitarbeiter. Die Firmen JSB Partners und Eisiei GmbH haben Apeiron bei diesem Geschäftsabschluß unterstützt und begleitet.
Paladin Labs Inc. (Stand Jänner 2013)
Paladin Labs Inc. (Headquarter in Montreal, Kanada) ist eine führende kanadische Pharmafirma, die verschiedene Pharmazeutika für den kanadischen Markt einlizensiert oder erwirbt. Sie hat ein starkes nationales Verkaufsteam sowie eine erwiesene Erfahrung in der Vermarktung. Paladin notiert an der Kanadischen Börse unter dem Symbol PLB. Weitere Informationen sind auf www.paladinlabs.com zu finden.
Kontakt Apeiron:
Dr. Hans Loibner, CEO Campus-Vienna-Biocenter 5 1030 Wien T +43 / (0)1 / 865 65 77 E apeiron@apeiron-biologics.com W www.apeiron-biologics.comRedaktion & Aussendung:
PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung Mariannengasse 8 1090 Wien T +43 / (0)1 / 505 70 44 E contact@prd.at W www.prd.at News ArchivEvotec und Apeiron Biologics gehen Zusammenarbeit im Bereich Krebsimmuntherapie ein
Evotec AG (Frankfurter Wertpapierbörse: EVT, TecDAX) gab heute die Vereinbarung einer Forschungszusammenarbeit mit Apeiron Biologics zur Entwicklung immunmodulatorischer Leitsubstanzen für die Behandlung von Krebs bekannt. Apeiron Biologics wird ihre Expertise im Bereich in vitro- und in vivo-Pharmakologie in die Zusammenarbeit einbringen während Evotec für die Bereiche Medizinalchemie und chemische Proteomik verantwortlich sein wird. Die Zusammenarbeit resultiert aus einem erfolgreichen Ergebnis eines phänotypischem Hochdurchsatz-Screenings, das Evotec zuvor im Auftrag von Apeiron Biologics durchgeführt hatte.
Dr. Mario Polywka, Chief Operating Officer von Evotec, kommentierte: ‘Wir freuen uns, die Zusammenarbeit an diesem wichtigen Projekt mit Apeiron fortzusetzen. Diese Zusammenarbeit hebt Evotecs umfangreiche phänotypischen Screening-Möglichkeiten bei der Identifizierung neuer Mechanismen und hochwertiger Treffer (Hits) in wichtigen Behandlungsbereichen hervor.’Dr. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron Biologics, fügte hinzu: ‘Wir waren begeistert vom Ergebnis des primären Screens und freuen uns auf die Weiterentwicklung der Hits in dieser Zusammenarbeit unter Anwendung unseres immunologischen Wissens. Es besteht kein Zweifel, dass immunomodulatorische Substanzen wie diese über enormes therapeutisches und kommerzielles Potential verfügen.’Einzelheiten zu den finanziellen Details wurden nicht bekanntgegeben.
ÜBER EVOTEC AG
Evotec ist ein Wirkstoffforschungs- und -entwicklungsunternehmen, das in Forschungsallianzen und Entwicklungspartnerschaften mit führenden Pharma- und Biotechnologieunternehmen innovative Ansätze zur Entwicklung neuer pharmazeutischer Produkte zügig vorantreibt. Wir sind weltweit tätig und bieten unseren Kunden qualitativ hochwertige, unabhängige und integrierte Lösungen im Bereich der Wirkstoffforschung an. Dabei decken wir alle Aktivitäten vom Target bis zur klinischen Entwicklung ab. Durch das Zusammenführen von erstklassigen Wissenschaftlern, modernsten Technologien sowie umfangreicher Erfahrung und Expertise in wichtigen Indikationsgebieten wie zum Beispiel Neurowissenschaften, Schmerz, Stoffwechselerkrankungen, Krebs und Entzündungskrankheiten, ist Evotec heute einzigartig positioniert. Evotec arbeitet in langjährigen Forschungsallianzen mit Partnern wie Bayer, Boehringer Ingelheim, CHDI, Genentech, MedImmune/Astra Zeneca oder Ono Pharmaceutical zusammen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über Entwicklungspartnerschaften und über eine Reihe von eigenen Wirkstoffkandidaten in der klinischen sowie in der präklinischen Entwicklung. Dazu gehören Partnerschaften mit Bayer, Boehringer Ingelheim, MedImmune und Andromeda (Teva) im Bereich Diabetes und mit Roche auf dem Gebiet der Alzheimer‘schen Erkrankung. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage. www.evotec.com.
ÜBER APEIRON BIOLOGICS AG
Apeiron Biologics AG ist ein überwiegend privat finanziertes Wiener Biotechnologieunternehmen, das immunologische/biologische Therapien gegen Krebs entwickelt. Das Portfolio besteht aus fünf Projekten in klinischer Entwicklung bis zur Phase 3 sowie einigen präklinischen Ansätzen. APN311 ist ein Antikörper zur Therapie des kindlichen Neuroblastoms und das klinisch am weitesten fortgeschrittene Projekt des Unternehmens. Das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301) wird sowohl im Neuroblastom als auch im
Melanom klinisch getestet. Darüber hinaus wird rekombinante humane Superoxid-Dismutase, insbesondere in einer topischen liposomalen Darreichungsform (APN201), als potentes gewebeschützendes anti-inflammatorisches Biologikum klinisch entwickelt. An einer neuartigen Stimulierung von Immunzellen zur effektiveren Bekämpfung von Krebs wird mittels zweier sich ergänzender Ansätze gearbeitet (APN401, APN411). Das rekombinante humane Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881, zuvor APN01) wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert und befindet sich nun in einer Phase-II-Studie in der Indikation ‘Akutes Lungenversagen’. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zurzeit 23 Mitarbeiter.www.apeiron-biologics.comZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN
Diese Pressemitteilung enthält bestimmte vorausschauende Angaben, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten. Derartige vorausschauende Aussagen stellen weder Versprechen noch Garantien dar, sondern sind abhängig von zahlreichen Risiken und Unsicherheiten, von denen sich viele unserer Kontrolle entziehen, und die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in diesen zukunftsbezogenen Aussagen in Erwägung gezogen werden. Wir übernehmen ausdrücklich keine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren.
