. .

Prothesen

Mit Komponenten aus Österreich immer einen Schritt voraus

Trotz aller Fortschritte in der Medizin gibt es noch immer Fälle, in denen die Amputation von Gliedmaßen nach Unfällen oder Krankheiten notwendig ist. Der Weltmarktführer bei der Entwicklung und Herstellung für Prothesen, Ottobock, verfügt über ein Verkaufs- und Servicenetzwerk in 44 Ländern rund um den Globus. Ziel ist es, die Lebensqualität jedes Betroffenen durch die Entwicklung und Fertigung von hochwertigen Geräten wiederherzustellen, die sie wieder mobil machen.

Inhalt

  1. Ottobock – eine österreichische Erfolgsgeschichte
    1. Eine Vielzahl an erstklassigen Zulieferern
    2. TMR Armprothese

Ottobock – eine österreichische Erfolgsgeschichte


Österreich ist einer der wichtigsten Standorte von Ottobock mit 480 Angestellten, von denen ein Drittel im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet. An diesem Standort wurde C-Leg® entwickelt, eine über einen Mikroprozessor kontrollierte Prothese, durch die die Benutzer nahezu perfekte Beinbewegungen durchführen können, die dem natürlichen Gang so nahe wie möglich kommen. Durch diesen Meilenstein können die Patienten normal gehen und sogar Sport wie Rollerbladen, Radfahren oder Langlaufen ausüben.

Die jüngste Innovation bei Prothesen für die unteren Extremitäten ist „Genium®“, eine Prothese der nächsten Generation, die auf den Erfahrungen mit C-Leg® aufbaut und sogar noch mehr Funktionen und eine bessere Leistung bietet. Beide Prothesen werden am Ottobock-Standort in Wien hergestellt. Da es sich um hochpräzise Geräte mit den modernsten Mikroprozessoren handelt, werden viele genau gefertigte Bestandteile aus Karbon, Silikon, hochlegiertem Stahl, hochfestem Aluminium und Titan sowie spezielle Beschichtungen und Lacke verwendet.

Eine Vielzahl an erstklassigen Zulieferern


Eine derartige Komplexität ist nur durch den Zugang zu und die Verfügbarkeit von erstklassigen Zulieferern möglich. Von den mehreren hundert Zulieferern, auf die sich Ottobock verlässt und denen sie vertrauen, stammen über 50% aus Österreich. Die Größe, geographische Lage, Infrastruktur und die ausgezeichneten Transportnetzwerke Österreichs tragen erheblich zur Geschwindigkeit bei, mit der Ottobock Schlüsselbestandteile von all seinen Zulieferern erhalten kann.

Wesentlicher Bestandteil von C-Leg® und Genium®, das die Funktionsweise der Beinprothese direkt beeinflusst, ist das hydraulische System. Durch die relativ geringe Größe müssen alle Bestandteile hohen Qualitätsansprüchen bei Formgenauigkeit, Toleranzen bei Form und Position sowie Flächenerfordernissen genügen. Die Einzelteile für dieses System werden von den österreichischen Unternehmen Wild, MKE und Anton Paar ShapeTec bereitgestellt. Diese herausragenden Hersteller sind in der Lage, selbst kleinste Bauteile präzise zu bearbeiten. Gratfreie Bearbeitung hochpräziser Bauteile ist für die Gewährleistung eines reibungslosen Betriebes besonders wichtig. Schaltplatten, die für die elektronischen Komponenten in den Prothesen von Ottobock Verwendung finden, werden vom österreichischen Unternehmen PIU-Printex hergestellt.

TMR Armprothese


Ein weiteres revolutionäres neues Produkt, die TMR Armprothese, wurde am österreichischen Standort von Ottobock in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien, einem der größten Krankenhäuser in Europa und einem der führenden Einrichtungen im Bereich der neuromuskulären Rekonstruktion, entwickelt.

Diese neuartige Prothese stellt einen enormen Fortschritt in diesem Bereich dar, da sie speziell von jenen Nerven kontrolliert werden kann, die auch ursprünglich die Kontrolle der Bewegungen von Arm und Hand verantwortlich sind. Obwohl der natürliche Arm abgenommen wurde, kann der Benutzer die Prothese nach seinen Wünschen durch das Wiederabrufen von Bewegungsmustern bewegen, die noch in seiner Erinnerung vorhanden sind. Prof. Dr. Manfred Frey und Prof. Dr. Oskar Aszmann haben den komplexen chirurgischen Nerventransfer zum ersten Mal außerhalb der USA durchgeführt, wo der Technik der Weg bereitet wurde. Dieser chirurgische Eingriff schafft die biologische Basis für die Kontrolle der TMR Armprothese, da die verbliebenen Armnerven in die Brustmuskeln verpflanzt werden.

Durch die TMR Prothesen kann der Benutzer natürlichere Bewegungen ausführen, da die Gelenke intuitiv und simultan verwendet werden können – im Gegensatz zu Standardprothesen, wo immer nur eine Bewegung durchgeführt werden kann.