BMWF: Karlheinz Töchterle: Österreich und CERN intensivieren Kooperation
Wissenschafts- und Forschungsminister besucht Großforschungseinrichtung CERN – unterzeichnet “Letter of Cooperation”
“Das Kernforschungszentrum CERN ist eine exzellente Forschungseinrichtung und ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie aus anwendungsoffener Grundlagenforschung Innovation entsteht – so wurde etwa das World Wide Web hier entwickelt”, so Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich seines CERN-Besuchs nahe Genf, Schweiz. Gemeinsam mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und einer Wissenschaftsdelegation, darunter Rektorin Dr. Sabine Seidler, Rektor Dr. Wolfgang Schütz, PEG MedAustron-Geschäftsführer Dr. Thomas Schreiner und dem Direktor des Stefan-Meyer-Instituts für subatomare Physik, Dr. Eberhard Widmann, wurde Töchterle heute Vormittag von CERN-Generaldirektor Dr. Rolf-Dieter Heuer empfangen. Am Programm standen u.a. der Besuch des unterirdischen LHC-Tunnels (Large Hadron Collider, “Teilchenbeschleuniger”) sowie ein Treffen mit jungen Forschenden aus Österreich, die derzeit am CERN arbeiten. Weiters wird Töchterle am Nachmittag einen “Letter of Cooperation” unterzeichnen. “Österreich wird die am CERN entwickelte Beschleuniger-Forschung nutzen”, verweist Töchterle auf das Therapie- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt. “Die Kooperationen zwischen CERN und Österreich wollen wir nun weiter intensivieren, was Wissenschaft und Forschung, aber auch Krebspatienten zugutekommt. CERN soll in Zukunft Forschungsinfrastrukturen der Mitgliedsländer stärker bei seiner Arbeit berücksichtigen, um optimal zu profitieren.”
Standen zuletzt im Zusammenhang mit CERN vor allem die Entwicklungen und erste Beobachtungen rund um das Higgs-Teilchen – es führt die vom renommierten Magazin “Science” veröffentlichte Liste der Entdeckungen des Jahres 2012 an – im Mittelpunkt, so gilt die Aufmerksamkeit der heimischen Forschung insbesondere auch Entwicklungen in der Medizinphysik, von denen das Therapie- und Forschungszentrum MedAustron profitiert. Mit dem heute zu unterzeichnenden “Letter of Cooperation” soll die Kooperation mit CERN um die Nutzung von Forschungsinfrastruktur der Mitgliedsländer – wie etwa die Strahlzeit für nicht-klinische Forschung bei MedAustron – ausgeweitet werden:
- Biomedizinische Forschung und Forschung mit Ionenstrahlen
- Medizinphysik
- Detektoren, Instrumente, Bildgebung und Dosimetrie
Am MedAustron ist noch heuer der Beginn des Testbetriebes geplant. Ab 2015 profitieren bis zu 1.400 Krebspatient/innen jährlich von dieser internationalen Spitzenmedizin. Weiters befindet sich eine Arbeitsgruppe im Bereich der “Medizintechnik” im Aufbau, und es ist unter anderem eine Zusammenarbeit zwischen MedAustron, und dem Institut für Hochenergiephysik (HEPHY) sowie dem Stefan-Meyer-Institut geplant.
“Wir müssen die exzellente Arbeit des CERN für die österreichische Forschung möglichst stark nutzbar machen”, so Töchterle weiter. Der Minister wertet es daher als “ein sehr positives Signal, dass die Österreichische Akademie der Wissenschaften mit Jochen Schieck Anfang Mai einen exzellenten Wissenschaftler mit viel Forschungserfahrung am CERN als Direktor des Instituts für Hochenergiephysik gewinnen konnte”. Er wird als weiteres Standbein eine Arbeitsgruppe zu Dunkler Materie aufbauen.
In Österreich forschen derzeit sieben Universitätsinstitute und zwei Institute der ÖAW auf dem Gebiet der experimentellen und theoretischen Kern- und Teilchenphysik. Die Forscherinnen und Forscher dieser Institute sind im Fachausschuss für Kern- und Teilchenphysik der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft organisiert. Die Mitgliedschaft bei Großforschungseinrichtungen wie dem CERN ist insbesondere auch in Hinblick auf die Teilnahme an internationalen Experimenten, das exzellente Ausbildungsangebot für Studierende, Diplomand/innen und Dissertant/innen sowie Ingenieure und Techniker in Spitzentechnologien und den finanziellen Rückfluss an österreichische Unternehmen relevant. So flossen bspw. 2012 rund 22,4 Prozent des österreichischen CERN-Mitgliedsbeitrags an österreichische Unternehmen zurück, während der Konstruktion des LHC waren es sogar bis zu 95 Prozent.