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APEIRON BIOLOGICS GRÜNDET DAS BIOTECH-UNTERNEHMEN ATTOQUANT DIAGNOSTICS
Wien, 28. November 2012: Die APEIRON Biologics AG (Apeiron) gab heute die Gründung des Tochterunternehmens Attoquant Diagnostics GmbH (Attoquant) bekannt. Attoquant soll das bereits erfolgreich eingeführte Peptid-Analytik-Service RAS-Fingerprint weltweit vermarkten und die zugrundeliegende Technologieplattform weiterentwickeln.
Das Wiener Biotechunternehmen APEIRON Biologics AG (Apeiron) hat heute die Ausgründung eines Tochterunternehmens bekannt gegeben, das die von Apeiron entwickelte und bereits erfolgreich eingeführte Peptid-Analytik “RAS-Fingerprint ” als Service weltweit vermarkten wird. Die eigens dafür ins Leben gerufene Attoquant Diagnostics GmbH (Attoquant) ist auch für die Weiterentwicklung der Technologieplattform und die Vergrößerung der Produktpalette verantwortlich.
Attoquant bietet eine weltweit einzigartige Technologie zur besonders sensitiven Messung und Quantifizierung von allen Peptiden des Renin Angiotensin Systems (RAS) aus Blut sowie aus verschiedenen Geweben an. Diese Peptide spielen unter anderem für die Regulierung des Blutdrucks, des Wasserhaushalts sowie bei akuten und chronischen Entzündungen eine bedeutende Rolle. Die analytisch präzise Erfassung der Gesamtheit dieser Peptide ist weltweit einzigartig und wurde RAS-Fingerprint genannt. Diese neuartige Technologie kann z. B. bei Bluthochdruck zum gezielteren Einsatz von Blutdrucksenkern verwendet werden sowie zur rationalen Neuentwicklung von solchen Medikamenten. Weiters ermöglicht der RAS-Fingerprint ein besseres Verständnis bei Vorsorge und Behandlung von Herz-Kreislauf Erkrankungen sowie Nierenerkrankungen und besitzt generell ein großes Potential als diagnostischer und therapeutischer Biomarker. Attoquant arbeitet auch an Erweiterungen der Methodik und bietet Kunden-spezifische Analytik an.
Dr. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron: “Wir freuen uns sehr, dass wir durch die Gründung von Attoquant einem jungen, unternehmerischen Team mit einer vielversprechenden Technologie die Möglichkeit gegeben haben, ein weiteres herausragendes Biotech-Unternehmen in Österreich zu entwickeln. Die Methodologie wurde im Zuge der Untersuchungen zur Pharmakologie des 2010 erfolgreich an die GlaxoSmithKline auslizenzierten Projekts APN01 erarbeitet und hat vielfältige Anwendungsmöglichkeiten im präklinischen und insbesondere im klinischen Bereich.”
Marko Poglitsch, Geschäftsführer der Attoquant: “Nach den ersten erfolgreich aufgebauten Kundenbeziehungen freuen wir uns mit der nun offiziellen Ausgründung von Attoquant, einen wichtigen Akzent für die Weiterentwicklung der Diagnostik und Therapie von diversen Herz-Kreislauf Erkrankungen setzen zu können. Wir haben zwar vermutet, dass wir mit unserer Technologie ein wertvolles Werkzeug für Medikamentenentwicklung und personalisierte Medizin in Händen halten, aber das Ausmaß des positiven Feedbacks seitens der wissenschaftlichen Gemeinschaft hat uns doch überrascht. Nun geht es darum, den RAS-Fingerprint bei Grundlagenforschung und klinischen Studien breit zum Einsatz zu bringen und bis zur Anwendung in der Routinediagnostik weiter zu entwickeln. Angesichts dieser Aufgaben blicken wir bereits mit großer Spannung auf die kommenden Monate und Jahre.”
Die Entwicklung des RAS-Fingerprints sowie die Gründung von Attoquant wird unter anderem vom Zentrum für Innovation und Technologie (ZIT) im Rahmen des Förderprogrammes “From Science to Products” unterstützt.
Über Apeiron (Stand November 2012):
Apeiron ist ein überwiegend privat finanziertes Wiener Biotechnologieunternehmen, das immunologische/biologische Therapien gegen Krebs entwickelt. Das Portfolio besteht aus fünf Projekten in klinischer Entwicklung bis zur Phase 3 sowie einigen präklinischen Ansätzen. APN311 ist ein Antikörper zur Therapie des kindlichen Neuroblastoms und das klinisch am weitesten fortgeschrittene Projekt des Unternehmens. Das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301), wird sowohl im Neuroblastom als auch auch im Melanom klinisch getestet. Weiters wird rekombinante humane Superoxid-Dismutase, insbesondere in einer topischen liposomalen Darreichungsform (APN201), als potentes Gewebs-schützendes anti-inflammatorisches Biologikum klinisch entwickelt. An einer neuartigen Stimulierung von Immunzellen zur effektiveren Bekämpfung von Krebs wird mittels zweier sich ergänzender Ansätze gearbeitet (APN401, APN411). Das rekombinante humane Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881, zuvor APN01) wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert und befindet sich nun in einer Phase II-Studie in der Indikation “Akutes Lungenversagen”. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 23 Mitarbeiter.
