. .

Zukunftsweisende Analytik und Diagnostik

Die diagnostische Wertschöpfungskette

Oft ist der Schlüssel zu effizienten Therapieeingriffen eine frühe Diagnose. Durch Innovationen in molekularer Diagnose und personalisierter Medizin wurden in diesem Bereich im Laufe der letzten Jahre große Fortschritte erzielt. Österreich war führend an diesen Entwicklungen beteiligt, von der Entdeckung von Biomarkern über die Herstellung von IVD-Diagnose-Ausstattung bis hin zur eigentlichen Probenanalyse.

Inhalt

  1. Biomarker
  2. Laborbedarf
  3. Diagnose- und Biochips
  4. Bildanalyse
  5. Nanosensoren
  6. Molekulare Diagnostik

Biomarker


Biocrates Life Sciences identifiziert und quantifiziert endogene Metaboliten in Körperflüssigkeiten und Gewebeproben und entwickelt sie darüber hinaus zu nützlichen Biomarkern. Bislang wurden Pipelines für metabolitische Biomarker für Krebs, Diabetes und Nierenkrankheiten entwickelt. Die Erfahrung von Biocrates bei der Entdeckung von Biomarkern hat zur Entwicklung des ersten Massenspektrometer-basierten Metabolomik-Kits, dem AbsoluteIDQ® p150 Kit und dem AbsoluteIDQ® p180 Kit, geführt. Die Kit-Pipeline wurde durch zusätzliche Forschungskits erweitert. Neben seiner eigenen Biomarker-Pipeline unterstützt das Unternehmen andere Forschungsorganisationen bei der Entwicklung ihrer Biomarker-Panel.

Der Schlüssel für die Entdeckung von Biomarkern für neue Krankheiten ist das sorgfältige Sammeln und Studieren von biologischem Patienten – Material. Österreich ist führend beim  Aufbau dieser sogenannten „Biobanken“. So arbeitet das Christian Doppler Labor für die Analyse von biologischen Proben und Biobank-Technologien an der Medizinischen Universität Graz gemeinsam mit QIAGEN an neuen Ansätzen und Technologien bei Biobanken und der Analyse von biologischen Proben. Die entwickelten Technologien und die gewonnenen Erkenntnisse dienen auch als Grundprinzip für weitere neue Ansätze in Diagnostik und Therapeutik.

Eine besondere Erwähnung ist das durch COMET finanzierte Projekt BioPersMed – „Biomarker und personalisierte Medizin“ – an der Medizinischen Universität Graz wert, das nun bereits im zweiten Jahr läuft. Forscher und die Biobank an der Universität arbeiten gemeinsam mit der Industrie zusammen und richten ihr Hauptaugenmerk darauf, Biomarker in allgemeinen metabolischen Krankheiten, wie Krankheiten des Herzkreislaufsystems, Stoffwechselkrankheiten sowie Erkrankungen der Knochen und der Leber zu finden.

Laborbedarf


Eines der ältesten und bekanntesten Life-Science-Unternehmen ist Greiner Bio-One, ein Weltmarktführer im Bereich der Biotechnologie, Diagnostik und Pharmazeutika, der über ein Verteilernetzwerk in mehr als 100 Ländern verfügt und ca. 1 700 Mitarbeiter beschäftigt. Greiner Bio-One ist ein Global Player im Bereich Kunststoffe und Laborbedarf mit speziellen Produkten für Blut, Urin und Probensammlung.

Diagnose- und Biochips


Ein weiterer Teil der Wertschöpfungskette, bei dem Österreich eine zentrale Rolle spielt, ist die Design-Entwicklung von innovativen Diagnosechips. Lambda, eine Tochtergesellschaft von Greiner Bio-One, bietet DNA-Chip-Technologie mit einem Schwerpunkt auf der Feststellung und Diagnose von Bakterien und Viren

Die Kernaktivitäten der VBC Genomics Bioscience Research, bestehen aus den fünf synergetischen Forschungsbereichen Life Science und Diagnostik, Dienstleistungen im Bereich der Genomics, Proteomik, Biochip-Technologie und Bioinformatik. Nach einer Übernahme durch Phadia wurde das Unternehmen in Phadia Austria umbenannt und die innovative Biochip-Technologie von VBC Genomics wurde mit topaktueller Forschung im Bereich molekularer Allergologie verbunden. Ihr geschütztes Produkt ImmunoCAP ISAC® ist der fortschrittlichste In-Vitro-Diagnose-Test für die Messung spezifischer IgE-Antikörper in Allergiestoffen. Die Phadia-Gruppe wurde vor kurzem von Thermo Fisher Scientific übernommen.

Bildanalyse


Das Hauptaugenmerk von TissueGnostics liegt auf Hochleistungsgeräten für medizinische Bildanalyse von Gewebe-, Zell- und Blutproben. Das Unternehmen bietet eine neue Generation von Analysegeräten für Forschung und medizinische Diagnose und ist der erste Hersteller, der quantitative Analyse von Gewebeschnitten und Zellkulturen durch automatisierte Mikroskopie und hochmoderne Bildanalyse bietet.

Nanosensoren


VASEMA ist ein innovatives Hightech-Unternehmen für Medizinprodukte, das Präzisionsinstrumente für die Feststellung und Diagnose von Hautkrankheiten entwickelt und herstellt. Das Unternehmen ist ein zertifizierter Hersteller von Produkten mit außerordentlicher Qualität, die auf seiner patentierten Nanosensor-Technologie basieren, die für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Schnelligkeit steht.

Molekulare Diagnostik


Der deutsche Pharma-Konzern B. Braun ist ein Pionier in molekularer Diagnostik und eröffnete erst vor kurzem ein Entwicklungsbüro, um einen neuen Glukosesensor zu testen. Der optische Glukosesensor soll Erkrankungsrate und Sterblichkeit in Intensivstationen verringern und die Aufenthaltsdauer in der Intensivstation verkürzen. Dies kann durch die strenge Überwachung des Blutzuckers erreicht werden, die durch den Sensor in Verbindung mit einem Insulinbehandlungsprotokoll möglich ist.

Ein weiteres Unternehmen, das neue Wege in diesem Bereich geht, ist Ionimed, eine Firma für Medizinprodukte mit Know-how in der Erkennung und Quantifizierung von Spuren flüchtiger organischer Verbindungen. Dank dieses speziellen Wissens hat Ionimed Analyseinstrumente hergestellt, die auf der Technik des Protonen-Transfer-Reaktions-Massenspektrometer (PTR-MS) sowie auf der jeweiligen Gaskalibrierungsausrüstung basiert.

Lexogen, geschützte SQUARE-Technologie bietet einen einzigartigen hypothesefreien Ansatz, um die Komplexität des Transkriptoms zu verringern, womit Sequenzierungstechnologien der nächsten Generation ausgestattet sind, um Spleißvarianten der Genexpression zu sequenzieren und quantifizieren. Lexogens SQUARE Technologie wird für einen nie da gewesenen Einblick in molekulare Bahnen sorgen.

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette arbeitet Österreich an Innovationen in Diagnostik und es sind das Wechselspiel und die Wirtschaftskooperationen zwischen diesen Unternehmen und einigen der weltweit führenden Diagnostik-Unternehmen, die für die führende Position Österreichs in diesem Industriezweig verantwortlich sind.