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Falling Walls Lab Austria: 12 Talente aus fünf Nationen präsentierten ihre innovative Ideen

Von Methoden, die Streuung von Hautkrebs zu verhindern über „sprechende Pilzkulturen“ bis hin zu nachhaltigen Wegen, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren

Pünktlich zur Langen Nacht der Forschung am 13. April machte das Falling Walls Lab in Österreich zum dritten Mal Station: 12 BewerberInnen haben am Freitagabend im ORF Radiokulturhaus in je drei Minuten einer siebenköpfigen Jury und dem Publikum ihre innovativen Projekte präsentiert. Die Themen der KandidatInnen waren so vielfältig wie ihr Hintergrund: Acht Frauen und vier Männer aus fünf verschiedenen Nationen und acht unterschiedlichen Institutionen.

„Die Entscheidung über die GewinnerInnen haben wir uns nicht leicht gemacht“, sagt Jurypräsidentin Prof.in erem. Helga Nowotny, ehemalige Präsidentin des Europäischen Forschungsrates. „Aber Nicole Heinzl mit ihrer Präsentation zu „Breaking the Wall of Therapy Resistance in Cancer“ hat uns überzeugt. Das Potenzial zum wissenschaftlichen Durchbruch und die Relevanz für die Gesellschaft waren gegeben. Auch die Darbietung von Nicole war sehr ansprechend“, sagt Nowotny. Ihre Co-JurorInnen Klement Tockner (FWF Wissenschaftsfonds), Sabine Herlitschka (Infineon Technologies), Martin Bernhofer (Ö1), Prof. erem. Uwe B. Sleytr (Universität für Bodenkultur), Christian Laurer (tecnet equity) und Agnes Reiner (Universität Wien) zeigten sich ebenfalls beeindruckt.

„Es ist überwältigend, diesen Wettbewerb gewonnen zu haben. Ich hätte nie mit einem Gewinn gerechnet und freue mich jetzt, bei den Alpbacher Technologiegesprächen und in Berlin erneut zu präsentieren“, sagt Nicole Heinzl von der Medizinischen Universität Wien.

Donald Ruggiero Lo Sardo (Medizinische Universität Wien) belegte Platz 2 mit seiner Präsentation zu „Breaking the Wall of Health Care Divide“. Ein zweiter Platz 2 ging auch an Cosima Prahm (Medizinische Universität Wien) für „Breaking the Wall of Frustrating Prosthesis Control“. Alle KandidatInnen werden jetzt nach Alpbach eingeladen, wobei sich Donald Ruggiero und Cosima Prahm während der Technologiegespräche am 23. August noch mit dem Alpbach-Ticket für das große Falling Walls Lab Finale am 8. November in Berlin qualifizieren können. In Alpbach wird im Gegensatz zur Langen Nacht der Forschung ein Publikumsvoting über die Gewinnerin/den Gewinner entscheiden. Nicole Heinzl hat sich durch ihren ersten Platz die Teilnahme am Berliner Finale bereits gesichert.

„Es freut mich, dass so eine große Zahl junger Forscherinnen und Forscher die Gelegenheit nutzen, ihre innovativen Ideen und Projekte einer fachkundigen Jury vorzustellen. Wir wollen möglichst vielen Talenten die Gelegenheit geben, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Oberstes Ziel des Falling Walls Lab ist die Umsetzung der hier präsentierten Ideen in die Praxis, damit sie einen Beitrag für die Gesellschaft leisten“, sagt Generalsekretär Mag. Andreas Reichhardt (bmvit).

Dr. Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), hat das Falling Walls Lab Austria maßgeblich unterstützt und sich dafür eingesetzt hat, das Format dauerhaft zu etablieren. „Es braucht in Österreich Projekte wie das Falling Walls Lab, denn hier kann sich der Forschernachwuchs messen und bekommt die Bühne geboten, die junge Talente in Österreich brauchen. Um Österreich als eine führende Nation in Hinblick auf Forschung und Innovation in Europa und weltweit zu etablieren, müssen wir unseren Nachwuchs in den Vordergrund stellen. Wir müssen junge Talente in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern und Projektförderern bringen.“

Auch Prof. Wolfgang Knoll, Managing Director des AIT Austrian Institute of Technology und Mitveranstalter der Alpbacher Technologiegespräche, unter deren Schirmherrschaft das Falling Walls Lab Austria stattfindet, zeigt sich erfreut: „Wir sind stolz darauf, dass sich Österreich als Schauplatz unter den mehr als 50 Falling Walls-Standorten weltweit eingereiht hat. Die Resonanz auf unseren Bewerberaufruf war enorm. Das österreichische Falling Walls Lab geht mit Sicherheit im nächsten Jahr in die Fortsetzung.“

Über die Alpbacher Technologiegespräche

Die Alpbacher Technologiegespräche gelten als das Gipfeltreffen der heimischen Forschungs-, Technologie- und Innovations-Community und werden von AIT Austrian Institute of Technology und ORF Radio Österreich 1 in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Forum Alpbach veranstaltet. Knapp 1.500 TeilnehmerInnen besuchten die Technologiegespräche im vorigen Jahr. Heuer finden diese zwischen dem 23. und 25. August statt und widmen sich dem Rahmenthema „Diversität und Resilienz“.

Das Falling Walls Lab Austria findet unter der Schirmherrschaft der Alpbacher Technologiegespräche und mit besonderem Dank an unsere Sponsoren, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), der Industriellenvereinigung (IV), der Austria Wirtschaftsservice (aws), dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), accent Gründerservice, tecnet equity, dem Verlag Holzhausen und der TU Austria statt.

Rückfragehinweis:
Philipp Marxgut
Falling Walls Lab Austria
T +43 6804403064 marxgut@csh.ac.at

Michael H. Hlava
Alpbacher Technologiegespräche
T +43 (0)50550 4014, michael.h.hlava@ait.ac.at

Silvia Haselhuhn
Falling Walls Lab Austria
T +43 664 88256060 silvia.haselhuhn@ait.ac.at

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