Über Attoquant (Stand November 2012):
Die Attoquant Diagnostics GmbH ist ein Service-Analytik-Anbieter mit Sitz in Wien. Mit ihrer neu entwickelten, auf LC-MS/MS (Flüssigchromatographie / Massenspektroskopie) basierenden Technologie bietet sie die Quantifizierung von Peptiden an, die in kleinsten Mengen in Blut und Geweben physiologische Bedeutung haben, wobei der Schwerpunkt aktuell auf den Peptidhormonen des Renin-Angiotensin-Systems liegt. Die Attoquant ist ein Tochterunternehmen der APEIRON Biologics AG und beschäftigt derzeit fünf Mitarbeiter.
Über den RAS-FingerprintTM (Stand November 2012):
RAS-FingerprintTM beschreibt eine Technologie, die gleichzeitig bis zu zehn Peptidhormone des Renin-Angiotensin-Systems (und weitere Peptide) quantifizieren kann, wodurch ein Patienten- und Therapie-spezifischer “Fingerabdruck” dieses Hormonsystems genau erfasst wird. Diese in den letzten Jahren entwickelte proprietäre Technologie beruht auf einer speziellen Methode zur Probenvorbereitung für die darauf folgende massenspektrometrische Analyse und weist eine weltweit bisher unerreichte Sensitivität auf.
Kontakt Apeiron:
Dr. Hans Loibner, CEO Campus-Vienna-Biocenter 5 1030 Wien T +43 / (0)1 / 865 65 77 E apeiron@apeiron-biologics.com W www.apeiron-biologics.comKontakt Attoquant:
DI Marko Poglitsch, CEO Campus-Vienna-Biocenter 5 1030 Wien T +43 / (0)1 / 865 65 77 121 E marko.poglitsch@attoquant.com W www.attoquant.com News ArchivGlaxoSmithKline Fond exklusiv für Life Science – Teilnahme an der life-science-success im Tech Gate Vienna
GlaxoSmithKline hat in den letzten Jahren Kooperationsverträge mit den österreichischen Biotech-Unternehmen AFFiRiS, Intercell und Apeiron im Wert von über 780 Mio. € abgeschlossen. Mag. Evelyn Schödl, General Manager von GSK Österreich, hat darüber am 20. März bei der life-science-success im Tech Gate Vienna unter „Best Practice Beispiele“ referiert: „Das Auslagern von Forschung & Entwicklung ermöglicht uns eine gute Diversifikation im wissenschaftlichen Bereich und einen Ausgleich zwischen Ausgaben und Risiken bei der Arzneimittelforschung. In Zukunft könnten bis zu 50 % unserer Forschung von außerhalb kommen.“
Index Ventures: erster Life Science Fond mit GSK und Janssen
Index Ventures hat am 21. März die Gründung des ersten Fonds ausschließlich für Investitionen im Life Science Bereich über € 150 Millionen bekannt gegeben mit Index-Partnern und zwei Pharmaunternehmen, GlaxoSmithKline und Janssen (Pharmaunternehmen von Johnson & Johnson). Die beiden globalen Pharmaunternehmen sind im neunköpfigen Scientific Advisory Board (SAB) des Fonds mit jeweils zwei Senior Executives vertreten. Durch dieses einzigartige Pharma/Venture Partnerschaftsmodell sollen vielversprechende Innovationen in frühen Phasen der Forschung vorangetrieben werden.
Das „asset centric“-Modell von Index legt seinen Fokus auf Investitionen in aussichtsreiche Unternehmen mit nur einem oder zwei Projekten innerhalb von Europa, aber auch in den USA, first-in-class“ oder „best-in-class“ Mechanismen und ungedecktem medizinischen Bedarf. Viele Moleküle, die in Index-finanzierten Labors entwickelt wurden, sind heute Teil von pharmazeutischen Pipelines im Endstadium.
Francesco De Rubertis, Partner von Index Ventures: „Wir sind begeistert darüber, dass sich GlaxoSmithKline und Janssen zur Teilnahme am Fond entschlossen haben. Die Tatsache, dass diese zwei führenden globalen Pharmaunternehmen beträchtliche Ressourcen investieren, um durch einen reinen, klassischen Venture Capital Fond Chancen im frühen Forschungsstadium zu suchen, belegt die visionäre Führung beider Unternehmen.“
„Diese einzigartige Zusammenarbeit zeigt unsere Verpflichtung zum biotechnischen Ökosystem und dass wir ständig kreative neue Wege gehen, um den Zugang zu bahnbrechender neuer Wissenschaft zu finden.“ so Dr. Moncef Slaoui, Vorsitzender von Forschung und Entwicklung bei GSK. „Wir glauben, dass Index mit dieser spezifischen Plattform von Unternehmen, die hinter gewinnorientierten Investitionsmodellen stehen, gut positioniert ist, um eine hoffnungsvolle Pipeline mit Arzneimittelkandidaten zu schaffen.“
Dr. Paul Stoffels, weltweiter Vorstand der Pharmagruppe Johnson & Johnson, fügt hinzu: „Neue und kreative Ansätze zur Finanzierung von Innovationen im Frühstadium sind ausschlaggebend für die Entwicklung von transformativer Medizin. Wir glauben, dass das Unterstützen und Gründen von Startups und das Fördern von Unternehmertum und Innovationen zum Vorteil der gesamten Industrie sein werden. Partnerschaften wie die mit Index Ventures und seiner “asset centric“ Plattform verbessern unsere Chancen, Technologien im Frühstadium in Krankheitsgebieten mit hohem unbefriedigtem Bedarf zu identifizieren.“
Über Index Ventures
Index Ventures ist ein global führendes Venture-Capital Unternehmen, das seit 1996 aktiv in technologischen und biotechnologischen Risikoinvestitionen tätig ist. Nach der Gründung von fünf Fonds in Anfangsstadien folgte im Jahr 2008 der erste Growth Fund mit € 400 Millionen zur Investition in Unternehmen in späteren Stadien und im November 2011 der bisher größte Fond mit € 500 Millionen. Die derzeitigen Fonds „Management für Life Science Investitionen“ sind Index II, IV, V und Growth Fund I. Der neu gegründete Life Science Fond heißt Index Life VI.