Stichwort CERN CERN (Centre Européen pour la Recherche Nucléaire – Europäische Organisation für Kernforschung) ist die weltweit größte – und seit Inbetriebnahme des neuen Beschleunigers “LHC” – führende Forschungseinrichtung für Teilchenphysik. Rund 10.000 Wissenschaftler/innen aus über 80 Ländern forschen seit der Gründung im Jahr 1954 nach den Bausteinen der Materie, die der Welt Struktur geben, und den fundamentalen Kräften, die “die Welt im Innersten zusammenhalten”. Um diese Forschungsarbeiten zu ermöglichen, haben sich zunächst zwölf und inzwischen 20 Staaten – darunter auch Österreich seit 1959 – zum CERN zusammengeschlossen. Ziel ist es, gemeinsam die technisch und finanziell enorm anspruchsvolle Infrastruktur bereitzustellen. Hierbei kommen modernste Methoden und Technologien aus vielen Fachbereichen zur Anwendung.
CERN betreibt Grundlagenforschung auf höchstem wissenschaftlichem und technologischem Niveau. Von den Ergebnissen profitiert die Gesellschaft in Form von Wissen, aber auch direkt über die Entwicklung neuer Geräte und Verfahren (beispielsweise die beschleunigerbasierte Strahlentherapie für Krebspatienten am MedAustron) oder durch das bekannteste “Nebenprodukt” des CERN, die Entwicklung des World Wide Web, das die Nutzung des Internets enorm erleichterte. Das jährliche Budget beläuft sich auf knapp 1,1 Milliarden Schweizer Franken (ca. 886 Millionen Euro). Der österreichische Anteil beträgt 2013 ca. 2,2 Prozent und damit rund 19,5 Millionen Euro. Zu diesem Beitrag kommen Kosten für die Beteiligung an Experimenten sowie die CERN HighTech-Stipendien von zusammen etwa einer Million Euro. Das oberste Steuerungsgremium ist der CERN-Rat (“Council”), wo Österreich wie jedes Mitgliedsland mit zwei Delegierten vertreten ist.
Rückfragehinweis Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung Minoritenplatz 5 1014 Wien Pressesprecherin Mag. Elisabeth Grabenweger Tel.: +43 1 531 20-9014 elisabeth.grabenweger@bmwf.gv.at Web: www.bmwf.gv.at News ArchivÖsterreichische Apothekerkammer: Apotheker begrüßen Initiative für mehr Arzneimittelsicherheit
Medikationsmanagement und hohe Produktqualität in den Apotheken
Die heute im Ministerrat verabschiedete Arzneimittelgesetzesnovelle für mehr Sicherheit von Medikamenten, mit der die Kooperation zwischen Arzneimittelbehörden verbessert und zusätzlich Meldepflichten bei Sicherheitsbedenken eingeführt werden, ist ganz im Sinne der Österreichischen Apothekerkammer. “Bei der Einnahme von Medikamenten stehen Qualität und Sicherheit der Produkte an erster Stelle Wir begrüßen die Gesetzesinitiative für mehr Arzneimittelsicherheit, weil dadurch die Sicherheit für unsere Patienten weiter erhöht werden kann”, so Mag. pharm. Max Wellan, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer.
Medikamentensicherheit ist facettenreich
Arzneimittelsicherheit passiert auf vielen Ebenen. Neben der hohen Produktqualität und der Fälschungssicherheit spielt auch die richtige Einnahme und Verordnung eine wesentliche Rolle. Die Apotheker widmen sich in ihrem neuen Projekt “Medikationsmanagement” ausführlich dem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren: Vermeidung von Neben- und Wechselwirkungen, Erkennen von Einnahmefehlern bis hin zur Steigerung der Lebensqualität. “Um Arzneimittel sicher anwenden zu können, sind ein umfassendes Wissen über pharmazeutische Kenntnisse und eine Übersicht über die individuelle Patientenmedikation notwendig. Österreichs Apothekerinnen und Apotheker sind die Experten für Arzneimittel und tragen somit wesentlich zu mehr Arzneimittelsicherheit bei”, so Max Wellan.
Keine Arzneimittelfälschungen in Apotheken
Das höchste Risiko puncto Arzneimittelsicherheit bergen übrigens illegale Medikamente aus dem Internet. Auf diesem Vertriebsweg werden Millionen von Arzneimittelfälschungen in die EU eingeschleust. Der österreichische Zoll hat alleine im Vorjahr 34.000 gefälschten Medikamente konfisziert, die per Post für österreichische Internetuser bestellt waren. Die Arzneimittelsicherheit ist in den Apotheken am höchsten, weil unsere ausgebildeten Arzneimittelexperten nur qualitativ hochwertige Produkte abgeben. Darüber zeichnet sich das österreichische Apothekensystem durch eine sehr strenge und effiziente Arzneimittelkontrolle aus. Diese bietet den Patienten die allergrößte Sicherheit. Die streng kontrollierte Abgabe und Beschaffung von Medikamenten durch Apotheken in Österreich verhindert, dass Fälschungen in den Arzneimittelverkehr gelangen.
Apotheken auf einen Blick
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Ob Großstadt, Kleinstadt oder Gemeinde: Die österreichischen Apotheken liefern Qualität auf höchstem Niveau. Das bestehende Apothekensystem garantiert eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln und stellt die Versorgung der Patienten in den Mittelpunkt. Insgesamt beraten 5.800 akademisch ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.330 Apotheken die Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der zentralen Leistungen der Apotheker.
