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Bildgebung

Klare Sicht für eine bessere Gesundheit

Die bildgebende Diagnostik hat sich seit der Entdeckung der Röntgen-Tomografie im Jahr 1895 stark weiterentwickelt. Heute gibt es immer mehr Wege, um in pathophysiologische Prozesse und erkrankte Organe einen detaillierten Einblick zu erhalten und Österreich trägt als eines der führenden Länder in diesem Forschungsbereich wesentlich dazu bei. Im Besonderen leisten österreichische Wissenschaftler und Unternehmen bei der Entwicklung von Ultraschall- und Magnetresonanztherapie Pionierarbeit. Diese sind mit IT-gesteuerten klinischen Arbeitsabläufen und Bildgebungslösungen sowie hochmodernen Systemen verbunden, durch die Bilder in Spitälern und Gesundheitseinrichtungen erfasst und bearbeitet werden können.

Inhalt

  1. Ultraschall
    1. 3D/4D Ultraschall
  2. Bildgebende Diagnosen
    1. Spitals- und klinische Informationssysteme
  3. Molekulare Bildgebung

Ultraschall


Der globale Ultraschallmarkt wird von der österreichischen Tochter von GE Healthcare dominiert. Es gibt jedoch auch eine Reihe kleinerer österreichischer Unternehmen, einschließlich ihrer Zulieferer, die zu den GE Healthcare Austria UltraschallFortschritten in diesem Bereich beitragen. GE Healthcare Österreich legt seinen Schwerpunkt auf medizinische Diagnostik, diagnostische Bildgebung und klinische IT-Systeme und beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. GE Healthcare wurde 1947 ursprünglich unter dem Namen Kretz Technik AG gegründet, 2001 von GE Medical Systems übernommen und wurde schließlich zu einem der führenden Unternehmen in diesem Sektor. GE Healthcare Österreich baut auf einem integrierten Netzwerk von Firmen auf, die über Österreich und darüber hinaus verteilt sind und eng GE Healthcare zusammenarbeiten.

3D/4D Ultraschall


GE Healthcare Austria hat bei gynäkologischen 3D/4D-Ultraschallgeräten eine Vorreiterrolle. Am Produktionsstandort werden pro Jahr rund 5 000 Ultraschallgeräte einschließlich des führenden Produkts, dem Voluson® E8, hergestellt. Voluson® E8  weltweit verkauft, wird jedoch zur Gänze in Österreich hergestellt. Durch den Voluson E8 wird eine bisher nie dagewesene Bildqualität und -analyse geboten, was zu einer früheren und genaueren Diagnose führt. Für den Voluson® E8 arbeitet GEeinigen höchst innovativen und zuverlässigen österreichischen Unternehmen zusammen.

Die leichte Verfügbarkeit von Zulieferern in Österreich hat GE gute Dienste erwiesen. So werden eigens für den Voluson und andere Ultraschalltechnologien von GE adaptierte Stromversorgungen von Becom Electronic zur Verfügung gestellt. Dieses einfallsreiche Unternehmen ist ein führender Zulieferer von maßgeschneiderten elektronischen und elektromechanischen Baugruppen und Geräten. Auf ganz ähnliche Weise ist Lenzing Technik, die Engineering-Abteilung der Lenzing Gruppe, einer der wichtigsten Zulieferer von elektronischen Bauteilen für GE Healthcare Österreich. Pro Jahr stellt Lenzing ungefähr 50 Millionen Bauteile in verschiedenen Bauformen und Losgrößen her. S.I.E. System Industrie Electronic ist der wichtigste Zulieferer von Computer-Hardware für den Betrieb der Einheiten.

Bei der Integration all dieser Bauteile in funktionsfähige Gesamteinheiten kommen zwei Partner von GE ins Spiel: Allied Panels und Contec. AlliedPanels arbeitet gemeinsam mit GE an der Systemintegration und hochrangiger Montage von Bauteilen und vollständigen medizinischen Geräten. Um eine effiziente Produktion zu gewährleisten, begann ihre Zusammenarbeit bereits in einem frühen Design-Stadium. Contec stellt seine Expertise und umfassendes Fertigungs-Know-how für die Entwicklung und den Herstellungsprozess des Voluson® E8, die Montage und Testläufe zur Verfügung.

Zu guter Letzt stellt Akatech 3D/4D-Ultraschallsonden für GE seit 2001 entweder als Bauteile oder als Komplettsysteme wie dem Voluson Dock Cart bereit, in dem das mobile Ultraschallgerät Voluson® E8 untergebracht ist. Diese Ultraschallsonden von Akatech bieten eine besonders klare Bildgebung, wodurch eine genauere Diagnose komplexer obstetrischer und gynäkologischer Untersuchungen möglich ist. Alles in allem mussten viele Zulieferer in Österreich zusammenarbeiten, um eine marktführende Technologie mit GE herzustellen.

Bildgebende Diagnosen


Medizinische Bildgebung für DiagnosenEin weiteres international bedeutendes Unternehmen für Bildgebung hat in Österreich seine Fußabdrücke hinterlassen. Die in Wien ansässige Tochter von Agfa HealthCare mit beinahe 200 Mitarbeitern legt ihr Hauptaugenmerk auf die Entwicklung von Software für bildgebende Diagnosen (PACS = Picture Archiving and Communication Systems), die für den weltweiten Markt bestimmt sind. Die führende PACS-Produktlinie von Agfa, IMPAX, kommt täglich in mehr als 3000 Spitälern und bildgebenden Diagnosezentren weltweit zum Einsatz.

Spitals- und klinische Informationssysteme


Ein weiteres Hauptaugenmerk von Agfa HealthCare Österreich ist die Entwicklung eines vollmaßstäblichen Spitalsinformationssystems und eines klinischen Informationssystems (HIS/CIS), das den Markennamen ORBIS trägt. ORBIS von Agfa HealthCare ist die mit Abstand führende HIS/CIS-Lösung im deutschsprachigen Raum und wurde auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Belgien und Großbritannien eingeführt. Mehr als 950 Spitäler, psychiatrische Kliniken und Reha-Anstalten mit beinahe 500 000 Anwendern vertrauen ORBIS jeden Tag.

Molekulare Bildgebung


Zusätzlich zu den oben erwähnten Unternehmen bietet auch das Austrian Institute of Technology (AIT) bahnbrechende Forschungsdienste, z. B. im Bereich der molekularen Bildgebung. Mit dem einzigen microPET in Österreich bietet es die einzigartige Möglichkeit, kleine Tiermodelle von menschlichen Erkrankungen darzustellen. Daten können vom selben Tier nichtinvasiv, mehrmals und quantitativ erfasst werden. Derzeitige Anwendungen umfassen unterschiedliche Bereiche, zu denen Stoffwechsel und Verwendung von Trägerstoffen in verschiedenen lebenswichtigen Organen wie Herz und Gehirn, Neurotransmitter, Rezeptoren, Transportproteine und die Verdeutlichung der Tumorbiologie (z. B. Angiogenese, Hypoxie und Wucherung) gehören.