Derzeit von Index betreut werden u.a. Acutus Medical (USA), Cellzome (UK), Profibrix (NL), Cyrenaic (CH), Funxional Therapeutics (UK), Sonkel (CH), Molecular Partners (CH), Mind-NRG (CH), und Novocure (USA).
Foto von Moncef Slaoui unter http://www.gsk.com/common/img/about/Moncef-Slaoui-CET.jpg
GlaxoSmithKline – eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen – engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht.
Kontakt
Index: College Hill Life Sciences (Index’s PR Agency), Nicole Yost / Jayne Crook, +44 (0)20 7866 2020, index@collegehill.com
GlaxoSmithKline: Melinda Stubbee, +1 (0)919 491 0831, melinda.s.stubbee@gsk.com
Johnson & Johnson: Seema Kumar, +1 (0)908-405-1144, SKumar10@its.jnj.com
GSK Österreich:
Dipl.-Kffr. Martha Bousek,
Corporate Communications & Public Affairs,
Tel. 01/970 75/501,
martha.bousek@gsk.com
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Albert Schweitzer-Gasse 6
1140 Wien
BEGINN EINER KLINISCHEN STUDIE ZUR VERMEIDUNG VON HAUTSCHÄDIGUNGEN INFOLGE STRAHLENTHERAPIE BEI BRUSTKREBS
Wien, 23. Februar 2012: Die APEIRON Biologics AG (Apeiron) hat heute mitgeteilt, dass mit einer klinischen Prüfung des Wirkstoffes Superoxid-Dismutase (Projektname APN201) zum Schutz vor Hautschäden durch Bestrahlungstherapie bei Brustkrebs begonnen wurde.
Apeiron hat heute bekannt gegeben, dass eine klinische Studie mit einer topisch verabreichten liposomalen Formulierung des Wirkstoffes humane Superoxid-Dismutase (Projektname APN201) an der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Medizinischen Universität Graz angelaufen ist. APN201 wird in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Auftragshersteller Polymun Scientific GmbH klinisch entwickelt. Die doppelt-blind geführte, placebo-kontrollierte Studie wird monozentrisch durchgeführt und soll in Summe 20 Brustkrebspatientinnen einschließen, die eine Bestrahlungstherapie nach brusterhaltender Operation erhalten.
Die Superoxid-Dismutase (SOD) ist ein Enzym, das unter anderem auch während der Strahlentherapie auftretende, hoch reaktive Sauerstoffradikale abbaut und damit unschädlich macht, und folglich stark entzündungshemmend wirkt. Apeirons Entwicklungstätigkeiten fokussieren generell auf den onkologischen Bereich. In dieser Pilotstudie wird die Sicherheit und Verträglichkeit sowie Hinweise für die Wirksamkeit von APN201 an Brustkrebspatientinnen, die sich nach Operation einer Bestrahlungstherapie unterziehen, untersucht. Grundsätzlich wird zirka jeder zweite Krebspatient nebst medikamentöser Therapie und chirurgischen Eingriffen auch bestrahlt. Die dabei oft entstehenden akuten Hautveränderungen sind Verbrennungen ähnlich, können gravierend sein und sogar zum Abbruch der Strahlenbehandlung führen. Bis heute werden diese Begleitschäden der Strahlentherapie hauptsächlich symptomatisch mit Hautcremen versorgt.
Dr. Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron: “Wir freuen uns sehr, dass wir mit APN201 diesen wichtigen Entwicklungs-Meilenstein erreicht haben. Einmal mehr testet Apeiron eine vielversprechende Substanz in einer klinisch relevanten Indikation. Derzeit gibt es noch keine ursächliche Therapie gegen bestrahlungsinduzierte Hautveränderungen im Zuge dieser Krebsbehandlung. APN201 könnte dies ändern.”
Univ.-Prof. Dr. Karin Kapp, Klinikvorständin an der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie in Graz und Leiterin der Studie: “Hautschäden, die unter der Bestrahlungstherapie auftreten können, sind für viele Krebspatientinnen und Krebspatienten ein schwerwiegendes Problem und können in Einzelfällen sogar einen Therapieabbruch erzwingen. Es ist daher von größtem klinischen und wissenschaftlichen Interesse, diese Bestrahlungsnebenwirkungen mildern oder sogar vermeiden zu können. Es ist sehr spannend, gemeinsam mit Apeiron an einer Lösung hierfür zu arbeiten.”
Über Apeiron (Stand Februar 2012):
Apeiron ist ein überwiegend privat finanziertes Wiener Biotechnologieunternehmen, das immunologische/biologische Therapien gegen Krebs entwickelt. Das Portfolio besteht aus fünf Projekten in klinischer Entwicklung und einigen präklinischen Ansätzen. Klinische Entwicklungsprojekte sind das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301), das seit kurzem in einer Phase II-Studie im Neuroblastom sowie auch im Melanom klinisch getestet wird, sowie APN311, ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Neuroblastom, der bereits in Phase III gestestet wird. Weiters entwickelt Apeiron eine liposomale topische Formulierung der rekombinanten humanen Superoxid-Dismutase (APN201) zur Verhinderung oder Behandlung von Hautschäden, die im Zusammenhang mit Krebstherapien auftreten. Das rekombinante humane Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881, zuvor APN01) wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert und befindet sich in einer Phase II-Studie. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 25 Mitarbeiter.
