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Chronisch spontane Urtikaria: Wer am liebsten „aus der Haut fahren“ würde, dem sollte schnell geholfen werden

Neue Studie zeigt stark verringerte Lebensqualität der Betroffenen auf – Symptomfreiheit ist erreichbar

Wien (OTS) – Eine unzureichend behandelte chronisch spontane Urtikaria (csU, Nesselsucht) bringt für die Betroffenen deutliche Einbußen in der Lebensqualität mit sich. Dies zeigt eine anlässlich des Welt-Urtikaria-Tages 2018 präsentierte Studie (1). Einerseits belasten die Unvorhersehbarkeit und die Ausprägung der Symptome die Patientinnen und Patienten enorm. So berichten 56% der Studienteilnehmer von Schlafproblemen, 45% der Betroffenen leiden unter Angstzuständen und 27% unter Depressionen (1). Jeder Dritte beklagt ein deutlich eingeschränktes Aktivitätslevel, sowohl im Berufsleben als auch bei der Arbeit. Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, im Berufsleben weniger produktiv zu sein aufgrund der Erkrankung (1). 

Denn Urtikaria verursacht einen Juckreiz zum buchstäblich aus der Haut fahren – die quälende Hautkrankheit erscheint spontan und bringt juckende Quaddeln und/oder schmerzhafte Angioödeme (Wasseransammlungen im Gewebe mit sich, die zu einer plötzlichen Schwellung der tieferen Hautschichten führt), die länger als sechs Wochen bestehen bleiben (2).

Der Weg zur Besserung ist für viele Betroffene oftmals ein sehr langer: Im Durchschnitt vergehen zwei Jahre bis zur korrekten Diagnose (3). Doch selbst danach ist fast jeder zweite Patient (49%) unterbehandelt und hat trotz Therapie mittelschwere bis schwere Symptome (3). Dabei ist das klare Ziel der Behandlung bei der chronisch spontanen Urtikaria eine Symptomfreiheit (4,5). „Die Patientin oder der Patient sollte nicht länger unter dem quälenden Juckreiz leiden oder Angst vor wiederkehrenden Attacken haben“, erläutert Prim. Priv.-Doz. DDr. Wolfram Hötzenecker, MBA, Vorstand der Klinik für Dermatologie und Venerologie, Kepler Universitätsklinikum, Linz. Schließlich könne sich eine deutliche Besserung der Beschwerden bis hin zur Symptomfreiheit auch positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken, da psychischer Stress ein Trigger für einen weiteren Schub sein kann, aber auch die auslösende Mastzelle ihre Überaktivität reduziert.

Dies sei auch fast immer zu realisieren, erklärt Doz. Hötzenecker: „Die Therapie ist laut den Guidelines mehrstufig angelegt. In Stufe 1 werden H1-Antihistaminika der zweiten Generation in vorerst einfacher Dosis gegeben. Ist nur ein unzureichendes Ansprechen zu beobachten, kann die Dosis als Nächstes auf das bis zu Vierfache erhöht werden. Mehr als die Hälfte der Patienten wird mit dieser Behandlung symptomfrei. Für alle Patienten, bei denen Antihistaminika keine Symptomfreiheit zeigen, gibt es seit der Einführung eines humanisierten Anti-IgE-Antikörpers ebenfalls die berechtigte Hoffnung auf vollständige Symptomfreiheit.“

Bei wiederkehrenden Schwellungen, Juckreiz und Brennen ist eine Abklärung beim Dermatologen jedenfalls empfehlenswert. Jetzt Hautarzt finden unter: https://www.facharzt-finden.at/skin-to-live-in-urtikaria/

Referenzen

  1. Maurer et al. Clinical & Experimental Allergy, 2017 (47) 684–692. AWARE-Studie, durchgeführt bei 4.226 csU-Patienten weltweit
  2. Saini S, Bindslev-Jensen C, Maurer M et al. Efficacy and Safety of Omalizumab in Patients with Chronic Idiopathic/Spontaneous Urticaria Who Remain Symptomatic on H1 Antihistamines: A Randomized, Placebo-Controlled Study. J Investigative Dermatology 2014;135:67-75.
  3. Maurer M et al. The burden of chronic spontaneous urticaria in substantial: Real-world evidence from ASSURE-CSU. Allergy 2017. Advanced online publication. DOI:19.111/all.13209.
  4. Zuberbier T et al. The EAACI/GA(2) LEN/EDF/WAO Guideline for the definition, classification, diagnosis, and management of urticaria: the 2013 revision and update. Allergy 2014; 69(7):e1-29.
  5. Maurer M et al. Unmet clinical needs in chronic spontaneous urticaria. A GA2LEN task force report. Allergy 2011; 66: 317-330.

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Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis, mit Hauptsitz in Basel (Schweiz), verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen: mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten sowie Biopharmazeutika und Produkten für die Augenheilkunde. Novartis hat weltweit führende Positionen in diesen Bereichen inne. Im Jahr 2017 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 49,1 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,0 Milliarden aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 125 000 Mitarbeitende (Vollzeitstellenäquivalente). Die Produkte von Novartis werden in rund 155 Ländern weltweit verkauft. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com

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