Rückfragehinweis Österreichische Apothekerkammer Presse und Kommunikation Mag. Gudrun Reisinger Mag. Sabine Figo Tel. 01/ 404 14 DW 600 und 601 Mobil: 0664-1615849 gudrun.reisinger@apotheker.or.at sabine.figo@apotheker.or.at www.apotheker.or.at News ArchivBoehringer Ingehlheim RCV: Wechsel in der Geschäftsführung im Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna
Philipp von Lattorff folgt Dr. Christian Schilling nach
Mit 1. Juni 2013 übernahm Philipp von Lattorff (45) die Geschäftsführung des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna (RCV) von Dr. Christian Schilling (54). Das Unternehmen ist Zentrum für Krebsforschung sowie Biopharmazie und trägt die Verantwortung für mehr als 30 Länder Mittel- und Osteuropas.
Philipp von Lattorff begann seine Laufbahn bei Boehringer Ingelheim 1993 in Wien, im Bereich Marketing Osteuropa. In den vergangenen Jahren hatte er leitende Funktionen im Marketing und in der Geschäftsführung verschiedener weiterer Länder inne, wie z.B. dem Baltikum, Italien oder Ungarn. Zuletzt war von Lattorff für den internationalen Unternehmensbereich Emerging Markets bei Boehringer Ingelheim zuständig. Philipp von Lattorff über seine neue Aufgabe: “Die Rückkehr an den Usprung meiner beruflichen Laufbahn stellt für mich eine spannende Herausforderung dar. Ich freue mich, zur weiteren Entwicklung des Verbundstandortes Boehringer Ingelheim RCV einen Beitrag leisten zu dürfen.”
Vorgänger Dr. Christian Schilling, der 2008 die Position übernommen hatte, kehrte nach Deutschland zurück und ist nun für die Leitung des neu geschaffenen, internationalen Unternehmensbereiches Therapeutic Areas verantwortlich. Schilling trug maßgeblich zum Erfolg und derzeitigen Ausbau des Standortes Österreich, Mittel- und Osteuropa bei.
Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna
Das Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna trägt die Verantwortung für das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, rezeptfreien Präparaten sowie Tierarzneimitteln von Boehringer Ingelheim in Österreich sowie in mehr als 30 Ländern der Region Mittel- und Osteuropa. Darüber hinaus wird von Wien aus die gesamte klinische Forschung der Region gesteuert. Wien ist Zentrum für Krebsforschung sowie Standort für biopharmazeutische Forschung, Entwicklung und Produktion im internationalen Unternehmensverband. Auch in der Grundlagenforschung engagiert sich Boehringer Ingelheim und ist hier mit dem Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie Wien (IMP) vertreten. Damit zählt Boehringer Ingelheim zu den forschungsintensivsten pharmazeutischen Unternehmen in Österreich. Insgesamt erzielte das Regional Center Vienna im Geschäftsjahr 2012 Gesamterlöse in der Höhe von EUR 851,9 Mio und beschäftigte in der Region Mittel- und Osteuropa 3160 Mitarbeiter, davon rund 1300 in Österreich.
Rückfragehinweis Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG Dr. Boehringer-Gasse 5 – 11 A-1121 Wien Pressestelle Mag. Inge Homolka Tel. +43-1-80105-2230 ingeborg.homolka@boehringer-ingelheim.com Mag. Matthias Sturm Tel. +43-1-80105-2742 matthias.sturm@boehringer-ingelheim.com News ArchivMedUni Wien: Funktionelle MRT unterstützt bei Eingriffen am Gehirn
ForscherInnen der MedUni Wien haben in einer bisher einmaligen Multicenter-Studie nachgewiesen, dass die klinische funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), auf deren Gebiet die MedUni Wien eine internationale Führungsrolle hat, eine sichere Methode bei chirurgischen Gehirn-Eingriffen ist
Mit Hilfe der fMRT kann im Millimeterbereich angezeigt werden, wo funktionskritisches Nervengewebe (z.B. für Sprache oder Handbewegungen) liegt, das – etwa bei der Operation von Gehirntumoren – geschont werden muss.
„Wir stellen sozusagen mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie das Stoppschild für den Chirurgen auf, damit er weiß, wo nicht geschnitten werden darf, um Schäden zu vermeiden“, sagt Roland Beisteiner von der Universitätsklinik für Neurologie der MedUni Wien. Schon seit 1992 ist der Neurologe und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für fMRT an der Entwicklung der fMRT beteiligt und hat deren Aufbau in Österreich initiiert. Seither wird diese Methode an der Universitätsklinik für Neurologie und am Exzellenzzentrum Hochfeld-MR der MedUni Wien entwickelt und implementiert.