Über SOD (Stand Februar 2012):
Die SOD ist ein körpereigenes Enzym mit bedeutender anti-oxidativer Funktion. Es bewirkt den Abbau schädlicher Superoxide und reduziert dadurch das Ausmaß der damit verbundenen Gewebsschäden. Rekombinante, humane SOD wurde bereits in mehreren klinischen Studien getestet und zeigte bei der Behandlung bestimmter Entzündungsprozesse Hinweise auf Wirksamkeit.
Über Polymun (Stand Februar 2012):
Polymun Scientific Immunbiologische Forschung GmbH wurde 1992 von Prof. Dr. Hermann Katinger gegründet und bietet seither Auftragsentwicklung und -herstellung von Biopharmazeutika und liposomalen Formulierungen an. Dazu hält Polymun seit 2001 eine Lizenz für die Herstellung von Arzneimitteln nach dem österreichischen Arzneimittelgesetz. Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind Herstellung und Vertrieb von Forschungsreagenzien besonders für den Bereich der HIV-Forschung. Polymun entwickelt auch Produkte und ist Partner einiger internationaler Forschungsprojekte (EU Rahmenprogramm für Forschung, Bill and Melinda Gates Foundation).
Kontakt Apeiron:
Dr. Hans Loibner, CEO
Campus-Vienna-Biocenter 5
1030 Wien
T +43 / (0)1 / 865 65 77
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Redaktion & Aussendung:
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1090 Wien
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BEGINN EINER KLINISCHEN PHASE II-STUDIE IM AKUTEN LUNGENVERSAGEN MARKIERT WICHTIGEN ENTWICKLUNGSMEILENSTEIN
Wien, 19. Dezember 2011 – APEIRON Biologics AG (Apeiron) hat heute angekündigt, dass GlaxoSmithKline (GSK), exklusiver weltweiter Lizenznehmer von Apeiron´s Projekt rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2 (rhACE2; GSK2586881, früher APN01), eine klinische Phase II-Studie in Patienten mit akutem Lungenversagen initiiert hat.
Apeiron gab heute den Beginn einer klinischen Phase IIa-Studie mit rhACE2 in Patienten mit akutem Lungenversagen bekannt. Diese Studie wird von GSK, dem exklusiven weltweiten Lizenznehmer für das Projekt, gesponsert. Sie wird in Intensivstationen einer Reihe von klinischen Zentren in USA und Kanada durchgeführt werden.
Das akute Lungenversagen (Acute Lung Injury, ALI) ist eine schwere Lungenerkrankung, die durch diverse zugrunde liegende Indikationen wie Sepsis, Aspiration von Mageninhalt, Trauma, postoperative Komplikationen, akute Pankreatitis oder Lungenentzündung hervorgerufen werden kann. Aktuelle Untersuchungen belegen eine weltweite Inzidenz von jährlich einigen hunderttausend Fällen. Zur Zeit gibt es keine pharmazeutischen Therapien zur Behandlung dieses lebensbedrohlichen Syndroms. Die schwerwiegendste Form von ALI, das akute respiratorische Distress Syndrom (ARDS), weist eine Mortalitätsrate von 20-40% auf. Die Wirksamkeit von GSK2586881 wurde in mehreren präklinischen Tiermodellen von ALI/ARDS untersucht. Weiters wurde in einer Phase I-Studie an gesunden Probanden die Verträglichkeit der Testsubstanz sowie deren pharmakologisches Profil untersucht. GSK hat im Jänner 2010 eine exklusive weltweite Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung von GSK2586881 erworben. Der finanzielle Umfang des Abkommens beruht auf zukünftigen Entwicklungserfolgen in mehreren Indikationen und beträgt in Summe EUR 230 Mio.
Hans Loibner, Vorstandsvorsitzender von Apeiron betonte: “Wir sind begeistert, dass unser innovatives Biologikum APN01 nach nur 6 Jahren Entwicklung jetzt von unserem Lizenznehmer GSK in einer Phase II-Studie in ALI-Patienten getestet wird. Diese Studie wird uns Informationen über die Verträglichkeit, über das pharmakologische Profil sowie erste Hinweise zur Wirksamkeit des rekombinanten Enzyms in diesen schwer erkrankten Patienten liefern. Der Beginn dieser Studie ist für Apeiron ein wichtiger Meilenstein in der klinischen Entwicklung neuer Therapien für schwere Erkrankungen mit unbefriedigenden Therapieoptionen.”
Zu Apeiron (Stand Dezember 2011):
Apeiron ist eine privat finanzierte Wiener Biotechnologie-Firma, die immunologische/biologische Therapien gegen Krebs entwickelt. Das Portfolio besteht aus fünf Projekten in klinischer Entwicklung und einigen präklinischen Ansätzen. Klinische Entwicklungsprojekte sind das Immunzytokin hu14.18-IL2 (APN301), das seit kurzem in einer Phase II-Studie im Neuroblastom sowie auch im Melanom klinisch getestet wird, sowie APN311, ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Neuroblastom, der bereits in Phase III getestet wird. Weiters entwickelt Apeiron eine liposomale topische Formulierung der rekombinanten humanen Superoxid-Dismutase (APN201) zur Verhinderung oder Behandlung von Hautschäden, die im Zusammenhang mit Bestrahlungstherapien von Krebs auftreten. Das rekombinante humane Angiotensin Converting Enzyme 2 (GSK2586881, zuvor APN01) wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert. Apeiron ist seit 2006 operativ tätig und beschäftigt zur Zeit 25 Mitarbeiter.
