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Biotechnologie/Pharma

Der österreichische Biotechnologie- und Pharma-Sektor 2015

Die Lebenswissenschaften und mit ihnen die Biotechnologie werden in Österreich als eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien angesehen, um neue Entwicklungen voranzutreiben und ökonomisches Potenzial zu generieren. Innerhalb des vergangenen Jahrzehnts hat eine lebendige Szene innovativer Biotechnologieunternehmen Österreich einen prominenten Platz auf der Landkarte der Lebenswissenschaften in Europa verschafft.

Inhalt

  1. Wirtschaftsfaktor Biotechnologie
  2. Biotechnologie Stärkefelder
  3. Pharma Stärkefelder
  4. Innovation & Investition

Wirtschaftsfaktor Biotechnologie


Die Biotechnologie ist in Österreich noch jung – im Durchschnitt ist ein Unternehmen gerade einmal acht Jahre alt. Und doch hat die Branche innerhalb kürzester Zeit eine kritische Masse erreicht und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor herangewachsen. Rund 11,65 Milliarden Euro erlösten 2014 die 336 österreichischen Biotechnologie- und Pharmaunternehmen, die entweder zum Teil mit biotechnologischen Methoden arbeiten oder sich komplett der Biotechnologie verschrieben haben. Sie beschäftigen 26.500 Menschen, die meisten davon in hochqualifizierten Positionen.

175 Unternehmen machen die sogenannten „Kernunternehmen“ aus, diese unterscheiden sich in „dedizierte“, „andere aktive“ Biotechnologieunternehmen sowie Pharmaunternehmen. Ein weiterer wichtiger Teil der Erhebung umfasst die Zulieferer, Dienstleister und Vertriebsunternehmen des Sektors. Diese Firmen machen insgesamt 161 Unternehmen aus.

Die dedizierten Biotechnologieunternehmen verzeichneten ein sehr starkes Wachstum, die Anzahl der Unternehmen stieg in den letzten zwei Jahren um 22% von 95 auf 116 Unternehmen. Durch stabiles Wachstum wird die Bedeutung der Biotechnologie in Österreich auch für die nächsten Jahre weiter steigen.

Biotechnologie Stärkefelder


Die „rote“ Biotechnologie mit ihrem Fokus auf pharmazeutische Wirkstoffe, Diagnostika und neue Therapien sowie und die „weiße“ Biotechnologie, bei der es um die Entwicklung biotechnischer Prozesse für die Industrie geht, sind dabei die nach Umsätzen größten Teilbereiche im österreichischen Biotechnologie-Sektor.

Ob weiß oder rot –  geografisch gesehen hat die Biotechnologie in Österreich einen klaren Schwerpunkt in Wien.

Pharma Stärkefelder


Die Geschäftsmodelle der österreichischen Pharmaunternehmen basieren auf chemisch-synthetisierten Molekülen oder natürlichen Verbindungen, zur Verwendung in Mensch und Tier. In 2014 waren 32 Unternehmen aktiv im österreichischen Pharmasektor, dies entspricht einer leichten Steigerung im Vergleich zu 2012 (29 Unternehmen). Diese Unternehmen beschäftigten rund 3.100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, ein Plus von 15% im Vergleich zu 2012.

Innovation & Investition


Die Investoren halten die Biotechnologie für ein zukunftsträchtiges Feld. Die Finanzierungen in der österreichischen Biotechnologie zeigten sich im Jahr 2014 auf hohem Niveau. Insgesamt flossen Gelder in Höhe von rund 86,8 Millionen Euro in die dedizierten Biotechnologie-Unternehmen – addiert man Mittel von Wagniskapitalgebern, privaten Investoren, Fördermittel, Kredite und sonstige Zuwendungen zusammen.

Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben der dedizierten Biotechnologie-Unternehmen entsprechen etwa 73% des Umsatzes. Dies ist ein weiterer Beleg für die Innovationskraft der Branche. Insgesamt investierten die dedizierten Firmen 143,6 Millionen Euro in zukünftige Produkte.

Mehr Zahlen und Fakten können Sie im Life Science Report Austria 2015 (EN) nachlesen.