Jetzt konnte Beisteiners Team in einem aktuellen Paper im Top-Magazin „Radiology“ erstmals zeigen, dass die funktionelle Magnetresonanztomographie bei Eingriffen am Gehirn diagnostische Sicherheit bietet – und zwar egal mit welchem Gerät (ob mit einem 7Tesla-Magnetresonanz-Tomografen wie in Wien oder auch nur 1,5Tesla), egal an welchem Ort und auch unabhängig davon, wer es bedient. An der Studie waren auch die MedUnis in Innsbruck und Salzburg, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und das Stiftungsklinikum Koblenz beteiligt.
Forschungscluster „Imaging und Kognitionsbiologie“ von MedUni und Uni Wien
Ebenfalls mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie untersuchen die Teams von Beisteiner und Tecumseh Fitch (Fakultät für Lebenswissenschaften der Universität Wien) in einem gemeinsamen Forschungscluster von MedUni Wien und Universität Wien, ob die strukturelle und syntaktische Verarbeitung von Musik in ähnlichen Hirnregionen stattfindet wie die Verarbeitung von Sprache. Beisteiner: „Es ist nie exakt dasselbe Hirnareal, allerdings können sich Hirnaktivitäten beim Sprechen und Musizieren überlappen.“
Die Schwerpunkte des Forschungsclusters: Die gemeinsam beanspruchten Areale im Gehirn möglichst genau zu bestimmen und über deren gezielte Aktivierung neue Therapieansätze zu entwickeln. Etwa für Menschen mit einer Aphasie, also einem Sprachverlust aufgrund einer Schädigung zumeist der linken Hälfte des Gehirns.
Dabei kommt es, so Beisteiner, zum Teil zu verblüffenden Ergebnissen: „Menschen, die aufgrund einer Aphasie nicht mehr sprechen konnten, war es aber möglich, gelernte Texte zur passenden Melodie zu singen.“ Daraus lässt sich folgern, dass es bei der Sprachtherapie sinnvoll erscheint, auch musikalische Fertigkeiten zu trainieren.
Der Forschungscluster „Imaging und Kognitionsbiologie“ ist einer von sechs gemeinsamen Clustern der MedUni Wien mit der Universität Wien, die 2011 initiiert wurden. Weitere Infos: http://forschungscluster.meduniwien.ac.at/.
Service: Radiology “Variability of Clinical Functional MR Imaging Results: A Multicenter Study.” Moritz C. Wurnig, Jakob Rath, Nicolaus Klinger, Ilse Höllinger, Alexander Geissler, Florian P. Fischmeister, Markus Aichhorn, Thomas Foki, Martin Kronbichler, Janpeter Nickel, Christian Siedentopf, Wolfgang Staffen, Michael Verius, Stefan Golaszewski, Florian Koppelstätter, Engelbert Knosp, Eduard Auff, Stephan Felber, Rüdiger J. Seitz, Roland Beisteiner. March 22, 2013, doi: 10.1148/radiol.13121357.
Rückfragehinweis Medizinische Universität Wien Mag. Johannes Angerer Leiter Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +431 40160 – 11 501 Mobil: +43 664 800 16 11 50 johannes.angerer@meduniwien.ac.at Web: http://www.meduniwien.ac.atNews Archiv
Sanochemia: Zulassungseinreichung in Amerika für MR-Kontrastmittel
Das österreichische Pharmaunternehmen Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien, (ISIN AT0000776307), gibt bekannt, dass heute der Zulassungsantrag für ihr MR-Kontrastmittel aus dem Portfolio der Diagnostiksparte bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) eingereicht wurde. Sanochemia erwartet die Zulassung für Magnetolux® (Marke international) und die Vertriebsaufnahme in US in 2015.
Bedeutender Wachstumsschub durch US-Expansion
Mit dieser Zulassungseinreichung für Magnetolux® im größten Pharmamarkt der Welt wird Sanochemia in den kommenden Jahren seine internationale Marktposition im Bereich der Kontrastmittel weiter ausbauen. Der Einstieg in den US-Markt ist für Sanochemia von großer Bedeutung, da der US-Markt eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an MR-Geräten und dadurch einen hohen Bedarf an Kontrastmitteln aufweist. Mittelfristig plant das Unternehmen einen Marktanteil von ca. 5 bis 10 % des MRT-Marktes zu erreichen, der eine Größenordnung von ca. 300 Millionen USD aufweist.
Produktpalette für US-Markt wächst
Sanochemia vermarktet bereits ein Produkt in Amerika: seit 1992 kommt der von ihr eigenständig entwickelte Aidstest „IFA-Anti-HIV-Fluorognost" in US-Labors zum Einsatz. Mit dem Erhalt einer US-Zulassung für ihr MR-Kontrastmittel würde nach Scanlux®, der bereits in den USA zugelassenen Kontrastmittelspezialität, mit Magnetolux® ein weiteres attraktives Produkt für den US-Markt zur Verfügung stehen. Konkrete Verhandlungen mit einem Vertriebspartner sind durch die Unterzeichnung eines term sheets belegt. Mit dem für 2013 erwarteten PAI (pre approval inspection) der FDA und der damit verbundenen Abnahme der Produktionsanlagen am Standort Neufeld könnte in 2014 der Vertrieb von Scanlux® in Amerika aufgenommen werden.