Kontakt Apeiron:
Dr. Hans Loibner, CEO
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1030 WienT +43 / 1 / 865 65 77
E apeiron@apeiron-biologics.com
W www.apeiron-biologics.com
Redaktion & Aussendung:
PR&D – Public Relations für Forschung & Bildung
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ONKOLOGIE-ALLIANZ: APEIRON UND ST. ANNA KINDERKREBSFORSCHUNG GEGEN NEUROBLASTOM
Wien, 22. Juni 2011 – Das in Wien ansässige Biotechnologieunternehmen APEIRON Biologics AG (Apeiron) stärkt seine Onkologie-Pipeline: Das Unternehmen wird die klinische Entwicklung einer Immuntherapie gegen das Hochrisiko-Neuroblastom begleiten. Diese wurde bisher von der Wiener St. Anna Kinderkrebsforschung und weiteren Partnern entwickelt und befindet sich bereits in einer europaweiten Phase III Studie. Die Therapie basiert auf einem monoklonalen Antikörper (ch14.18), für dessen Zulassung und Kommerzialisierung Apeiron im Zuge der Vereinbarung die exklusiven Rechte erhält. Damit stellt dieser Antikörper jetzt die klinisch am weitesten fortgeschrittene Substanz im Portfolio des Unternehmens dar. Apeiron erreicht so einen weiteren Meilenstein seiner Entwicklungsstrategie zur Behandlung des Neuroblastoms, die zu Jahresbeginn mit der Lizenzierung eines klinischen Phase II Projekts von Merck KGaA begonnen wurde.
Die APEIRON Biologics AG (Apeiron) mit Sitz in Wien gab heute den Abschluss einer Vereinbarung mit der St. Anna Kinderkrebsforschung und dem europäischen Neuroblastom-Kliniknetzwerk SIOPEN bekannt. Im Zuge dieser Vereinbarung erhält Apeiron die Rechte zur weiteren Entwicklung sowie zur Vermarktung des Antikörpers ch14.18. Dieser monoklonale Antikörper zeigt therapeutische Wirkung bei einer bestimmten aggressiven Krebsform von Kleinkindern: dem Hochrisikoneuroblastom. Dabei richtet sich der Antikörper gezielt gegen eine als GD2-Antigen bezeichnete Oberflächenstruktur der Neuroblastomzellen und führt dadurch zu einer immunologischen Abwehr gegen diese Zellen.
Als Teil der Übereinkunft wird Apeiron eine bereits europaweit laufende Phase III Studie mit ch14.18 maßgeblich unterstützen und erhält im Gegenzug die exklusiven und weltweiten Rechte zur Zulassung und Vermarktung des monoklonalen Antikörpers. Auf Grund der überschaubaren Anzahl von Schwerpunktkliniken, an denen das Hochrisiko-Neuroblastom behandelt wird, erwägt Apeiron die eigenständige Vermarktung dieser vielversprechenden Therapie.
Mit der Produktion des Antikörpers in marktreifer Qualität beauftragte Apeiron das österreichische Unternehmen Polymun Scientific, das dieses Biologikum auch bisher für alle klinischen Aktivitäten von St. Anna / SIOPEN hergestellt hat und mit dem Apeiron seit Jahren in mehreren Projekten erfolgreich kooperiert.
Dr. Hans Loibner, Vorsitzender des Vorstands von Apeiron, meint anlässlich des erfolgreichen Abschlusses der Vereinbarung: “Diese neuartige Form der Zusammenarbeit mit der St. Anna Kinderkrebsforschung und dem europäischen Neuroblastom Kliniknetzwerk SIOPEN ist ein sehr bedeutender Schritt für Apeiron. Diese Non-Profit Organisationen haben bisher bemerkenswerte klinische Entwicklungsarbeit geleistet, die wir nun mit unserem industriellen Know-how ergänzen können. Gleichzeitig wird dadurch unser Portfolio durch ein innovatives, marktnahes Projekt der Krebsimmuntherapie erweitert.”
Univ. Doz. Dr. Ruth Ladenstein, Leiterin des Koordinierungszentrums für klinische Studien an der St. Anna Kinderkrebsforschung, Oberärztin am St. Anna Kinderspital und Europäische Präsidentin von SIOP, meint: “Wir sind davon überzeugt, mit Apeiron einen idealen Partner für unser Projekt gefunden zu haben, bei dem es um die letzten Phasen der Entwicklung einer dringend benötigten Therapie für das Hochrisikoneuroblastom geht. Mit dem Einsatz der Immuntherapie und anderer Therapieverbesserungen hoffen wir, die Überlebenschancen für Kinder mit Hochrisikoneuroblastomen um 30% anzuheben, sodass ein Überleben für 60-70% der Kinder in Zukunft realistisch erscheint.”
Finanzielle Details zu der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.
Fotos der Pressekonferenz ab 12.30 Uhr zum Download unter:
http://www.apeiron-biologics.com/news/pk_20110622/pk_20110622.html
Über Apeiron (Stand Juni 2011):
Apeiron ist ein privat finanziertes Biotech-Unternehmen mit Sitz in Wien. Apeiron entwickelt schwerpunktmäßig biologische/immunologische Therapien und Begleittherapien gegen Krebs.
