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Biopharmazeutika „Made in Austria“

Die Erweiterung der Novartis Zellproduktion für Biopharmazeutika im tirolerischen Schaftenau signalisiert ungebrochenes Vertrauen in den Pharmastandort-Österreich.

Als globales Kompetenzzentrum für Biologika und Biosimilars eröffnet Novartis seine 100 Mio. Euro schwere Erweiterung der Zellproduktion im Tiroler Schaftenau. Damit wurden 190 neue Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung und Produktion innovativer Biologika und deren Nachahmerprodukte Biosimilars geschaffen. „Eine Großinvestition wie diese ist ein klares Bekenntnis in die Zukunft und zum Standort Österreich. Sie stärkt Arbeitsmarkt, Infrastruktur und Wirtschaft gleichermaßen“, gratuliert Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig, dem Novartis-Team und Ard van der Meij, Country President von Novartis Österreich, anlässlich der feierlichen Werkseröffnung im Beisein hochrangiger Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen.  

2017 war mit über 900 Mio. Euro, die einzelne Pharmaunternehmen in Summe in ihre Standorte in Österreich investiert haben, geprägt von kapitalintensiven Impulsen für den Standort. Die Pharmabranche leistet damit Investitionen, die Österreich über Jahrzehnte hinweg wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Nutzen bringen. Das ist für Huber alles andere als selbstverständlich: „Diesem beeindruckendem Investitionsvolumen stehen hohe Lohnnebenkosten, arbeitsrechtliche Einschränkungen und eine mangelnde Förderung von Innovation gegenüber. Die Politik ist gefordert, ihrerseits Maßnahmen zu setzen, um die Wirtschaft zu fördern und Österreich attraktiv für Unternehmensgründungen oder speziell im Pharmabereich auch für die Durchführung klinischer Forschung im Rahmen der Arzneimittelentwicklung zu machen. Je mehr in Österreich geforscht wird, umso schneller haben Patienten hierzulande auch Zugang zu innovativen medikamentösen Therapien.“

Kritisch ist in diesem Zusammenhang die Kritik einzelner am bestehenden, ausgewogenen europäischen Patentrecht zu sehen. „Die Patentlaufzeit mutwillig zu reduzieren, wird sich negativ auf die Forschungstätigkeit der pharmazeutischen Unternehmen auswirken. Patente sind ein Anreiz, warum Unternehmen Milliarden in die Entwicklung neuer Arzneimittel investieren. Verlieren sie die Möglichkeit, ihre Innovationen für einen bestimmten Zeitraum vor Nachahmungen zu schützen, haben derart risikoreiche Investitionen für Geldgeber keine Attraktivität mehr. Das wird den medizinischen Fortschritt sicherlich nicht vorantreiben, sondern ganz im Gegenteil“, warnt Huber.

Rückfragehinweis:
Pharmig – Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
Peter Richter, BA, MA
Head of Communication & PR
01/40 60 290-20
peter.richter@pharmig.at
www.pharmig.at

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