Magnetolux® ist ein paramagnetisches Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) des ganzen Körpers und wird auch für die frühe Lokalisierung und Bestimmung von Tumoren und Entzündungen eingesetzt. Dies ist schon deshalb entscheidend, weil durch eine frühe Diagnose bei Verdacht auf Gewebsveränderungen oder Metastasen rechtzeitig angemessene Therapien für diese Patienten veranlasst werden können. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die bildliche Darstellung der Gefäße (Angiographie). Gefäßerkrankungen sind in den Industrienationen eine häufige Ursache für oft tödliche Funktionsstörungen.
Die Magnetresonanz-Tomografie ist ein stark wachsendes Segment im Bereich der bildgebenden Diagnostik mit Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich, nicht zuletzt auch aufgrund der kontinuierlich steigenden Untersuchungszahlen. Gründe hierfür sind vor allem vermehrt angewendete MRT-Verfahren, aber auch die hervorragenden kontrastgebenden Eigenschaften und die breitgefächerten Anwendungsmöglichkeiten, die den wachsenden Absatz der MR-Kontrastmittel unterstützen.
Rückfragehinweis Margarita Hoch Investor Relations Tel. : +43 / 1 / 3191456 / 335 Fax: +43 / 1 / 3191456/ 344 Mail: m.hoch@sanochemia.at Web: www.sanochemia.at News ArchivSTART-Preis an IMP-Wissenschaftler David Keays
Förderung unterstützt Erforschung des Magnetsinns
Der australische Biologe David Keays, der eine Arbeitsgruppe am Wiener Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) leitet, wurde heute in das START-Programm des österreichischen Wissenschaftsfonds FWF aufgenommen. Mit der hochdotierten Förderung werden seine Forschungsarbeiten über die zellulären Grundlagen des Magnetsinns unterstützt.
Der 37-jährige David Keays studierte Naturwissenschaften in Brisbane, Melbourne und Oxford. Nach einem Fellowship des Wellcome Trust wurde er 2008 als erster IMP-Fellow in das Nachwuchsprogramm des Wiener Grundlagenfoschungs-Instituts aufgenommen. Seit Anfang 2013 ist er Gruppenleiter am IMP.
Die Forschungsanstrengungen von David Keays gelten der Aufklärung des rätselhaften Magnetsinns der Tiere, der es etwa Zugvögeln erlaubt, sich bei ihren langen Reisen am Magnetfeld der Erde zu orientieren. Die gängige Theorie geht davon aus, dass die Vögel die magnetische Information durch Eiseneinschlüsse in bestimmten Zellen wahrnehmen, etwa in der Art eines kleinen Kompass. Welche Zellen dies sind und wo sie sich befinden, ist noch nicht eindeutig geklärt.
Auf der Suche nach diesem schwer fassbaren biologischen Kompass wendet die Arbeitsgruppe von David Keays ein breites Spektrum molekularer, magnetischer, histologischer und physiologischer Methoden an. Vor kurzem identifizierten die Forscher eine Gruppe von sensorischen Nervenzellen im Innenohr, die jeweils ein einzelnes Eisenkügelchen enthalten. Die Untersuchungen konzentrieren sich nun auf die Frage, ob diese außergewöhnlichen Strukturen magnetische Felder detektieren und welche Gene für den Magnetsinn zuständig sind.
„Die Verleihung des START-Preises ist sehr aufregend und freut mich riesig“, sagt David Keays. „Die Mittel erlauben uns zusätzliche, aufschlussreiche Experimente zur Magnetwahrnehmung der Tiere. Möglicherweise werden wir bald verstehen, welcher Mechanismus diesem Sinn zugrunde liegt.“
Die Erkenntnis, wie Magnetorezeption funktioniert, soll den Wissenschaftlern helfen, auch andere biologische Systeme gegenüber Magnetfeldern empfindlich zu machen. Die so geschaffenen molekularen Maschinen könnten in Zukunft zum Beispiel dazu dienen, bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen
Nervenzellen gezielt anzuschalten.
Die START-Preise wurden heuer zum 18. Mal vergeben. Insgesamt wurden neun Spitzen-NachwuchsforscherInnen aus 96 Bewerbungen in das START-Programm aufgenommen. Die Auswahl der Preisträger trifft eine international besetzte Jury aus renommierten WissenschafterInnen.
Die START-Auszeichnung ist die höchstdotierte FWF-Förderung für NachwuchsforscherInnen, die aufgrund ihrer bisher geleisteten wissenschaftlichen Arbeit die Chance erhalten sollen, in den nächsten sechs Jahren finanziell weitgehend abgesichert ihre Forschungsarbeiten zu planen, eine eigene Arbeitsgruppe auf- bzw.
auszubauen und diese eigenverantwortlich zu leiten. Die START-Projekte sind mit jeweils bis zu 1,2 Mio. EUR dotiert.