Zusammen mit dem Abschluss für den Antikörper ch14.18 betreibt Apeiron fünf Projekte, die sich im Stadium klinischer Prüfung befinden. Dazu zählt das Immunzytokin hu14.18-IL2, welches sich kurz vor Eintritt in eine Phase II/III Studie (für bestimmte Neuroblastompatienten) befindet und auch im Melanom klinisch getestet wird. Ebenfalls klinisch geprüft wird eine liposomale Formulierung rekombinanter humaner Superoxid Dismutase (SOD) zur Prophylaxe bzw. Behandlung von Hautschäden im Zuge von Bestrahlungstherapien bei Krebs. Ein weiteres klinisches Projekt mit rekombinantem humanem Angiotensin Converting Enzyme 2 wurde Anfang 2010 an GlaxoSmithKline auslizenziert. Es steht vor Eintritt in eine Phase II Studie für die Therapie des akuten Atemnotsyndroms und ist auch bei einer Reihe anderer Erkrankungen potentiell einsetzbar. Apeiron ist seit 2006 aktiv und beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeiter.
Über ch14.18:
ch14.18 ist ein Maus-Human chimärer monoklonaler Antikörper gegen das GD2 Gangliosid Antigen, das an der Oberfläche von Neuroblastomzellen stark exprimiert ist. Der Antikörper wird durch Fermentation von speziellen Säugerzellen produziert (Chinese Hamster Ovary Zellen; der gängigste Zelltyp für die Herstellung kommerzieller monoklonaler Antikörper) und aus dem Kulturüberstand gereinigt. Die Antitumorwirkung von ch14.18 beruht vor allem auf der Auslösung von körpereigenen immunologischen Mechanismen zur Zerstörung von Tumorzellen, an denen der Antikörper aufgrund seiner Spezifität für GD2 bindet. ch14.18 hat bereits in einer von SIOPEN durchgeführten Phase I Studie klinische Wirkung bei Kindern mit Hochrisikoneuroblastom im Sinn von Remissionen evidenter Erkrankung gezeigt und wird derzeit in einer großen multizentrischen Phase III Studie sowie weiteren Studien in vielen europäischen Ländern getestet. In der Phase III Studie wird auch untersucht, ob die gleichzeitige Gabe von Interleukin 2, einem kommerziell erhältlichen körpereigenen Immunzellen aktivierenden Protein, die Wirkung von ch14.18 verbessert. Positive Ergebnisse dieser Phase III Studie können für eine Registrierung des Produktes verwendet werden.
Über die St. Anna Kinderkrebsforschung:
Im Juni 1988 nahm die außeruniversitäre St. Anna Kinderkrebsforschung unter der Leitung von Univ.Prof. Dr. Helmut Gadner ihren Betrieb auf. In den letzten 23 Jahren leistete die St. Anna Kinderkrebsforschung in vielen Bereichen Pionierarbeit zur Verbesserung der Behandlungsqualität und Heilungschancen krebskranker Kinder und Jugendlicher. Mittlerweile ist ein multidisziplinäres wissenschaftliches Team aus Medizinern, Molekularbiologen und Technikern in zehn kooperierenden Arbeitsgruppen auf Gebieten der Tumorzytogenetik, Immunologie, Molekular- und Zellbiologie von Kinderkrebszellen und der klinischen Forschung erfolgreich und international anerkannt tätig. Zur objektiven Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen wird die St. Anna Kinderkrebsforschung alle drei Jahre durch eine internationale Expertenkommission überprüft, die auch Vorschläge zur Weiterentwicklung gibt. Seit Beginn finanziert sich das schlank administrierte Institut primär aus Spendengeldern und kompetitiv eingeworbenen Drittmitteln.
Über SIOPEN:
SIOPEN (Society of Paediatric Oncology European Neuroblastoma Network) ist ein europäisches Forschungsnetzwerk für klinische Studien und integrierte Forschung, das sich zum Ziel setzt, das Überleben bei Hochrisikopatienten zu verbessern und risikoadaptierte Behandlungen einzuführen, um eine verbesserte Überlebensqualität zu erreichen. Durch harmonisierte Arbeitsschritte und Qualitätsmanagementsysteme wurde der Weg zu neuen Erkenntnissen in der Tumorbiologie des Neuroblastoms bereitet. Ein Web-basiertes Datenbank- und Kommunikationssystem erlaubt es, klinische Studien in 18 europäischen Ländern gemeinsam durchzuführen und mit relevanten Forschungsdaten zu verknüpfen. Dieses Konzept wird derzeit erfolgreich bei der Durchführung der europäischen Phase III Studie in Hochrisikopatienten mit minimaler Resterkrankung eingesetzt, in welcher die Wirkung einer Immuntherapie mit dem ch14.18 Antikörper mit und ohne Interleukin 2 untersucht wird.
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APEIRON ERWIRBT LIZENZ-OPTION FÜR NEUARTIGE ANTITUMOR-SUBSTANZEN VON DER CLEVELAND CLINIC
Wien (Österreich)/Cleveland (USA), 15. März 2011 – APEIRON Biologics AG gab heute bekannt, dass sie mit der Cleveland Clinic (USA) eine exklusive Option über die Einlizensierung einer Reihe von neuartigen Antitumor-Substanzen abgeschlossen hat. Diese Substanzen wirken durch die Stimulierung des Immunsystems gegen Krebs und werden derzeit an der Cleveland Clinic als Medikamente gegen verschiedene Krebserkrankungen entwickelt. In präklinischen Modellen haben diese Substanzen bei oraler Gabe bereits Antitumor-Aktivität bei geringer Toxizität gezeigt. Diese Transaktion folgt auf eine Reihe von erfolgreichen Einlizensierungen, die Apeiron in den letzten sechs Monaten abgeschlossen hat.
APEIRON Biologics AG, Wien und die Cleveland Clinic Foundation (Cleveland, USA) haben eine Reihe von Abkommen abgeschlossen, die den Rahmen für eine Zusammenarbeit bezüglich neuer Anti-Tumorsubstanzen bilden. Diese werden derzeit an der Cleveland Clinic entwickelt. Die Zusammenarbeit beinhaltet eine Option auf eine weltweite, exklusive Lizenz für diese Substanzen, sowie ein von Apeiron unterstütztes Forschungsabkommen mit der Cleveland Clinic bezüglich dieser Substanzen und des damit verbundenen Ansatzes.