Über das IMP
Das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie betreibt in Wien biomedizinische Grundlagenforschung und wird dabei maßgeblich von Boehringer Ingelheim unterstützt. Mehr als 200 ForscherInnen aus über 30 Nationen widmen sich der Aufklärung grundlegender molekularer und zellulärer Vorgänge, um komplexe biologische Phänomene im Detail zu verstehen und Krankheitsmechanismen zu entschlüsseln.
Kontakt: Dr. Heidemarie Hurtl Communications Manager Tel. +43 (1) 79730-3625 Mobil: +43 (0)664 8247910 e-mail: hurtl@imp.ac.at News ArchivSanochemia Pharmazeutika AG: Unternehmensanleihe im Qualitätssegment Entry Standard der Deutschen Börse
Wien, 17. Juni 2013 - Die Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien, gibt bekannt, dass der erste Handelstag der 7,75%-Unternehmensanleihe der Sanochemia Pharmazeutika AG (ISIN: DE000A1G7JQ9 / WKN: A1G7JQ) im Qualitätssegment Entry Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse für Montag, 17. Juni 2013 vorgesehen ist. Die Unternehmensanleihe wurde bisher im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse und auch im Dritten Markt der Wiener Börse gehandelt.
Die Frankfurter Wertpapierbörse bietet mit dem Entry Standard für Unternehmensanleihen ein attraktives Angebot und Serviceleistungen für Institutionelle Investoren und interessierten Privatinvestoren gleichermaßen. Mit den gesetzlichen Vorschriften und höheren Zulassungsfolgepflichten wird zudem eine hohe Transparenz gewährleistet.
Für Sanochemia sind die hohen Qualitätslevels der Frankfurter Wertpapierbörse und die gezielte Ansprache eines breiten Investorenkreises ein wichtiges Instrument für eine erfolgreiche Kommunikations- und Informationspolitik.
Veröffentlichung Zwischenmitteilung am 23. August
Sanochemia wird das Ergebnis des 3. Quartals des Geschäftsjahres 2012/13 (1.10.2012 bis 31.09.2013) am 23. August 2013 veröffentlichen. Im Halbjahresbericht 2012/13 hat die Sanochemia einen Konzernumsatz von T€ 16.669 und einen Gewinn von T€ 768 vermeldet. Das Unternehmen bestätigt die Finanzprognose für das Gesamtjahr, die finanzielle Zielsetzung lautet: Operatives Wachstum im Umsatz von ca. 10 % (33 Mio. €) und ein positives Betriebsergebnis. Sanochemia ist zuversichtlich dieses Ergebnis durch eine intensive Marktbearbeitung in den asiatischen Zielmärkten zu erreichen. Der Emissionserlös wird vorrangig für die Finanzierung ihrer internationalen Wachstumsstrategie verwendet.
Rückfragehinweis: Margarita Hoch Investor Relations Tel. : +43 (0) 1/ 3191456 – 335 Mobile *43 (0) 664 2138152 E-Mail: m.hoch@sanochemia.at News ArchivErfolgreiche Adipositas Forschung an der Med Uni Graz
Die Adipositas ist eine Erkrankung, die mit zahlreichen Störungen, wie Fettstoffwechselstörungen, Insulinresistenz und einer chronischen, niedriggradigen Entzündung einhergeht. Mit diesen Entzündungsprozessen beschäftigen sich zwei Publikationen eines Wissenschafterteams der Med Uni Graz. Univ.-Prof. Dr. Harald Mangge und sein Team erteilen der Hoffnung, dass der mit der Entzündung verbundene oxidative Stress bei Adipositas durch eine gesteigerte Antioxidantienzufuhr positiv beeinflusst werden kann, eine klare Absage. Ebenso stellten die Forscher fest, dass sich die Entzündungsprozesse und der Tryptophanstoffwechsel – mit der Nahrung zugeführte essentielle Aminosäuren – bei jugendlicher und erwachsener Adipositas deutlich unterscheiden.
Adipositas – Suchterkrankung mit weitreichenden Folgen
Es ist schon länger bekannt, dass Adipositas viele Ähnlichkeiten mit anderen Suchterkrankungen aufweist und durch ein Belohnungs-Defizit-Syndrom aufrechterhalten wird. In der Zeitschrift „Current Medicinal Chemistry“ beschreiben Univ.-Prof. Dr. Harald Mangge, Leiter der Forschungseinheit Biomarker bei Entzündung und Lebensstilerkrankungen des Klinischen Instituts für Medizinische und Chemische Labordiagnostik der Med Uni Graz, und seine Mitarbeiter nun die Zusammenhänge zwischen den chronischen Entzündungsprozessen und dem Belohnungs-Defizit-Syndrom. Eine wichtige Rolle spielen dabei die T-Helferzellen, von denen es zwei zentrale Untergruppen gibt, die unterschiedliche Botenstoffe ausschütten. Charakteristisch für kardiovaskuläre Folgeerkrankungen bei Adipositas ist eine verstärkte Aktivität der Th1-Zellen, die nicht nur die chronische niedriggradige Endzündung fördern, sondern auch den Weg für atherosklerotische Veränderungen in den Gefäßen bereiten.
Hormonelle Störung des Sättigungsgefühls führt zu steter Gewichtszunahme
Prof. Mangge und sein Team arbeiteten bei ihren Untersuchungen eng mit Univ.-Prof. Dr. Dietmar Fuchs zusammen, der sich mit seiner Arbeitsgruppe an der Sektion für Biologische Chemie des Biozentrums der Medizinischen Universität Innsbruck mit Biomarkern des Immunsystems beschäftigt. Im Rahmen dieser Forschungen wurde unter anderem der Zusammenhang zwischen Immunaktivierungsvorgängen und Veränderungen des Tryptophanstoffwechsels nachgewiesen. Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss, weil der Körper sie nicht selbst erzeugen kann. Bei Adipositas führt die verstärkte Th1-Aktivität dazu, dass beim Tryptophanumbau im Körper nicht genügend Sättigungshormone gebildet werden können und dadurch der gestörte Tryptophanstoffwechsel wahrscheinlich ein Schlüsselelement für die stetige Gewichtszunahme darstellt. Der durch die entzündlichen Prozesse bedingte Tryptophanmangel führt dazu, dass Übergewichtige nach tryptophanhältigen Nahrungsmitteln wie Eiern, Milchprodukten, Fleisch, Nüssen und Schokolade gieren und auf diese Weise in einen Teufelskreis geraten. Ebenso verstärkt der Mangel die mit der Adipositas assoziierten Schlafstörungen, welche ein bekannter Risikofaktor für die Entwicklung einer Stammfettsucht sind.
Antioxidantien zerstören positive Effekte des Sports bei Adipositas
Prof. Mangge hält fest, dass Antioxidantien die Adipositas auf mehreren Ebenen ungünstig beeinflussen: Zum einen hemmen sie die Ausschüttung des Sättigungshormons Leptin. Ebenso kommt es zusätzlich zu einem vermehrten Hunger auf Nahrungsmittel, die mit Antioxidantien angereichert sind wie zum Beispiel zuckerhaltige Getränke. Überdies werden durch den übermäßigen Antioxidantienkonsum reaktive Sauerstoffverbindungen, die zum Beispiel bei Sport vermehrt freigesetzt werden, abgefangen und können so nicht ihre positiven Wirkungen wie die Anregung des körpereigenen Antioxidantiensystems und die Verbesserung der Insulinsensitivität entfalten. „Wir wissen heute, dass bestimmte Vitamine in hohen Dosen sogar toxisch wirken“, ergänzt Prof. Mangge seine kritische Einschätzung von Antioxidantienzusätzen oder Supplementen.
Wissenschafter warnen vor überzogenen Hoffnungen in Abnehmprogramme
In ihrer zweiten Arbeit, die in der Zeitschrift „Obesity“ veröffentlicht wurde, beschäftigten sich die Grazer Forscher näher mit den Störungen des Tryptophanstoffwechsels bei der Adipositas. Sie gingen der Frage nach, ob alle Altersstufen von den Veränderungen in gleichem Maße betroffen sind und untersuchten dafür 571 normalgewichtige und übergewichtige Personen beiderlei Geschlechts im Alter von 10 bis 65 Jahren. Die Auswertung der Daten zeigte, dass sich der Tryptophanstoffwechsel und die mit der Adipositas einhergehenden Entzündungsvorgänge bei Jugendlichen und Erwachsenen deutlich unterscheiden. Es stellte sich auch heraus, dass nicht der BMI, sondern der Bauchumfang am stärksten mit der Tryptophanabbaurate assoziiert ist.
Diese fortschreitenden Veränderungen haben auch Einfluss auf den Therapieerfolg. Wenn das System einmal entgleist ist, ist die Behandlung schwierig. „Bewegung und gesunde Ernährung haben sicher ihren Stellenwert in der Therapie der Adipositas, können das Problem bei vielen Menschen aber nicht mehr alleine lösen“, betont Prof. Mangge und warnt vor überzogenen Hoffnungen, die über Abnehmprogramme vermittelt werden. Vor allem sorgen unseriöse Anbieter von Adipositastherapien dafür, dass die Frustration der Betroffenen mit jedem Abnehmversuch steigt. „Die Adipositas ist eine Erkrankung, für die wir dringend weitere Lösungsansätze benötigen“, so der Experte. Daran werden die Wissenschafter der Med Uni Graz auch in Zukunft forschen.
Weitere Informationen: Univ.-Prof. Dr. Harald Mangge Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik Medizinische Universität Graz eMail: harald.mangge@medunigraz.at Tel.: +43 316 385 83340 News ArchivAOP Orphan Spins Off Its Stake in Activartis and Outlines Business Strategy
Vienna, Austria, June 17, 2013 / B3C newswire / – AOP Orphan Pharmaceuticals AG today announced the spin off of its 80 % stake in Activartis GmbH, a Vienna-based biotech company with a strong platform for immune-based cancer vaccines, to a group of private investors. The dendritic cell-based technology for individualized tumor therapy developed by Activartis is well patented and represents a unique therapeutic approach. Clinical development is at an advanced stage for glioblastoma, an incurable disease, and data from a multicentric, prospective trial are expected soon. Beyond glioblastoma, other indications are being pursued, since the technology can be used for virtually any kind of tumor.