Die Substanzen, Tyrosin Phosphatase Inhibitoren (TPI), sind konstruiert worden, um SHP-1, eine Protein-Tyrosin-Phosphatase, zu inhibieren. SHP-1 hat eine Schlüsselfunktion als negativer Regulator der Aktivierung von Immunzellen. Eine Hemmung von SHP-1 führt zu einer Aktivierung des Immunsystems gegen Krebs.
Hans Loibner, CEO von Apeiron, kommentierte diese Vereinbarungen: “Das ist eine großartige Zusammenarbeit für Apeiron. Wir beurteilen diese von der Cleveland Clinic entwickelten Substanzen als sehr attraktive Chance, da sie dafür entworfen sind, das Immunsystem von Krebspatienten zu aktivieren.” Und weiter: “Die Cleveland Clinic ist eine führende Forschungs- und Entwicklungsorganisation und eine der Top-Kliniken in den USA.”
“Wir sind sehr ermutigt durch die Entwicklungen, die wir bezüglich dieser neuartigen Substanzen gesehen haben, und wir hoffen, diese Medikamente werden eines Tages Patienten helfen”, sagte Chris Coburn, Executive Director der Cleveland Clinic Innovations.
Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Über Apeiron (März 2011)
Apeiron Biologics AG ist ein privat finanziertes Biotech-Unternehmen mit Sitz in Wien. Nach dem Abschluss eines Lizenzabkommens mit GSK im Jahr 2010 bezüglich des Hauptprojektes APN01 (rekombinantes humanes Angiotensin Converting Enzyme 2, rhACE2) hat Apeiron das Projekt-Portfolio mit einem Fokus auf biologische / immunologische Krebstherapien und verwandte Ansätze erweitert. Aufbauend auf innovativen eigenen Projekten hat Apeiron exklusive Rechte für das Phase II Projekt hu14.18-IL2 (APN301) von MerckSerono erworben, einem Antikörper-basierenden Biologikum zur Behandlung von Neuroblastom, Melanom und anderen Krebserkrankungen. Weiters wurde das Phase II Projekt rekombinante humane Superoxiddismutase (APN201) von Polymun einlizensiert, ein natürlich vorkommendes Enzym, das zunächst zur Behandlung von Nebenwirkungen bei bestimmten Krebstherapien entwickelt werden soll.
Kontakt Apeiron:
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Apeiron entwickelt Merck-Therapeutikum weiter
Das in Wien ansässige Biotechnologieunternehmen Apeiron – beteiligt ist auch der Chef des Wiener Instituts für molekulare Biotechnologie (IMBA), Josef Penninger – will sich in Zukunft in Sachen Krebstherapie stärker engagieren. Vom deutschen Pharmakonzern Merck wurden die Rechte für die Weiterentwicklung und den Vertrieb für ein neues Immuntherapeutikum erworben.
Es handelt sich um einen Antikörper, an den der eigentliche Wirkstoff – Interleukin-2 – gekoppelt ist. “Wir wollen hu14.18-IL2 als Behandlung gegen das Neuroblastom bei Kindern entwickeln. Das ist zwar eine seltene Krebserkrankung von Kindern, bei der es aber nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten gibt”, sagte Apeiron-Vorstandsvorsitzender Hans Loibner gegenüber der APA.
Merck hat den Biotech-Wirkstoff bis zur Phase II der klinischen Prüfungen entwickelt. Dazu liegt eine Studie mit rund 25 Patienten nach einem Fehlschlag der ersten Therapie oder wieder aufgetretener Neuroblastom-Erkrankung vor. Eine weitere frühe Untersuchung wurde auch an Melanompatienten durchgeführt. Die von Merck unterstützte Neuroblastom-Studie hat offenbar erste Anzeichen einer möglichen Wirkung gezeigt. Für eine Zulassung benötigt man natürlich noch eine größere Studie, in der im Vergleich zu den bisher vorhandenen Therapien eine klar bessere Wirkung belegt werden kann (Studie der Phase III).
Das rekombinant hergestellte Protein (Immunzytokin) besteht aus dem monoklonalen Antikörper hu14.18, der gegen das GD2-Protein auf der Oberfläche von Neuroblastom-, Melanom-, Nierenzell- und kleinzelligen Lungenkarzinomen gebildet wird. Damit ergibt sich die mögliche Anwendung beim Neuroblastom, Melanom etc. Der Antikörper soll offenbar das Interleukin-2 (IL-2) gezielt an die Tumorzellen heranbringen. IL-2 gilt seit vielen Jahren als mögliches neues Behandlungsprinzip für verschiedene Krebserkrankungen, weil es die Immunabwehr stimulieren kann. IL-2 hat aber auch bei früheren Behandlungsversuchen zum Teil sehr starke Nebenwirkungen verursacht.
Apeiron hat im Jänner 2010 bekanntgegeben, dass es sein gentechnisch hergestelltes Angiotensin Converting Enzyme 2 zur Entwicklung als Therapie gegen akutes Lungenversagen (ARDS) und gegen andere Erkrankungen an den internationalen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) für bis zu 236 Millionen Euro zur Weiterentwicklung vergeben hat. Das Wiener Biotech-Unternehmen will auch ein ursprünglich vom österreichischen Gentechnik-Pionier Hermann Katinger gestartetes Projekt weiter treiben: Die Superoxiddismutase (SOD) aus Biotech-Produktion zur Prävention und Behandlung von Haut-Strahlenschäden.
apa.at