“This spin-off has to be seen in the context of our development and commercialization strategy at AOP Orphan and is a consequence of Elan’s offer to acquire AOP Orphan,” commented Rudolf Widmann, CEO of AOP Orphan. “The goal of the Elan scenario would have been to pursue a course of rapid territorial expansion and the addition of several new orphan projects. However, AOP was a minor part of Elan’s management strategy, which included four business proposals, the main one being a royalty-based deal. This strategy was turned down by Elan’s shareholders.”
“AOP Orphan is in a financial position to pursue its research programs as a stand-alone company, and the divestment of Activartis allows it to go for a separate global commercial business case for the cancer vaccine program. AOP Orphan will continue its research projects as planned in a timely manner and will launch at least two products within three years in the areas of hematology and cardiology.”
Besides the focus on its own pipeline, AOP Orphan is constantly seeking to add products to its commercialization platform. “We are a unique partner in our field for hospital and orphan products. Being a fully integrated company, we offer a one-stop solution in Central/Eastern Europe, the Middle East and the CIS countries. In order to achieve a successful commercialization strategy with medical marketing, selling and distribution in this field, it is essential to have our own staff on the ground to handle this complicated field”, Rudolf Widmann added. “Based on our successful approach, we are currently adding two further products to be launched in 2013 by partners in North America to our portfolio, and we are negotiating a highly interesting research program for a genetic disease in phase I/II”, continued Rudolf Widmann. “All in all, our fifteen years of experience and consistent, double-digit growth allows us to pursue our unique business strategy in the area of hospital and orphan products with a focus on emerging markets.”
Activartis Biotech GmbH: www.activartis.com
News ArchivSanochemia Dianostiksparte: Zulassungseinreichung in Amerika für MR-Kontrastmittel
Das österreichische Pharmaunternehmen Sanochemia Pharmazeutika AG, Wien, (ISIN AT0000776307), gibt bekannt, dass heute der Zulassungsantrag für ihr MR-Kontrastmittel aus dem Portfolio der Diagnostiksparte bei der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) eingereicht wurde. Sanochemia erwartet die Zulassung für Magnetolux® (Marke international) und die Vertriebsaufnahme in US in 2015.
Bedeutender Wachstumsschub durch US-Expansion
Mit dieser Zulassungseinreichung für Magnetolux® im größten Pharmamarkt der Welt wird Sanochemia in den kommenden Jahren seine internationale Marktposition im Bereich der Kontrastmittel weiter ausbauen. Der Einstieg in den US-Markt ist für Sanochemia von großer Bedeutung, da der US-Markt eine überdurchschnittlich hohe Anzahl an MR-Geräten und dadurch einen hohen Bedarf an Kontrastmitteln aufweist.
Mittelfristig plant das Unternehmen einen Marktanteil von ca. 5 bis 10 % des MRT-Marktes zu erreichen, der eine Größenordnung von ca. 300 Millionen USD aufweist.
Produktpalette für US-Markt wächst
Sanochemia vermarktet bereits ein Produkt in Amerika: seit 1992 kommt der von ihr eigenständig entwickelte Aidstest „IFA-Anti-HIV-Fluorognost" in US-Labors zum Einsatz.
Mit dem Erhalt einer US-Zulassung für ihr MR-Kontrastmittel würde nach Scanlux®, der bereits in den USA zugelassenen Kontrastmittelspezialität, mit Magnetolux® ein weiteres attraktives Produkt für den US-Markt zur Verfügung stehen. Konkrete Verhandlungen mit einem Vertriebspartner sind durch die Unterzeichnung eines term sheets belegt. Mit dem für 2013 erwarteten PAI (pre approval inspection) der FDA und der damit verbundenen Abnahme der Produktionsanlagen am Standort Neufeld könnte in 2014 der Vertrieb von Scanlux® in Amerika aufgenommen werden.
Magnetolux® ist ein paramagnetisches Kontrastmittel für die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) des ganzen Körpers und wird auch für die frühe Lokalisierung und Bestimmung von Tumoren und Entzündungen eingesetzt. Dies ist schon deshalb entscheidend, weil durch eine frühe Diagnose bei Verdacht auf Gewebsveränderungen oder Metastasen rechtzeitig angemessene Therapien für diese Patienten veranlasst werden können. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die bildliche Darstellung der Gefäße (Angiographie). Gefäßerkrankungen sind in den Industrienationen eine häufige Ursache für oft tödliche Funktionsstörungen.
Die Magnetresonanz-Tomografie ist ein stark wachsendes Segment im Bereich der bildgebenden Diagnostik mit Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich, nicht zuletzt auch aufgrund der kontinuierlich steigenden Untersuchungszahlen. Gründe hierfür sind vor allem vermehrt angewendete MRT-Verfahren, aber auch die hervorragenden kontrastgebenden Eigenschaften und die breitgefächerten Anwendungsmöglichkeiten, die den wachsenden Absatz der MR-Kontrastmittel unterstützen.
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